Kategorie: Tagestrip

Mallorca Roadtrip: Route, Kosten, Tipps & Highlights

Cap Formentor

Ein Tag Mallorca lohnt nicht? Falsch! Wir haben an nur einem Tag einen Mallorca Roadtrip entlang der West-Küste gemacht und waren mehr als begeistert. Hier findest du unsere Route mit Parkplatzempfehlungen, was dich in welchem Dorf erwartet, unsere Kosten, Unterkünfte, Highlights und Bilder.

Spanien geht einfach immer. Mallorca auch. Zwar hatten wir zwei Nächte, aber nur einen vollen Tag Zeit. Nach ein paar Stunden Recherche stand der Plan: Wir machen einen Roadtrip entlang Mallorcas West-Küste. Feststeht: Mallorca hat so viel mehr zu bieten als nur den Ballermann!

Hinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts, wenn du über diesen Link buchst. Danke für deine Unterstützung!

Route

Unsere Route führt uns entlang Mallorcas malerischer West-Steilküste. Durch die Serra de Tramuntana, also das Tramuntanagebirge, und einige der schönsten Städte und Dörfer, die sich mittendrin befinden. Das Gebirge zieht sich über knapp 90 Kilometer und fällt dann steil nach Westen zur Küste hin ab. Zwischen zahlreichen zerklüfteten Gipfeln finden sich malerische wilde Schluchten. Das raue Gebirgsmassiv ist seit 2011 Weltkulturerbe. Wer in dieser Landschaft einmal unterwegs war, weiß warum und vergisst sie so schnell nicht wieder.

Mietwagen

Ihr könnt euren Mietwagen direkt am Flughafen abholen. Entweder ihr bucht vor Ort oder vor eurer Anreise online. Es gibt unzählige Anbieter. Die Preise starten teils bei 15 Euro, Ende offen. Wir haben vorher online über die ADAC-Seite bei Hertz gebucht, weil ADAC-Mitglieder Rabatt bekommen und es hat alles einwandfrei geklappt. Wie viel wir gezahlt haben, lest ihr weiter unten. Die Mietwagenschalter (auch von Sixt, Goldcar und allen anderen Anbietern) befinden sich im Ankunftsbereich des Flughafens, hinter den Gepäckbändern oder außen im Ankunftsbereich.

BanyalbufarValldemossaDeiàCala de DeiàSóllerPort de SóllerCap Formentor (Wachturm Talaia d’Albercutx)Alcúdia 

Kosten

Flug (DUS-PMI) hin und zurück: 10 Euro pro Person, nur Handgepäck
Mietwagen: 47 Euro
1 Übernachtung in Banyalbufar im Hotel Can Busquets*: 98 Euro (DZ mit Frühstück)
1 Übernachtung in Alcúdia im Fonda Llabrés Boutique Hotel*: 82 Euro (DZ mit Frühstück)
Benzin: 27 Euro
Gesamtkosten für zwei Personen: 274 Euro
Gesamtkosten pro Person: 137 Euro
Weitere Kosten: Essen und Getränke

Banyalbufar

Banyalbufar

Wir beginnen unseren kurzen Roadtrip in Banyalbufar. Das Dorf gibt es seit dem 10. Jahrhundert. Damals wurde es von den Mauren besiedelt, daher ist der Name Banyalbufar ein Mix aus Katalanisch und Arabisch und bedeutet übersetzt „vom Meer geschaffen“.

Anfahrt

Von Palma nach Banyalbufar sind es ungefähr 40 Minuten mit dem Auto. Je nachdem, welchen Weg du wählst, verwandelt sich die gerade Straße ab Esporles in Serpentinen. Leider ist es schon dunkel, als wir losfahren, daher können wir die Berglandschaft, durch die wir uns schlängeln, nur erahnen.

Banyalbufar Hotel

Die Unterkunft

Wir wohnen im Can Busquets*. Jetzt in der Nebensaison sind genügend Parkplätze an der Straße frei. Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock und hat altmallorquinischen Charme. Ich (Lisa) mag es hier, auch wenn Micha wegen der Dachschräge nicht überall gerade stehen kann. Wir haben einen wundervollen Ausblick aus unserem Zimmer direkt auf das Meer. Das Frühstück am nächsten Morgen ist teilweise selbstgemacht, die Atmosphäre sehr familiär. Wir würden wiederkommen.

Die Umgebung

Banyalbufar im Winter und am Abend ist wie ausgestorben. Dafür ist das Essen der Wahnsinn.

Gute Restaurants in Banyalbufar
Ca’n Paco: Eine Empfehlung von Michas Eltern, die früher häufig hier waren. Hervorragende Tapas!

Es Trast: Eine große Weinauswahl und auch hier super leckere Tapas. Wir haben lange keine so guten Gambas gegessen.

Banyalbufar Meer

Am nächsten Tag entblößt sich mit dem Sonnenaufgang die pure Schönheit des verschlafenen Bergdorfes. Die Bauweise der Häuschen ist mediterran, in Richtung Meer blickst du auf malerische Terrassen voller Orangen- und Zitronenbäume sowie Weinreben. Es duftet nach Kiefern und Pinien.

Banyalbufar ist umgeben von der Serra de Tramuntana und hat um die 500 Einwohner. Genau das macht es authentisch mallorquinisch. Hier gibt es noch typische Dorfhäuschen und rustikale Villen. Ich muss sagen, ich habe mich ein bisschen in Banyalbufar verliebt.

Was kannst du noch in Banyalbufar machen?

  • An den Strand gehen: Zum Beispiel an der Cala Banyalbufar oder nach Son Bunyola.
  • Wandern: Es gibt hervorragende Wanderrouten, beispielsweise zum nahegelegenen Fischerhafen Es Port de Canoge.
  • Radfahren: Wir haben viele Radfahrer gesehen, die eine Tour durch die Serra Tramuntana unternommen haben. Die Wege sind sicher eher etwas für geübte Radfahrer, aber die Aussicht vom Fahrrad aus muss einfach nur toll sein.
  • Sonnenuntergang anschauen: Vom Torre del Verger aus soll er besonders schön sein. Der Turm wurde früher als Wachturm gebaut, um auf Piratenangriffe vorbereitet zu sein.

Valldemossa

Anfahrt und Parken

Von Banyalbufar bis nach Valldemossa fährst du ungefähr 25 Minuten. Die Fahrt geht durch Pinien- und Kiefernwälder enge Kurven hinauf, zwischen schroffen Gebirgsfelsen hindurch. Der Ausblick über die Berge der Tramuntana, die maritimen Wälder und das tiefblaue Meer bis zum Horizont, wo sich die Sonne gleißend spiegelt, ist fantastisch.

In Valldemossa kannst du zum Beispiel auf dem kostenpflichtigen Parkplatz direkt hinter dem Touristenbüro parken. Er befindet sich an der Ma-1110, direkt hinter der Ecke Carrer de la Venerable Sor Aina.

Kosten: mindestens 1,30 Euro für 60 Minuten (Stand: Januar 2019). Im Winter ist der Parkplatz schön leer. Direkt am Besucherzentrum gibt es auch öffentliche Toiletten, für die man nichts zahlen muss.

Valldemossa

Die Umgebung

Als erstes trifft uns ein Duftcocktail aus Kamin (weil viele im Winter so heizen), Kiefern, Pinien und Blumen. Irgendwie erinnert mich dieser Duft in Kombination mit den kleinen Häuschen und den kopfsteingepflasterten Wegen an einen Mittelalterweihnachtsmarkt. Das Dorf ist sehr heimelig. In einem der zahlreichen Cafés lässt es sich sicher gut frühstücken und Kaffee trinken.

Im örtlichen Kloster (Cartoixa de Valldemossa) können typisch mallorquinische Alltagsgegenstände und Hinterlassenschaften des polnischen Komponisten Frédéric Chopin, der den Winter 1838/39  zusammen mit der französischen Autorin George Sand („Ein Winter auf Mallorca“) in Valldemossa verbrachte, besichtigt werden.

Dennoch scheint uns das Image von Valldemossa etwas überbewertet zu sein. Nice to see, sehr knuffiges Dorf, schöne Gassen und Cafés, aber mehr nicht, finden wir.

Tipp für eine schöne Aussicht
Mirador Ses Puntes: Der Aussichtspunkt liegt zwischen Valldemossa und Deià. Du blickst über Berge, die Küste und das Meer. Wir haben leider zu spät bemerkt, dass wir schon daran vorbeigefahren waren.

Deià

Anfahrt und Parken

Von Valldemossa sind es etwa 15 Minuten bis nach Deià. Es gibt einen kleinen öffentlichen Parkplatz an der Carretera de Deià. Allerdings ist er kostenpflichtig: mindestens 50 Cent für 30 Minuten (Stand: Januar 2019).

Deia

Die Umgebung

Deià ist ein kleines Künstlerdorf, ebenfalls mitten im Tramuntanagebirge gelegen. Auf knapp 400 Metern über dem Meeresspiegel türmen sich alte Steinhäuschen an den Berghängen. Zwischen Zitronen- und Olivenbäumen findest du einige interessante Cafés und Kunstläden. Der Ort an sich besteht aus drei Teilen: Der obere Teil liegt auf dem Hügel, der Mittlere verläuft parallel zur Straße Ma-10 und der Untere, Es Clot, ist das Zentrum Deiàs. Hier gibt es viele kleine individuelle Lädchen zu entdecken.

Wenn du magst, kansnt du zur Iglesia de San Juan Bautista spazieren. Von dort aus hast du einen schönen Ausblick.

Cala Deia

Anfahrt und Parken

Zur Cala Deia gelangst du, indem du die Ma-10 weiter in Richtung Sóller fährst. Eine kleine Abzweigung auf der linken Seite führt steil und serpentinenartig in Richtung Cala Deià. Achtung, die Abzweigung ist sehr leicht zu übersehen! Diese Straße fährst du einfach immer weiter, bis du Parkplätze siehst. Die blau umrandeten kannst du nehmen. Schon wenn du aus dem Auto steigst, hörst du das Meeresrauschen. Es duftet nach Kiefern, Pinien – nach Urlaub in der mediterranen Natur.

Cala Deia

Die Umgebung

Nun folgst du einfach dem Weg und schon stehst du inmitten der Bucht. Es gibt einen Steinstrand und zwei Restaurants. Die haben allerdings im Winter geschlossen. Wir können uns aber gut vorstellen, wie schön es sein muss, im Sommer mit Snack und Getränk direkt über dem Meer zu sitzen. Im Winter dagegen brechen hier hohe Wellen an den Klippen.

Cala Deia Panorama

Wenn du keine Lust auf Rumsitzen hast, kannst du einen Teil des Fernwanderwegs GR221 laufen. Er beginnt etwa 60 Meter vor der Bucht auf der rechten Seite und führt bis nach Sóller. Von dort aus ist es möglich, zurück zur Cala Deia zu fahren – oder du kehrst um und läufst zurück zu deinem Auto.

Cala Deia ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Soller

Anfahrt und Parken

Weiter geht es über die Ma-10 entlang der Küste und später über die Ma-11 nach Soller. Das dauert in etwa 30 Minuten. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz an der Carrer de sa Romaguera. Das kostet mindestens 50 Cent für 30 Minuten. Aber wir haben Glück und kommen zu einer Zeit, die kostenlos ist.

Die Umgebung

Soller ist nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Zitronen- und Orangenbäume so hübsch. Im 18. Jahrhundert ist die Stadt durch deren Anbau reich geworden. Es gibt viele Restaurants, Cafés und Tapasbars, vor allem an der Placa de Constitucio. Von hier aus gehen einige Einkaufsstraßen ab. Und hier befindet sich die Església de Sant Bartomeu, an der sich Einheimische und Touristen treffen.

Auch die historische Holzeisenbahn (Ferrocarril de Sóller) fährt mitten durch das kleine Stadtzentrum. Mit ihr kannst du im Sommer von Palma bis nach Port de Sóller fahren und zurück. Sie ist seit 1913 in Betrieb. Das lohnt sich übrigens auch sehr.

Soller Kathedrale

Das Essen

Leckeres und sehr knoblauchhaltiges Aioli mit Brot und andere Tapas essen wir in der Bar Nadal gegenüber der Kirche von Sant Bartomeu.

Kommst du im Sommer, musst du auf jeden Fall Eis essen. Entweder direkt an der Placa de Constitucio oder du schlenderst durch die kleinen Gassen und besorgst dir ein selbstgemachtes Eis am Stiel – in Soller gibt es die verschiedensten Geschmäcker. Die meisten sind lecker 😉

Port de Soller

Anfahrt und Parken

In etwa 10 Minuten gelangst du mit dem Auto von Soller zum Port de Soller. Das Parken ist unter Umständen etwas schwierig, es gibt aber ein Parkhaus (Parking Públic Lepanto) an der Carrer de Lepanto. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz (Parking Port de Sóller) an der Carrer Poeta Mossèn Costa i Llobera. Dort existiert ein Parkautomat, der im Januar aber abgeschlossen war.

Port de Soller Panorama

Die Umgebung

In wenigen Minuten bist du von dem letztgenannten Parkplatz am Hafen. Hier gibt es einen kleinen Sandstrand und viele, viele, viele Boote. Von kleinen Holzbooten bis zur noblen Luxusyacht ist alles dabei. Sie alle dümpeln dicht an dicht im Wasser, das türkis in der Sonne schimmert. Wir laufen einen langen Steg entlang, der im Wasser schwimmt. Drehst du dich am Ende des Stegs um, hast du einen tollen Rundumblick auf die Bucht. Hier lässt es sich eine Weile aushalten. Im Sommer kann man mit einem Getränk schön die Beine im Wasser baumeln lassen.

Wir schlendern die Promenade entlang und genießen die Sonne. Zahlreiche kleine Restaurants werben mit Tapas, allen voran mit Gamabs de Sóller. Da kannst du nicht viel falsch machen. Wir haben leider keine Zeit mehr, da wir noch vor dem Sonnenuntergang weiter wollen.

Gambas de Soller

Cap Formentor

Die Anreise

Es gibt unzählige Aussichtspunkte am Cap Formentor. Die wohl bekanntesten sind der Mirador Es Colomer und der Leuchtturm Cap Formentor. Wir fahren zum Wachturm Talaia d’Albercutx, der vor 300 Jahren quasi als Piratenfrüherkennungssystem genutzt wurde.

Von Port de Soller gibt es zwei Wege dorthin. Der Eine leitet dich weiter durch das Tramuntanagebirge über das Dorf Lluc und dauert knapp 1,5 Stunden. Der Andere führt dich zunächst über die Schnellstraße Ma-11 in Richtung Palma und dann über die Autobahn Ma-13 in Richtung Pollenca. Für letzteren brauchst du etwa eine Stunde. Beide münden letztlich in die Ma-2210 hinauf auf karge, zerklüftete Felsen. Am Mirador Es Colomer und am Wachturm Talaia d’Albercutx selbst gibt es kostenlose Parkplätze. Davon allerdings nicht gerade viele.

Achtung! Das Navi will dich eventuell die Straße am Mirador Es Colomer weiter geradeaus leiten, zum Wachturm geht aber direkt gegenüber vom Parkplatz für Es Colomer eine Straße rechts ab.

Hinweis
2018 war die Zufahrt zum Cap Formentor (von Playa Formentor bis zum Leuchtturm) wegen des großen Besucheransturms von Juli bis August zwischen 10 und 19 Uhr für private Autos und Motorräder gesperrt. Informier dich am besten vorher, wie die Lage zu deiner Reisezeit ist.

Cap Formentor Bucht

Die Umgebung

Vom Parkplatz aus musst du noch einen kleinen Fußmarsch von wenigen Minuten zurücklegen, dann bist du am Wachturm angekommen. Ein unvergesslich phänomenales Mittelmeerpanorama erwartet dich. Steile, blassgraue Bergspitzen ragen hunderte Meter aus dem Meer hinauf und reihen sich hintereinander auf, eine rustikaler und eindrucksvoller als die andere. Das Meer ist tiefblau auf der einen, beinahe türkis auf der anderen Seite, in der Bucht von Pollenca. Der starke Wind treibt weißen Schaum auf sich brechenden Wellen in Richtung Strand. Zwischen Bergspitzen und Meer stehen, dicht gedrängt, Kiefern, Pinien und allerlei andere Pflanzen, die es sich erlauben können, an solchen Stellen zu gedeihen. Hinter dem Horizont reckt sich, kaum sichtbar, flaches Land in die Höhe. Es ist Mallorcas Nachbarinsel Menorca.

Talaia d'Albercutx Wachturm

Wenn du jetzt noch ein bisschen mehr willst, kannst du auf den alten Wachturm klettern. Außerhalb des Turms befinden sich Eisenstangen und im Inneren eine kleine Leiter. Der Ausblick ist phänomenal.

Cap Formentor Sonnenuntergang

Cap Formentor

Egal, ob nun auf dem Wachturm oder zu seinem Fuße, der Sonnenuntergang hier oben ist wunderschön. Denn die Sonne versinkt langsam und tieforange hinter den Spitzen des Steilgebirges. Dabei tunkt sie die Landschaft in ein magisches Licht-Schatten-Spiel. Gelb-orange-rot schimmernde Felsen, ein mattblaues, friedliches Meer und ein Horizont, der von altrosa über gelborange bis hellblau die gesamte Farbpallette abdeckt, kämpfen darum, nicht gänzlich im nächtlichen Schatten unterzugehen. Einfach nur schön.

Cap Formentor Panorama

Alcudia

Der Name Alcúdia kommt übrigens vom Arabischen „al-kudia“ und bedeutet Hügel.

Die Anfahrt

Vom Wachturm bis in die Altstadt von Aludia brauchst du etwa 35 Minuten. Dort gibt es einen öffentlichen Parkplatz, der zumindest im Januar kostenlos ist. Dieser befindet sich an der Avenida Ca na Ferrera. Von dort aus sind es nur wenige Minuten Fußweg bis in die Altstadt.

Weg nach Alcudia

Die Unterkunft

Leider ist es schon dunkel, als wir in unserem Hotel Fonda Llabrés Boutique Hotel* ankommen. Es ist abends durch ein Restaurant zugänglich, wenn die Rezeption nicht mehr besetzt ist. Die Zimmer sind sehr modern eingerichtet. Ein Himmelbett, eine große Regenwalddusche und schöne große Fliesen.

Wir ziehen direkt weiter und befinden uns dank der guten Lage des Hotels mitten in der Altstadt.

Alcudia Burg

Die Umgebung

Schade, dass es schon dunkel ist. Alcudia sieht mit blauem Himmel und Sonnenstrahlen sicherlich noch schöner aus. Aber auch im Dunkeln ist die Stadt einen Besuch wert. Noch schöner wäre natürlich eine laue Sommernacht gewesen. Doch wir können ja nicht alles haben.

Die Altstadt befindet sich hinter der mittelalterlichen, sehr gut erhaltenen Stadtmauer, die du erklimmen kannst. Von oben blickst du auf die Dächer der Stadt hinab und kannst dann auf der Mauer an den alten Stadtgrenzen entlangspazieren. Nicht nur die Stadtmauer selbst, sondern auch zwei Stadttore sind gut erhalten: Porta de Sant Sebastià und Porta de Xara.

Im Innern der Mauern kannst du wunderbar durch die engen Gassen schlendern, vorbei an den Häuschen, die im mediterranen Stil gebaut sind. An den Hauseingängen stehen Blumenkübel, die den Gassen einen bunten Tupfer verleihen. Alles wirkt sehr mittelalterlich, wie aus einer anderen Zeit. Im Januar riecht es auch hier nach Kamin.

An der Placa de Toros gibt es eine Stierkampfarena, die wir uns allerdings nicht näher ansehen – die Arena in Malaga sieht definitiv schon von Weitem imposanter aus.

Dienstags und donnerstags ist Markt in Alcudia, da soll es sich besonders lohnen, der Kleinstadt einen Besuch abzustatten.

Port d’Alcúdia haben wir persönlich aufgrund Zeitmangels nicht besucht. Allerdings soll es dort sehr touristisch sein. An kilometerlangen Sandstränden soll sich Hotel an Hotel reihen.

Das Essen
Im Sommer öffnen sicher noch zahlreiche weitere Restaurants ihre Pforten für hungrige Touristen. Jetzt im Winter hat zwar mehr geöffnet als in Banyalbufar, so ganz freie Auswahl haben wir aber trotzdem nicht. Letztlich lassen wir uns in einem Restaurant namens Sa Mossegada nieder. Die Tapas sind sehr lecker und es gibt eine interessante Bierauswahl. Nach dem Essen bleiben wir also noch auf ein, zwei Bierchen sitzen.

Fazit

Tschüss Mallorca, schön war’s!

Am nächsten Morgen geht’s für uns um 6 Uhr zurück zum Flughafen. Die Fahrt dauert bei freier Straße in etwa 45 Minuten. Direkt vor dem Flughafen gibt es noch eine Tankstelle, an der du deinen Mietwagen tanken kannst. Die Tankstelle (Gasolinera Repsol) findest du in der Straße Son Sant Joan. Von dort aus sind es dann nur noch ein paar Minuten bis zum Parkhaus für Mietwagen am Flughafen.

Wir kommen wieder

Sei es das verschlafene Bergdörfchen Banyalbufar, die durch Zitrusfrüchte zu Reichtum gekommene Kleinstadt Sóller oder Natur pur im unberührten, zerklüfteten Tramuntanagebirge am Cap Formentor. Mallorcas West-Küste hat fernab von Massentourismus und Ballermann einiges zu bieten. Willst du das ursprüngliche mallorquinische Flair erleben, wirst du hier nicht enttäuscht. Bist du auf den Spuren von Schriftstellern und Künstlern unterwegs, bist du hier richtig. Und auch wenn du einfach nur durch diese vielfältige, teilweise unberührte mediterrane Landschaft spazieren, wandern oder Radfahren willst, ist der Westen etwas für dich. An einem Tag ist auf Mallorca viel drin.

Modifizierte Route

Würden wir die Tour noch mal machen, würden wir wohl wieder in Banyalbufar starten, aber Valldemossa und Deià nur durchfahren. Stattdessen würden wir die Cala Deià besuchen und zusätzlich den Mirador Ses Puntes anschauen, um hintenraus mehr Zeit für Alcúdia und/oder Pollenca zu haben. Natürlich ist allein Cap Formentor eine Reise wert. Wenn du also zwei Tage hast: Wie wäre es mit diesem Roadtrip und einem weiteren Tag nur am Cap Formentor? Beim nächsten Mal Mallorca setzen wir unsere Fahrt auf jeden Fall hinter Alcúdia fort. Wir werden berichten.

Modifizierte Route: Banyalbufar – Cala Deià – Mirador Ses Puntes – Sóller – Port de Sóller – Pollenca/Port de Pollenca – Cap Formentor – Alcúdia

Noch Fragen? Oder haben wir etwas vergessen? Welche Dörfer und Städte auf Mallorca kannst du empfehlen? Hinterlass doch einen Kommentar mit deinen Mallorca Tipps. 🙂

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Sicht über Malaga

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Malaga – diese Stadt hat mich (Lisa) einfach. Ich habe schon so einige Sommer hier verbracht und meine ersten Spanischkurse hier belegt. Allerdings war ich noch nie im Winter zu Besuch. Das sollte sich ändern: Ende November 2018 gab es günstige Flüge. Daher mussten wir zuschlagen und nach Malaga fliegen. Leider lagen die Flugzeiten ungünstig. Deshalb hatten wir nur einen Tag dort.

Ein Tag in Malaga? Lohnt sich das überhaupt? Wir finden: Ja!

Hinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich aber nichts. Danke für deine Unterstützung!

Anreise

Du landest am Flughafen Malaga (AGP). Von dort aus könnt ihr entweder mit dem Taxi oder mit dem Bus ins Zentrum fahren.

Bus

Im Ankunftsbereich folgst du den Schildern mit dem Bus drauf. Sie leiten dich bei Terminal 3 nach draußen, wo sich eine Bushaltestelle befindet. Der Bus A bringt dich alle 20 bis 25 Minuten direkt nach Málaga. Er hält beispielsweise an der Calle Larios, am Bus- und Zugbahnhof Málaga María Zambrano, am Paseo del Parque und an der Plaza de Toros. Du fährst 20 bis 30 Minuten, je nach dem wohin, und zahlst 3 Euro pro Person (Stand: Februar 2019). Die Fahrkarte kaufst du direkt beim Busfahrer.

Taxi

Im Ankunftbereich folgst du einfach den Schildern mit dem Taxi drauf. Du solltest dann an Terminal 3 nach draußen gelangen. Dort stehen Taxis bereit. Die Fahrt ins Zentrum dauert ungefähr 20 Minuten. Stell sicher, dass der Fahrer das Taxameter anschaltet oder verhandele gleich einen Festpreis. Vor einigen Jahren habe ich für diese Fahrt 20 Euro bezahlt.

Malagueta Strand

Wo du am besten übernachtest

Malaga hat mehr als 550.000 Einwohner, ist fast 400 km² groß und in 11 größere Stadtteile sowie viele kleinere Barrios, also Viertel, eingeteilt. Wo sollst du da am besten übernachten? Hier findest du eine kleine Auswahl an Möglichkeiten.

Grundsätzlich bist du im Stadtteil Centro natürlich nicht verkehrt. Hier befindet sich, wie der Name erahnen lässt, das Zentrum der Stadt. Im Centro könnt ihr zwischen zahlreichen Vierteln wählen.

Altstadt
In der Altstadt seid ihr gut aufgehoben, wenn ihr zum Sightseeing kommt. Unterkünfte in diesem Viertel liegen zentral zu allen Sehenswürdigkeiten, es ist nicht weit zum Hafen und nicht viel weiter zum Strand. Die Altstadt umfasst die Viertel La Goleta und La Merced und außerdem alles rund um den Paseo del Parque (die Hauptstraße, auf der auch die Busse fahren). Wo wir übernachtet haben, lest ihr weiter unten.
La Malagueta
Willst du nur an den Strand, suchst du dir am besten etwas in der Nähe des Strandes La Malagueta.
Soho
Für Kunstliebhaber ist das Viertel Soho eine Option. Straßenkunst und einige Museen kannst du von hier aus einfach erreichen.

Von den anderen Vierteln sind die Fußwege zu den Sehenswürdigkeiten länger, daher sind sie eher nicht zu empfehlen.

Warst du schon mal in Malaga und willst mehr vom ursprünglichen Flair der Stadt erleben, ist vielleicht das Viertel El Palo im Stadtteil Este östlich des Centro etwas für dich: familiär, ursprünglich und es gibt schöne Strände.

Malaga Gibralfaro

Unterkünfte

Wir kommen Freitagabend in unserer Unterkunft Centro Histórico con Balcón* an. Es ist ein ganzes Apartment in einem Mehrfamilienhaus mit zwei Schlafzimmern, Küche und Wohnzimmer. Sehr zu empfehlen und für die Lage ist der Preis in Ordnung.

Günstiger seid ihr mit Hostels wie dem The Light’s Hostel* oder dem Málaga Top Hostel* unterwegs. Letzteres liegt etwas weiter weg vom Zentrum.

Wer keine Kosten scheut, dem sei das Hotel Parador de Málaga Gibralfaro* empfohlen. Hier kostet die Nacht je nach Datum läppische 234 Euro. Die Aussicht ist der Wahnsinn, aber der Weg in die Stadt weit, denn hier haust du auf einem Hügel.

Was du sehen musst

Kathedrale von Malaga

Wir beginnen mit der Kathedrale von Malaga (Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación), die sich in der Calle Molina Lario 9 befindet. Überall um sie herum läufst du durch enge Gässchen, voll mit Cafés, Bars, Restaurants, Taperías und Shoppingläden.

Die Kathedrale wurde zwischen 1528 und 1782 erbaut. Trotz der langen Bauzeit ist ihr Südturm nie fertiggestellt worden, daher ihr Spitzname La Manquita (die Einarmige). Du kannst die Kathedrale auch von innen besichtigen. Einige Gärten rund um die Kathedrale kannst du aber auch ohne Eintritt anschauen.

Preise und Öffnungszeiten
Montag – Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertags: geschlossen

Erwachsene: 5 Euro
Ermäßigte: 2 Euro
Kinder: 60 Cent

Während der Gottesdienste: kostenlos, aber nicht alle Bereiche zugänglich und fotografieren verboten

Stand: Februar 2019

Malaga Kathedrale

Wenn du Lust auf eine schöne Aussicht über die Stadt hast, kannst du auch das Dach der Kathedrale erklimmen. Dafür musst du allerdings auch 200 Stufen hochlaufen. Wo du eine noch bessere Aussicht über Malaga bekommst als vom Dach der Kathedrale aus, erfährst du weiter unten.

Preise und Öffnungszeiten
Täglich alle 30 Minuten

10:30 Uhr bis 14:30 Uhr

Tickets: 6 Euro

Du bekommst die Tickets am Eingangsschalter des Bischofspalastes (gegenüber der Kathedrale) oder unter bovedas.catedral@diocesismalaga.es

Zeiten für Sonderführungen am Abend müssen vor Ort erfragt werden.

Stand: Februar 2019

Malaga Kathedrale

Das Zentrum

Danach erkunden wir ein wenig das Zentrum Malagas. Beim Schlendern durch die ganzen kleinen Gassen, entdeckst du schnell, was Malaga zu bieten hat: typisch mediterranes Flair gepaart mit moderner Großstadt. Bekannte Shoppingläden neben urigen Unikaten.

Nord-Östlich der Kathedrale kommst du zur Plaza de la Merced. Der Platz ist Pablo Picasso gewidmet, dessen Geburtshaus du an der Nord-West-Seite des Platzes findest.

Läufst du an der Kathedrale in Richtung Westen, gelangst du zur Plaza de la Constitución. Hier gibt es moderne und bekannte Shoppingläden. Außerdem entspringt hier die Calle Larios, die Haupteinkaufsstraße Malagas.

Im Winter ist die Calle Larios weihnachtlich geschmückt, im Sommer ein kühler Rückzug aus der gleißenden Sonne.

Calle Larios Winter
Calle Larios Sommer

Die Alcazaba und das Teatro Romano

Wir gehen  von der Kathedrale aus allerdings in Richtung Osten und gelangen so zur Alcazaba an der Calle Alcazabilla.

Malaga Alcazaba

Die Alcazaba war früher eine Residenz der arabischen Herrscher. Heute ist sie ein Wahrzeichen Malagas und als Museum begehbar. Solltest du einen Besuch einplanen, dann nimm dir festes Schuhwerk mit. Über einen Durchgang ist die Alcazaba mit dem Castillo de Gibralfaro verbunden.

Vor der Alcazaba kannst du dir kostenlos das Teatro Romano  anschauen.

Preise und Öffnungszeiten der Alcazaba

Sommer (1. April bis 31. Oktober):
Montag: 9.00 Uhr-20.00 Uhr
Dienstag-Sonntag: 9.00-20.15 Uhr

Winter (1. November bis 31. März):
Montag: 9.00-18.00 Uhr
Dienstag-Sonntag: 8.30 Uhr-19.30 Uhr

Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag sowie Silvester und Neujahr geschlossen

Kombiticket Alcazaba und Gibralfaro: 5,50 EUR
Normaler Eintritt: 3,50 EUR
Ermäßigter Eintritt: 0,60 EUR (ab 65 Jahre, Rentner, Studenten und Einheimische)
Kostenloser Eintritt: Sonntags ab 14.00 Uhr

Stand: Februar 2019

Der Besuch lohnt sich, allerdings nur, wenn du länger als einen Tag dort bist oder unbedingt das Gebäude anschauen willst. Für den besten Ausblick Malagas läufst du besser noch ein Stückchen weiter. 😉

Parador de Gibralfaro

Unser nächste Ziel ist der Parador de Gibralfaro. Ein Aussichtspunkt, von dem aus du über die gesamte Stadt blicken kannst.

Dazu biegst du hinter der Alcazaba an der Ecke Travesia Pintor Nogales/Calle Guillen Sotelo links auf den Paseo Don Juan Temboury ab. Dann läufst du vorbei an der Mauer der Alcazaba.

Malaga Alcazaba Mauern

An der nächsten Gabelung gehst du gerade auf eine Treppe zu. Die ist ausgeschildert mit „Castillo de Gibralfaro“ und die musst du hoch.

Castillo de Gibralfaro Weg

Dann folgst du einem Zickzackweg bergauf und kommst direkt zum Mirador de Gibralfaro. Von hier aus ist der Ausblick schon ziemlich schön. Aber da geht noch mehr.

Du läufst den Weg einfach weiter, vorbei am Mirador Monte Gibralfaro. Irgendwann kommst du an den Parkplatz vom Castillo de Gibralfaro, das du auch besichtigen kannst. Von hier aus läufst du den Camino de Gibralfaro weiter hinab, bis du an einem weiteren Mirador de Gibralfaro ankommst. Hier ist die Aussicht schon besser.

Unser Lieblingsaussichtspunkt ist allerdings der Parador de Gibralfaro. Kurz vor dem zweiten Mirador kannst du rechts abbiegen, dafür musst du durch ein Tor gehen. Am Ende dieser Straße erwartet dich ein atemberaubender Ausblick auf die Stierkampfarena, die Altstadt, den Hafen, das Meer.

Stierkampfarena Malaga

Parador de Gibralfaro Malaga

Malaga Aussicht

Die Plaza de Toros

Der Rückweg führt uns zur Plaza de Toros. Wir sind total gegen Stierkämpfe. Ich (Lisa) habe mal mit Kommilitonen einen hier in Malaga gesehen, konnte ihn mir aber nicht zu Ende anschauen – wir sind damals kurz nach Beginn mit Tränen in den Augen gegangen. Trotzdem sieht die Arena von außen sehr schön aus. Sie befindet sich am Paseo Reding.

Das Centre Pompidou: El Cubo

Von der Plaza de Toros aus geht es weiter zum Centre Pompidou am Pasaje Doctor Carrillo Casaux. Dort siehst du einen großen bunten Würfel, El Cubo genannt. Das Kulturzentrum beheimatet auf 6.300 Quadratmetern 90 Kunstwerke aus dem Bestand des Pariser Centre Pompidou. Wir schauen uns den Cubo jedoch nur von außen an.

El Cubo Malaga

Der Hafen

Läufst du den Paseo del Muelle Uno weiter in Richtung Westen, gelangst du direkt an den Teil des Hafens, an dem die Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Malaga Hafen

Gehst du jedoch weiter in Richtung Süden, landest du mitten auf der Hafenpromenade. Die lädt zum Schlendern und Entdecken ein. Vielleicht auch auf einen Kaffee oder ein Eis. Im Winter gibt’s hier sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Malaga Weihnachtsmarkt

Der Stadtstrand: La Malagueta

Am Leuchtturm Farola de Málaga biegst du links ab auf den Paseo de Matias Prats. So landest du am Anfang des Malagueta-Strandes. Diesen Weg kannst du bis zum anderen Ende des Strandes entlanglaufen.

Malagueta Strand

Die zahlreichen kleinen grünen Oasen mit Wiese und Palmen mitten im Sand bieten etwas Schatten. Oder du setzt dich wie wir in eine der zahlreichen Chiringuitos, das sind die kleinen Strandbars. Neben gegrillten Sardinen, der Spezialität hier, gibt es auch viele andere Meeresfrüchte und typische Spanische Tapas zu essen.

Malaga Chiringuito

Malaga Meeresfrüchte

Wir laufen den Strand entlang bis zum bekannten Schriftzug „Malagueta“. Natürlich ist der immer voll mit Menschen, die ein besonders originelles Foto machen wollen. 😉

Malagueta Schriftzug

Dann gehen wir zurück in Richtung Straße und laufen am Burger King links und dann gleich wieder links die Calle Vélez Málaga entlang. Du kommst wieder am Centre Pompidou raus und kannst jetzt die Calle del Muelle Uno in die andere Richtung unter dem gewellten Sonnenschutz entlang des bereits erwähnten anderen Hafenteils laufen.

Oder du nimmst den Paseo España und läufst durch das schöne Stadtwäldchen Málagas am Paseo del Parque zurück in die Stadt.

Das Essen

Nach unserer Tagestour sind wir ganz schön hungrig. Malaga hat viele richtig gute Bars und Restaurants zu bieten.Typisch spanisch wird viel frittiert.

Wir haben in der Freiduría Pepa y Pepe gegessen. Freiduría heißt wörtlich Frittiererei. Dort sitzt du draußen gut, im Winter mit Wärmelampen. Die Tische sind umfunktionierte Fässer. Wie der Name schon sagt, wird dort (fast) alles frittiert. Achtung, es gibt den Laden zwei mal. Die Bewertungen im Internet sind nur mittelmäßig, aber die Tapas sind sehr lecker. Außerdem kannst du nach dem Essen definitiv auf ein paar Bier sitzen bleiben.

Wer lieber „normale“ Tapas essen möchte, für den ist vielleicht El Piyayo etwas. Wir haben hier am ersten Abend Gambas und Pimientos de Padron gegessen und waren auch hier trotz mittelmäßiger Onlinebewertungen sehr zufrieden.

Sehr bekannt in Malaga ist auch das Restaurant El Pimpi. Es befindet sich gegenüber der Alcazaba und ist sehr gut besucht, deshalb musst du entweder reservieren, eine Weile anstehen oder du hast Glück.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Wenn du mehr als nur einen Tag Zeit hast oder dir eine unserer Stationen nicht zusagt, findest du hier noch weitere Sehenswürdigkeiten, die Malaga zu bieten hat. Klick einfach auf das entsprechende Feld für mehr Informationen.

Atarazanas Markt
Er ist der größte und älteste Markt Malagas. Er liegt in der Calle Atarazanas und wurde nach dem Beispiel der berühmten Pariser Markthalle „Les Halles“ erbaut.
Botanischer Garten
Den Botanischen Garten findet ihr in der Carretera de las Pedrizas. Er soll sich zu jeder Jahreszeit lohnen, wir waren allerdings noch nie dort.
Noria Mirador Princess
Am Mirador Princess findet ihr das Riesenrad von Malaga, direkt am Hafen. Es ist 70 Meter hoch und aus den klimatisierten Kabinen habt ihr einen Panoramablick über den Hafen und die Stadt. Ihr dreht euch dreimal komplett in 15 Minuten. Erwachsene zahlen 10 Euro, Jugendliche 8 Euro, Ermäßigte 7 Euro (Stand: Februar 2019). Kinder bis 80 Zentimeter Körpergröße dürfen gratis mitfahren.
Rathaus von Malaga
Das Rathaus von Malaga befindet sich am Paseo del Parque. Diese Straße fahren auch all die Busse entlang. Erbaut wurde es im 20. Jahrhundert.
Teatro Cervantes
Das Teatro Cervantes findet ihr in der Nähe der Plaza de la Merced. Hier finden verschiedene Filmfestivals statt. Mittwochs könnt ihr das Theater von 11:00 bis 14:00 besichtigen (Stand: Februar 2019).
Zentrum für zeitgenössische Kunst
Früher war es eine Markthalle für Großhändler, heute ist es das Zentrum für zeitgenössische Kunst. Ihr findet es in der Calle Alemania.

Malaga Rathaus

Museen

Malaga ist die Stadt der Museen. Wirklich. Es gibt sehr viele sehr gute und bekannte Museen in der Andalusischen Hauptstadt. Hier findet ihr eine Liste der Wichtigsten.

Picasso Museum

Carmen Thyssen Museum

Interaktives Musikmuseum

Glasmuseum

Museum von Málaga

Automobilmuseum

Russisches Museum

Museum Revello de Toro

Archäologisches Museum

Umgebung

Wenn du so richtig viel Zeit hast, mach unbedingt einen Abstecher nach Córdoba, Sevilla und Granada.

Auch super schön: Nerja mit dem Balkon von Europa.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, nach Cádiz, Gibraltar oder Marbella zu fahren.

Fazit

Malaga ist immer eine Reise wert. Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Ein Tag, eine Woche, ein Monat oder mehr. Selbst wenn du die Sehenswürdigkeiten durch hast – von Malaga aus kannst du viele andere andalusische Städte besuchen. Sei es Granada, Nerja oder Sevilla. Wir waren wie immer nicht zum letzten Mal dort. 🙂

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Ein Tag auf Krk: Tipps, Route, Parken & Highlights

Omisalj Meer

In diesem Artikel verraten wir dir unsere Krk Tipps, wie du an nur einem Tag die ganze Insel erkunden kannst. Mit Route und Tipps zum Parken in jeder Stadt. Willst du länger auf Krk bleiben, stellen wir dir in diesem Artikel die schönsten Dörfer in Kurzform vor.

Vor unserer Kroatien-Reise haben wir noch nie von dieser Insel ohne Vokale im Namen gehört. Dabei liegt Krk, auch bekannt als die goldene Insel, inmitten der Kvarner Bucht in der Adria und ist eine der größten Inseln Kroatiens.Wenn du also mal einen Tag in Kroatien übrig hast, ist Krk definitiv eine Reise wert. Über eine Brücke ist sie mit dem nur etwa 100 Meter entfernten Festland verbunden und daher leicht mit dem Auto zu erreichen (Achtung: 2 Euro Mautgebühren). Knapp 18.000 Menschen leben hier in 68 Ortschaften.

Hinweis: Wir haben diese Reise selbst bezahlt, alle Empfehlungen beruhen auf unserer eigenen Meinung.

Anreise

Von Pula aus fahren wir ungefähr zwei Stunden mit dem Mietwagen, den wir einen Tag zuvor am dortigen Flughafen abgeholt haben. Die Autobahn kostet Mautgebühren und ist – vielleicht deshalb? – ziemlich modern gebaut und ziemlich leer.

Nachdem wir die Autobahn hinter uns gelassen haben, führen kurvige Straßen uns vorbei an saftigen grünen Wäldern, tiefen Tälern, aus denen sich die orangefarbenen Dächer der Dörfer in die Höhe ragen, schließlich steinige Berge hinauf. Auf der anderen Seite erwarten uns ein weiter Blick über glitzerndes Meer bis zum Horizont und bald auch die bekannte Stadt Rijeka, bevor wir zur Krk-Brücke kommen.

Hinweis
Du kannst auch direkt mit dem Flugzeug nach Rijeka fliegen. Von dort aus brauchst du mit dem Auto etwa 30 Minuten bis zur Insel Krk.

Weitere Möglichkeiten, Krk zu erreichen: Per Direktflug auf den kleinen Flughafen nahe der Stadt Omisalj, per Bus oder Schiff.

Die Route

OmisaljNjiviceGlavotokKrkBaskaVrbnik

Für die Route von Omisalj bis nach Vrbnik und wieder zurück zur Krk-Brücke musst du etwa 2:15 h reine Fahrtzeit einplanen. Der Ausflug dauert mit Stopps einen ganzen Tag.

Parken auf Krk im Überblick

Hier findest du die Parkplätze auf Krk aufgelistet, die wir genutzt haben. Klick einfach auf die Stadt, in der du parken möchtest. Bedenke, dass die Parkplätze in der Hochsaison vermutlich sehr voll sein werden. Als wir in der Nebensaison dort waren, haben wir dort überall einen Parkplatz gefunden.

Parken in Omisalj
Willst du an den Strand, parkst du am besten an der Plaza Pesja. Fährst du die Straße bis zum Ende, findest du einige Parkplätze fast direkt am Strand. Auch auf dem Weg dorthin sind schon Parkplätze markiert. Im Sommer sind sie kostenpflichtig, außerhalb der Saison zahlst du nichts.
Parken in Njivice
Ein öffentlicher Parkplatz, für den du allerdings bezahlen musst, liegt an der Primorska Cesta 2-8
Parken in Glavotok
Direkt am Kloster befinden sich einige Parkpätze. Die Straße ist laut Google Maps nicht benannt.
Parken in Krk
Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich an der Ulica Stjepana Radica. Das Parken kostet etwas. Wenn du wie wir Glück hast, ist der Parkautomat außer Betrieb.
Parken in Baska
Wir haben auf einem kostenpflichtigen Parkplatz an der Ecke Ulica Stjepana Radica und Ulica kralja Tomislava geparkt.
Parken in Vrbnik
Hier kannst du auf einem kleinen Parkplatz am Busbahnhof parken, die Straße heißt Retec. Auch hier kostet das Parken etwas.

Omisalj

Omisalj ist die erste Stadt auf der Insel, wenn du von der Krk-Brücke aus kommst. Ihre Geschichte reicht bis ins 3. Jahrhundert nach Christus zurück. Wir kommen zur Nebensaison, daher ist nicht wirklich viel los. Ziel ist der Strand Pesja, etwas außerhalb der Stadt. Deshalb parken wir auf einem der wenigen Parkplätze an dem Teil des Hafens, der sich direkt neben dem Strand Pesja befindet.

Hafen Omisalj

Der Strand ist ein Kiesstrand in einer kleinen Bucht, das Wasser glasklar und ruhig. Allerdings ist es im Oktober schon etwas zu kalt, um baden zu gehen. Wer kommt, um die Natur zu bewundern, kriegt hier definitiv einen schönen Ausblick geboten. Morgens liegt der Strand im Schatten. Zur Hochsaison öffnen ein kleiner Imbiss und Toiletten nur wenige Meter vom Strand entfernt.

Omisalj Bucht

Das Wasser ist glasklar und sehr ruhig. Wir vermuten, dass es hier im Sommer relativ voll sein wird.

Omisalj Strand

Hinter dem Strandabschnitt gibt es kleine Waldwege, die zu einem Spaziergang einladen.

Omisalj Strand Pesja

Njivice

Unser zweiter Stopp ist die Stadt Njivice. Ein öffentlicher Parkplatz, für den du allerdings bezahlen musst, liegt an der Primorska Cesta 2-8. Von dort ist es nicht weit zu dem kleinen niedlichen Hafen an der Promenade. Njivice ist allerdings sehr touristisch. Viele Läden, Restaurants und Eisdielen reihen sich am Hafen aneinander. Das Wasser ist kristallklar und schimmert türkis in der Sonne.

Njivice Hafen

In der Eisdiele Terasa Fontana gibt es sehr leckeres Spaghettieis. In der Nebensaison allerdings nur mit Kirschen statt Erdbeeren, da hatten wir wohl Pech. Außerdem bietet die Eisdiele auf der Sonnenterrasse eine tolle Aussicht auf die vielen Motor- und Segelboote sowie Jetskis, die durch den leichten Wind im Wasser auf- und abschaukeln. Das ist einfach nur herrlich, besonders gegen Mittag. Denn da steht die Sonne im richtigen Winkel. Am liebsten wollen wir gar nicht mehr zurück nach Deutschland. Auch die kleinen Gässchen in der Nähe des Hafens laden zu erholsamen Spaziergängen ein. Hier findest du zudem viele hübsche Apartments, falls du spontan doch eine Nacht auf der Insel verbringen willst.

Njivice Strand

Glavotok

Weiter geht’s nach Glavotok. Das Dörfchen ist sehr abgelegen und wir sind uns teilweise nicht sicher, ob wir wirklich noch auf dem richtigen Weg sind. Doch hin und wieder weist uns ein einsames, unscheinbares Straßenschild den Weg. Wir steuern ein kleines Kloster direkt am Wasser an. Es handelt sich um ein Franziskaner-Kloster des Dritten Ordens, wie wir später erfahren.

Glavotok Kloster

Gleich daneben befindet sich eine Kirche aus dem Jahr 1507, an einem kleinen Hafensteg. Dort kannst du dichan zwei kleinen Kieselstränden niederlassen, an denen einige Männer angeln, als wir ankommen. Es gibt einen kleinen Parkplatz. Aber Achtung, wer falsch parkt, bekommt wohl auch mal ein Knöllchen. Zumindest sehen wir einige an Frontscheiben im Wind flattern. Im Sommer wird es vermutlich schwierig, dort einen Parkplatz zu bekommen. Übrigens kannst du auch im Kloster Glavotok übernachten. Oder du zeltest mitten in der Natur und in Meernähe auf dem Campingplatz in Glavotok. Das stellen wir uns ziemlich cool vor! Ansonsten gibt es allerdings in Glavotok nicht viel zu sehen.

Glavotok Strand

Krk

Die Stadt Krk ist unser nächster Stopp und eine Muss. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz an der Ulica Stjepana Radica. Hier steht ein Parkautomat, der jedoch bei unserer Ankunft außer Betrieb ist. Im Sommer kostet das Parken bestimmt etwas.

Krk ist einfach nur schön. An der Küste treffen sich cyanblaues Wasser und orangefarbene Dächer. Über alldem thront  die zwiebelförmige Kathedrale von Krk aus dem 5. Jahrhundert. Olivenbäume recken sich direkt vor dem Glockenturm in die Höhe.

Krk Kirche

Gleich neben der Kirche wurde eine Franziskanerfestung auf den Ruinen römischer Thermen errichtet. Über die tausende Jahre alten Mauern rankt sich Efeu, als wollte er dem entkommen, was sich hinter den Mauern verbirgt.  Während des Fußmarschs durch die mittelalterlichen schmalen Gassen, über das Kopfsteinpflaster, bergab in Richtung Meer fühlen wir uns wie in eine ganz andere kleine Welt versetzt.

Krk Stadt

Kaum haben wir den Kirchturm passiert und sind am Ufer angekommen, wird es jedoch sehr touristisch. Fast alle sprechen Deutsch, Souvenirläden streiten sich mit Restaurants und Bars um den besten Platz. Wir sind eigentlich gegen solche Touri-Läden, aber wir haben Hunger, also lassen wir uns in der Pizzeria Camplin in der Ulica Alojzije Stepinca mit großartigem Ausblick aufs Wasser nieder. Die haben einen ganz ausgefallenen Pizzateig, den wir probieren müssen.

Tipp
Vom kleinen Hafen in Krk aus könnt ihr verschiedene Ausflüge machen, zum Beispiel Bootstouren zu anderen Inseln, Stränden und auch Tauchausflüge.

Kroatien Krk Strand

Baska

Weiter geht’s nach Baska. Wir waren nicht allzu lang dort, weil wir für die Nacht wieder zurück in Pula sein wollten und es schon recht spät war. Aber was wir von Baska gesehen haben, war der Wahnsinn.

Allein der Weg dorthin führte wieder durch saftiges Grün und kleine niedliche Dörfchen. Achtung, kurz vor Ankunft in Baska steht ein Blitzer! Wir haben auf einem kostenpflichtigen Parkplatz an der Ecke Ulica Stjepana Radica und Ulica kralja Tomislava geparkt und sind dann runter zum Strand Vela plaža Baška gelaufen.

Baska Anfahrt

Was sollen wir sagen – einfach nur atemberaubend. Eine in seichten Nebel gehüllte Berglandschaft der vorgelagerten Insel Prvic küsst hier kühlblaues Meer, das schließlich am Kieselstrand auf die Küste trifft. Das Meer wirkt hier mehr wie ein großer Salzwassersee. Am liebsten hätten wir in Baska übernachtet, um diesen Ausblick noch ein bisschen länger genießen zu können.

An der Promenade findet ihr viele kleine Geschäfte und Restaurants. Die Häuser recken sich um den Strand herum in die Höhe, viele Apartments zur Miete finden dort Platz – klar, dass sie für diesen Ausblick Geld verlangen.

Baska Strand

An der Promenade findet ihr einige kleine Geschäfte und Restaurants. Alles lädt dazu ein, hier eine Nacht zu verweilen, doch wir müssen leider weiter.

Baska Urlaub

Vrbnik

Wir kommen recht spät in Vrbnik an, es dämmert beinahe. Allein die Anfahrt ist schon wieder wunderschön. Wir fahren eine kurvige Straße entlang, können in ein tiefes Tal blicken und sehen auf einem Vorsprung die Dorfkirche stehen. Parken könnt ihr auf einem kleinen Parkplatz am Busbahnhof, die Straße heißt Retec.

Vrbnik

Von dort aus erkundest du die Gässchen von Vrbnik. Es gibt keine richtigen Straßen, viele der schmalen Gassen, die die kleinen, sich über mehrere Etagen erstreckenden Steinhäuschen voneinander trennen,  sind maximal zwei Meter breit. Die Atmosphäre wirkt beinahe mittelalterlich, aber gemütlich. Zwischen den einzelnen Häusern kannst du immer wieder eine wunderschöne Aussicht aufs Meer genießen und andere Inselteile sowie das Festland in der Ferne entdecken.

Vrbnik Meer

Ein Mann hat seinen Ofen auf dem Balkon stehen. Wir beobachten, wie er den Herd anstellt, er entdeckt uns und grüßt uns freundlich. Die Menschen, denen wir in Kroatien bisher begegnet sind, sind alle super nett und hilfsbereit. Hier scheinen Reisende noch willkommen zu sein.

Schließlich finden wir eine der schmalsten Gassen der Welt: die Gasse Klancic. Auf Deutsch heißt das „Engpass“. Die Gasse ist mit ihren 40 cm Breite echt extrem schmal! Wir können nicht einmal die Arme komplett ausbreiten. Die Bewohner Vrbniks behaupten, dass Frauen, die nicht durch die Gasse passen, keinen Mann abbekommen.

Vrbnik Klancic

Fazit

Von Vrbnik aus fahren wir zurück nach Pula. Wir hatten keine großen Vorstellungen von Kroatien. Aber Krk hat uns total überzeugt! Die Insel ist vielseitig: Eine wunderschöne Landschaft, kristallklares Meer, freundliche Menschen und einiges Aktivitäten, solltest du länger bleiben wollen. Wie voll es in der Hauptsaison ist, können wir nicht sagen. Trotzdem: Wir empfehlen dir definitiv, einen Krk-Roadtrip zu machen. Wenn du mehr als einen Tag Zeit hast, übernachte unbedingt auch auf Krk, am schönsten fanden wir es mit Abstand in Baska, aber auch Krk und Njivice waren sehr hübsch. Allerdings sind die drei Dörfchen schon recht touristisch. In Krk gibt es auf jeden Fall noch einiges zu erkunden. Magst du es ganz ruhig und naturverbunden, dann lohnt sich Glavotok vermutlich am meisten.

Wir hoffen, unsere Krk Tipps helfen dir bei deiner Reiseplanung. Haben wir was vergessen? Dann lass uns doch einen Kommentar da. 🙂

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