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Cap Formentor

Spanien geht einfach immer., Mallorca auch. Vor allem, wenn die Flüge günstig sind. Im Januar 2019 haben wir deshalb einen Kurztrip auf Mallorca geplant. Da ich allerdings bereits einige Male in Palma war, musste eine Alternative her. Zwar hatten wir zwei Nächte, aber nur einen vollen Tag Zeit. Nach ein paar Stunden Recherche stand der Plan: Wir machen einen Roadtrip entlang der West-Küste. Schön sollte es dort sein und das war es auch, trotz Winter. Oder gerade weil es Winter war und nur wenige Touristen unterwegs waren. Feststeht: Mallorca hat so viel mehr zu bieten als nur den Ballermann!

 

Hinweis:

Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts, wenn du über diesen Link buchst. Danke für deine Unterstützung!

Route

Unsere Route führt uns entlang Mallorcas malerischer West-Steilküste. Durch die Serra de Tramuntana (das Tramuntanagebirge) und einige der schönsten Städte und Dörfer, die sich mittendrin befinden. Das Gebirge zieht sich über knapp 90 Kilometer und fällt dann steil nach Westen zur Küste hin ab. Zwischen zahlreichen zerklüfteten Gipfeln finden sich malerische wilde Schluchten. Das raue Gebirgsmassiv ist seit 2011 Weltkulturerbe. Wer in dieser Landschaft einmal unterwegs war, weiß warum und vergisst sie so schnell nicht wieder.

Mietwagen

Ihr könnt euren Mietwagen direkt am Flughafen abholen. Entweder ihr bucht vor Ort oder vor eurer Anreise online. Es gibt unzählige Anbieter. Die Preise starten teils bei 15 Euro, Ende offen. Wir haben vorher online über die ADAC-Seite bei Hertz gebucht, weil ADAC-Mitglieder Rabatt bekommen und es hat alles einwandfrei geklappt. Wie viel wir gezahlt haben, lest ihr weiter unten. Die Mietwagenschalter (auch von Sixt, Goldcar und allen anderen Anbietern) befinden sich im Ankunftsbereich, hinter den Gepäckbändern oder außen im Ankunftsbereich.

Banyalbufar – Valldemossa – Deià – Cala de Deià – Sóller – Port de Sóller – Cap Formentor (Wachturm Talaia d’Albercutx) – Alcúdia 

Kosten

Flug (DUS-PMI) hin und zurück: 10 Euro pro Person, nur Handgepäck

Mietwagen: 47 Euro

1 Übernachtung in Banyalbufar im Hotel Can Busquets*: 98 Euro (DZ mit Frühstück)

1 Übernachtung in Alcúdia im Fonda Llabrés Boutique Hotel*: 82 Euro (DZ mit Frühstück)

Benzin: 27 Euro

Gesamtkosten für zwei Personen: 247 Euro

Gesamtkosten pro Person: 137 Euro

 

Weitere Kosten: Essen und Getränke

Banyalbufar

Banyalbufar

Wir beginnen unseren kurzen Roadtrip in Banyalbufar. Das Dorf gibt es seit dem 10. Jahrhundert. Damals wurde es von den Mauren besiedelt, daher ist der Name Banyalbufar ein Mix aus Katalanisch und Arabisch und bedeutet übersetzt „vom Meer geschaffen“.

Anfahrt

Von Palma nach Banyalbufar sind es ungefähr 40 Minuten mit dem Auto. Je nachdem, welchen Weg ihr wählt, verwandelt sich die gerade Straße ab Esporles in Serpentinen. Leider ist es schon dunkel, als wir losfahren, daher können wir die Berglandschaft, durch die wir uns schlängeln, nur erahnen.

Die Unterkunft

Wir wohnen im Can Busquets*. Jetzt in der Nebensaison sind genügend Parkplätze an der Straße frei. Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock und hat altmallorquinischen Charme. Ich mag es hier, auch wenn Micha wegen der Dachschräge nicht überall gerade stehen kann. Wir haben einen wundervollen Ausblick aus unserem Zimmer direkt auf das Meer. Das Frühstück am nächsten Morgen ist teilweise selbstgemacht, die Atmosphäre sehr familiär. Wir würden wiederkommen.

Die Umgebung

Banyalbufar im Winter und am Abend ist wie ausgestorben. Dafür ist das Essen der Wahnsinn.

Gute Restaurants in Banyalbufar

Ca’n Paco: Eine Empfehlung von Michas Eltern, die früher häufig hier waren. Hervorragende Tapas!

Es Trast: Eine große Weinauswahl und auch hier super leckere Tapas. Wir haben lange keine so guten Gambas gegessen.

Am nächsten Tag entblößt sich mit dem Sonnenaufgang die pure Schönheit des verschlafenen Bergdorfes. Die Bauweise der Häuschen ist mediterran, in Richtung Meer blickt ihr auf malerische Terrassen voller Orangen- und Zitronenbäume sowie Weinreben. Es duftet nach Kiefern und Pinien.

Banyalbufar ist umgeben von der Serra de Tramuntana und hat um die 500 Einwohner. Genau das macht es authentisch mallorquinisch. Hier gibt es noch typische Dorfhäuschen und rustikale Villen. Ich muss sagen, ich habe mich ein bisschen in Banyalbufar verliebt.

Was könnt ihr noch in Banyalbufar unternehmen?

An den Strand gehen! Zum Beispiel an der Cala Banyalbufar oder nach Son Bunyola.

Wandern! Es gibt hervorragende Wanderrouten, beispielsweise zum nahegelegenen Fischerhafen Es Port de Canoge.

Radfahren! Wir haben viele Radfahrer gesehen, die eine Tour durch die Serra Tramuntana unternommen haben. Die Wege sind sicher eher etwas für geübte Radfahrer, aber die Aussicht vom Fahrrad aus muss einfach nur toll sein.

Sonnenunterang anschauen! Vom Torre del Verger aus soll er besonders schön sein. Der Turm wurde früher als Wachturm gebaut, um auf Piratenangriffe vorbereitet zu sein.

Banyalbufar Hotel
Banyalbufar Aussicht

Valldemossa

Valldemossa

Anfahrt und Parken

Von Banyalbufar bis nach Valldemossa fahrt ihr ungefähr 25 Minuten. Ihr fahrt durch Pinien- und Kiefernwälder enge Kurven hinauf, zwischen schroffen Gebirgsfelsen hindurch. Der Ausblick über die Berge der Tramuntana, die maritimen Wälder und das tiefblaue Meer bis zum Horizont, wo sich die Sonne gleißend spiegelt, ist fantastisch.

In Valldemossa könnt ihr zum Beispiel auf dem kostenpflichtigen Parkplatz direkt hinter dem Touristenbüro parken. Er befindet sich an der Ma-1110, direkt hinter der Ecke Carrer de la Venerable Sor Aina.

Kosten: mindestens 1,30 Euro für 60 Minuten (Stand: Januar 2019). Im Winter ist der Parkplatz schön leer. Direkt am Besucherzentrum gibt es auch öffentliche Toiletten, für die man nichts zahlen muss.

Die Umgebung

Als erstes trifft uns ein Duftcocktail aus Kamin (weil viele im Winter so heizen), Kiefern, Pinien und Blumen. Irgendwie erinnert mich dieser Duft in Kombination mit den kleinen Häuschen und den kopfsteingepflasterten Wegen an einen Mittelalterweihnachtsmarkt. Das Dorf ist sehr heimelig. In einem der zahlreichen Cafés lässt es sich sicher gut frühstücken.

Im örtlichen Kloster (Cartoixa de Valldemossa) können typisch mallorquinische Alltagsgegenstände und Hinterlassenschaften des polnischen Komponisten Frédéric Chopin, der den Winter 1838/39  zusammen mit der französischen Autorin George Sand („Ein Winter auf Mallorca“) in Valldemossa verbrachte, besichtigt werden.

Dennoch scheint uns das Image von Valldemossa etwas überbewertet zu sein. Nice to see, sehr knuffiges Dorf, schöne Gassen und Cafés, aber mehr nicht, finden wir.

Tipp für eine gute Aussicht:

Mirador Ses Puntes: Der Aussichtspunkt liegt zwischen Valldemossa und Deià. Ihr blickt über Berge, die Küste und das Meer.

Deià

Anfahrt und Parken

Von Valldemossa sind es etwa 15 Minuten bis nach Deià. Es gibt einen kleinen öffentlichen Parkplatz an der Carretera de Deià. Allerdings ist er kostenpflichtig: mindestens 50 Cent für 30 Minuten (Stand: Januar 2019).

 

Die Umgebung

Deià ist ein kleines Künstlerdorf, ebenfalls mitten im Tramuntanagebirge gelegen. Auf knapp 400 Metern über dem Meeresspiegel türmen sich alte Steinhäuschen an den Berghängen. Zwischen Zitronen- und Olivenbäumen findet ihr einige interessante Cafés und Kunstläden. Der Ort an sich besteht aus drei Teilen: Der obere Teil liegt auf dem Hügel, der Mittlere verläuft parallel zur Straße Ma-10 und der Untere, Es Clot, ist das Zentrum Deiàs. Wenn ihr mögt, könnt ihr zur Iglesia de San Juan Bautista spazieren. Von dort aus habt ihr einen schönen Ausblick.

Deia

Cala Deià

Cala Deia

ANFAHRT UND PARKEN

Zur Cala Deià gelangt ihr, indem ihr die Ma-10 weiter in Richtung Sóller fahrt. Eine kleine Abzweigung auf der linken Seite führt steil und serpentinenartig in Richtung Cala Deià. Achtung, die Abzweigung ist sehr leicht zu übersehen! Diese Straße fahrt ihr einfach immer weiter, bis ihr Parkplätze seht. Die blau umrandeten könnt ihr nehmen. Schon wenn ihr aus dem Auto steigt, hört ihr das Meeresrauschen. Es duftet nach Kiefern, Pinien – nach Urlaub in der mediterranen Natur.

DIE UMGEBUNG

Nun folgt ihr einfach dem Weg und schon steht ihr an der Bucht. Es gibt einen Steinstrand und zwei Restaurants. Die haben allerdings im Winter geschlossen. Wir können uns aber gut vorstellen, wie schön es sein muss, im Sommer mit Snack und Getränk direkt über dem Meer zu sitzen. Im Winter dagegen brechen hier hohe Wellen an den Klippen.

Wenn ihr keine Lust auf Rumsitzen habt, könnt ihr einen Teil des Fernwanderwegs GR221 laufen. Er beginnt etwa 60 Meter vor der Bucht auf der rechten Seite und führt bis nach Sóller. Von dort aus ist es möglich, zurück zur Cala Deià zu fahren – oder ihr kehrt um und lauft zurück zu eurem Auto.

Cala Deià ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Cala Deia Panorama

Sóller

Anfahrt und Parken

Weiter geht es über die Ma-10 entlang der Küste und später über die Ma-11 nach Sóller. Das dauert in etwa 30 Minuten. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz an der Carrer de sa Romaguera. Das kostet mindestens 50 Cent für 30 Minuten. Aber wir haben Glück und kommen zu einer Zeit, die kostenlos ist.

 

Die Umgebung

Sóller ist nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Zitronen- und Orangenbäumen so hübsch. Im 18. Jahrhundert ist die Stadt durch deren Anbau reich geworden. Es gibt viele Restaurants, Cafés und Tapasbars, vor allem an der Placa de Constitucio. Von hier aus gehen einige Einkaufsstraßen ab. Und hier befindet sich die Església de Sant Bartomeu, an der sich Einheimische und Touristen treffen.

Auch die historische Holzeisenbahn (Ferrocarril de Sóller) fährt mitten durch das kleine Stadtzentrum. Mit ihr könnt ihr im Sommer von Palma bis nach Port de Sóller fahren und zurück. Sie ist seit 1913 in Betrieb.

 

Das Essen

Leckeres und sehr knoblauchhaltiges Aioli mit Brot und anderen Tapas essen wir in der Bar Nadal gegenüber der Kirche von Sant Bartomeu.

Kommt ihr im Sommer, müsst ihr auf jeden Fall Eis essen. Entweder direkt an der Placa de Constitucio oder ihr schlendert durch die kleinen Gassen und besorgt euch ein selbstgemachtes Eis am Stiel – in Sóller gibt es die verschiedensten Geschmäcker. Die meisten sind lecker 😉

Soller Kirche

Port de Sóller

Anfahrt und Parken

In etwa 10 Minuten gelangt ihr mit dem Auto von Sóller zum Port de Sóller. Das Parken ist unter Umständen etwas schwierig, es gibt aber ein Parkhaus (Parking Públic Lepanto) an der Carrer de Lepanto. Wir parken allerdings auf einem öffentlichen Parkplatz (Parking Port de Sóller) an der Carrer Poeta Mossèn Costa i Llobera. Dort existiert ein Parkautomat, der im Januar aber abgeschlossen war.

Soller Hafen Panorama

Die Umgebung

In wenigen Minuten seid ihr von dem letztgenannten Parkplatz am Hafen. Hier gibt es einen kleinen Sandstrand und viele, viele, viele Boote. Von kleinen Holzbooten bis zur noblen Luxusyacht ist alles dabei. Sie alle dümpeln dicht an dicht im Wasser, das türkis in der Sonne schimmert. Wir laufen einen langen Steg entlang, der im Wasser schwimmt. Dreht ihr euch am Ende des Stegs um, habt ihr einen tollen Rundumblick auf die Bucht. Hier lässt es sich eine Weile aushalten. Im Sommer kann man mit einem Getränk schön die Beine im Wasser baumeln lassen. Wir schlendern die Promenade entlang und genießen die Sonne. Zahlreiche kleine Restaurants werben mit Tapas, allen voran mit Gamabs de Sóller. Da könnt ihr nicht viel falsch machen. Wir haben leider keine Zeit mehr, da wir noch vor dem Sonnenuntergang weiter wollen.

Soller Hafen Restaurant

Cap Formentor

Die Anreise

Es gibt unzählige Aussichtspunkte am Cap Formentor. Die wohl bekanntesten sind der Mirador Es Colomer und der Leuchtturm Cap Formentor. Wir fahren zum Wachturm Talaia d’Albercutx, der vor 300 Jahren quasi als Piratenfrüherkennungssystem genutzt wurde.

Von Port de Sóller gibt es zwei Wege dorthin. Der Eine leitet euch weiter durch das Tramuntanagebirge über das Dorf Lluc und dauert knapp 1,5 Stunden. Der Andere führt euch zunächst über die Schnellstraße Ma-11 in Richtung Palma und dann über die Autobahn Ma-13 in Richtung Pollenca. Für den letzteren braucht ihr etwa eine Stunde. Beide münden letztlich in die Ma-2210 hinauf auf karge, zerklüftete Felsen. Am Mirador Es Colomer und am Wachturm Talaia d’Albercutx selbst gibt es kostenlose Parkplätze. Davon allerdings nicht gerade viele.

Achtung! Das Navi will euch eventuell die Straße am Mirador Es Colomer weiter geradeaus leiten, zum Wachturm geht aber direkt gegenüber vom Parkplatz für Es Colomer eine Straße rechts ab.

Hinweis:

2018 war die Zufahrt zum Cap Formentor (von Playa Formentor bis zum Leuchtturm) wegen des großen Besucheransturms von Juli bis August zwischen 10 und 19 Uhr für private Autos und Motorräder gesperrt. Informiert euch am besten vorher, wie die Lage zu eurer Reisezeit ist.

Cap Formentor Aussicht

Die Umgebung

Vom Parkplatz aus müsst ihr noch einen kleinen Fußmarsch von wenigen Minuten zurücklegen, dann seid ihr am Wachturm angekommen. Ein unvergesslich phänomenales Mittelmeerpanorama erwartet euch. Steile, blassgraue Bergspitzen ragen hunderte Meter aus dem Meer hinauf und reihen sich hintereinander auf, eine rustikaler und eindrucksvoller als die andere. Das Meer ist tiefblau auf der einen, beinahe türkis auf der anderen Seite, in der Bucht von Pollenca. Der starke Wind treibt weißen Schaum auf sich brechenden Wellen in Richtung Strand. Zwischen Bergspitzen und Meer stehen, dicht gedrängt, Kiefern, Pinien und allerlei andere Pflanzen, die es sich erlauben können, an solchen Stellen zu gedeihen. Hinter dem Horizont reckt sich, kaum sichtbar, flaches Land in die Höhe. Es ist Mallorcas Nachbarinsel Menorca.

Micha auf dem Piratenturm

Wenn ihr jetzt noch ein bisschen mehr wollt, könnt ihr auf den alten Wachturm klettern. Außerhalb des Turms befinden sich Eisenstangen und im Inneren eine kleine Leiter. Der Ausblick ist phänomenal.

Cap Formentor Sonnenuntergang
Cap Formentor Klippen

Egal, ob nun auf dem Wachturm oder zu seinem Fuße, der Sonnenuntergang hier oben ist wunderschön. Denn die Sonne versinkt langsam und tieforange hinter den Spitzen des Steilgebirges. Dabei tunkt sie die Landschaft in ein magisches Licht-Schatten-Spiel. Gelb-orange-rot schimmernde Felsen, ein mattblaues, friedliches Meer und ein Horizont, der von altrosa über gelborange bis hellblau die gesamte Farbpallette abdeckt, kämpfen darum, nicht gänzlich im nächtlichen Schatten unterzugehen. Einfach nur schön.

Cap Formentor Panorama

Alcúdia

Die Anfahrt

Der Name Alcúdia kommt übrigens vom Arabischen „al-kudia“ und bedeutet Hügel. Vom Wachturm bis in die Altstadt von Alcúdia braucht ihr etwa 35 Minuten. Dort gibt es einen öffentlichen Parkplatz, der zumindest im Januar kostenlos ist. Dieser befindet sich an der Avenida Ca na Ferrera. Von dort aus sind es nur wenige Minuten Fußweg bis in die Altstadt.

Cap Formentor Abfahrt

Die Unterkunft

Leider ist es schon dunkel, als wir in unserem Hotel Fonda Llabrés Boutique Hotel* ankommen. Es ist abends durch ein Restaurant zugänglich, wenn die Rezeption nicht mehr besetzt ist. Die Zimmer sind sehr modern eingerichtet. Ein Himmelbett, eine große Regenwalddusche und schöner große Fliesen. Wir ziehen direkt los und befinden uns dank der guten Lage des Hotels mitten in der Altstadt.

Alcudia Burg

DIE UMGEBUNG

Schade, dass es schon dunkel ist. Alcúdia sieht mit blauem Himmel und Sonnenstrahlen sicherlich noch schöner aus. Aber auch im Dunkeln ist die Stadt einen Besuch wert. Noch schöner wäre natürlich eine laue Sommernacht gewesen. 

Die Altstadt befindet sich hinter der mittelalterlichen, sehr gut erhaltenen Stadtmauer, die ihr erklimmen könnt. Von oben blickt ihr auf die Dächer der Stadt hinab und könnt dann auf der Mauer an den alten Stadtgrenzen entlangspazieren. Nicht nur die Stadtmauer selbst, sondern auch zwei Stadttore sind gut erhalten: Porta de Sant Sebastià und Porta de Xara.

Im Innern der Mauern kann man wunderbar durch die engen Gassen schlendern, vorbei an den Häuschen, die im mediterranen Stil. An den Hauseingängen stehen Blumenkübel, die den Gassen einen bunten Tupfer verleihen. Alles wirkt sehr mittelalterilch, wie aus einer anderen Zeit. Im Januar riecht es auch hier nach Kamin.

An der Placa de Toros gibt es eine Stierkampfarena, die wir uns allerdings nicht näher ansehen – die Arena in Málaga sieht definitiv schon von Weitem imposanter aus.

Dienstags und donnerstags ist Markt in Alcúdia, da soll es sich besonders lohnen, der Kleinstadt einen Besuch abzustatten.

Port d’Alcúdia haben wir persönlich aufgrund Zeitmangels nicht besucht. Allerdings soll es dort sehr touristisch sein. An kilometerlangen Sandstränden soll sich Hotel sich an Hotel reihen.

Das Essen

Im Sommer öffnen sicher noch zahlreiche weitere Restaurants ihre Pforten für hungrige Touristen. Jetzt im Winter hat zwar mehr geöffnet als in Banyalbufar, so ganz freie Auswahl haben wir aber trotzdem nicht. Letztlich lassen wir uns in einem Restaurant namens Sa Mossegada nieder. Die Tapas sind sehr lecker und es gibt eine interessante Bierauswahl. Nach dem Essen bleiben wir also noch auf ein, zwei Bierchen sitzen.

Fazit

Tschüss Mallorca, schön war’s!

Am nächsten Morgen geht’s für uns um 6 Uhr zurück zum Flughafen. Die Fahrt dauert bei freier Straße in etwa 45 Minuten. Direkt vor dem Flughafen gibt es noch eine Tankstelle, an der ihr euren Mietwagen tanken könnt. Die Tankstelle (Gasolinera Repsol) findet ihr an der Straße Son Sant Joan. Von dort aus sind es dann nur noch ein paar Minuten bis zum Parkhaus für Mietwagen am Flughafen.

Wir kommen wieder

Sei es das verschlafene Bergdörfchen Banyalbufar, die durch Zitrusfrüchte zu Reichtum gekommene Kleinstadt Sóller oder Natur pur im unberührten, zerklüfteten Tramuntanagebirge am Cap Formentor. Mallorcas West-Küste hat fernab von Massentourismus und Ballermann einiges zu bieten. Wollt ihr das ursprüngliche mallorquinische Flair erleben, werdet ihr hier nicht enttäuscht. Seid ihr auf den Spuren von Schriftstellern und Künstlern unterwegs, seid ihr hier richtig. Und auch wenn ihr einfach nur durch diese vielfältige, teilweise unberührte mediterrane Landschaft spazieren, wandern oder Radfahren wollt, ist der Westen etwas für euch. An einem Tag ist auf Mallorca viel drin.

Modifizierte Route

Würden wir die Tour noch mal machen, würden wir wohl wieder in Banyalbufar starten, aber Valldemossa und Deià nur durchfahren. Stattdessen würden wir die Cala Deià besuchen und zusätzlich den Mirador Ses Puntes anschauen, um hintenraus mehr Zeit für Alcúdia und/oder Pollenca zu haben. Natürlich ist allein Cap Formentor eine Reise wert. Wenn ihr also zwei Tage habt: Wie wäre es mit diesem Roadtrip und einem weiteren Tag nur am Cap Formentor? Beim nächsten Mal Mallorca setzen wir unsere Fahrt auf jeden Fall hinter Alcúdia fort. Wir werden berichten.

Modifizierte Route: Banyalbufar – Cala Deià – Mirador Ses Puntes – Sóller – Port de Sóller – Pollenca/Port de Pollenca – Cap Formentor – Alcúdia

Cap Formentor Ausblick

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