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El Salvador Reisetipps im Überblick

Vulkan Izalco

Hier haben wir dir unsere El Salvador Reisetipps im Überblick zusammengestellt. Sie basieren auf den Erfahrungen, die wir in El Salvador gemacht haben und unserem Interview mit Bea, einer Salvadorianerin. Was findest du hier konkret? Tipps rund um Reisevorbereitung, Sicherheit, Fortbewegung, Sehenswürdigkeiten, Natur, Strände, Unterkunft, unsere Packliste für El Salvador und schließlich unsere persönlichen Reiseberichte.

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El Salvador Sonnenuntergang

Reisevorbereitung

Vor jeder Fernreise bereitet man sich auf seine eigene Weise vor. Damit dir das vor deiner Reise nach El Salvador leichter fällt, findest du hier unsere Q&A und alle wichtigen Infos für deine Reisevorbereitung für das kleine mittelamerikanische Land am Pazifik.

Wann ist die beste Reisezeit?
Das Klima in El Salvador ist tropisch. Das heißt, über das ganze Jahr gibt es kaum Temperaturschwankungen. Allerdings herrscht von Mai bis Oktober Regenzeit. Deshalb macht es am meisten Sinn, in der Trockenzeit von November bis April nach El Salvador zu reisen.

An der Pazifikküste sprechen wir hier von Temperaturen bis 31 Grad Celsius. Nachts können es auch schon mal angenehme 17 Grad werden. Diese Temperaturen sind auch der Grund dafür, dass viele Gebäude Fenster haben, die sich gar nicht richtig schließen lassen. So kann sich das Haus über Nacht von allein abkühlen.

Brauche ich ein Visum?
Deutsche Staatsangehörige brauchen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum, um in El Salvador einzureisen. Für eine Verlängerung musst du einfach ausreisen und dann wieder einreisen.

Es gibt allerdings Ausnahmen: Laut Auswärtigem Amt (Stand: 07.05.19) gilt für Reisende, die sich im CA-4-Gebiet (d.h. El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua) bewegen, ein Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb dieser vier Länder. Außerdem müsst ihr, solltet ihr aus den USA einreisen, auch die Einreisebestimmungen für die USA beachten.

Flugzeug

Bei Einreise mit dem Flugzeug muss natürlich dein Reisepass wie immer noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Landweg

Kommst du auf dem Landweg, muss der Reisepass lediglich noch am Tag der Einreise gültig sein. Kinder sollten übrigens am besten auch einen gültigen Reisepass besitzen, zumindest hat bei uns so alles einwandfrei funktioniert.

Solltest du mit dem Auto einreisen wollen, musst du das beim Zoll deklarieren.

Weitere Informationen findest du auf der entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes.

Brauche ich eine Reisekrankenversicherung?
Zwar passiert zum Glück meistens nichts Schlimmes, trotzdem ist eine Reisekrankenversicherung für El Salvador auf jeden Fall empfehlenswert. In San Salvador mag die medizinische Versorgung noch gut sein. Doch außerhalb von El Salvadors Hauptstadt kann man sie eher nicht mit europäischen Standards vergleichen.

Micha hatte irgendeinen Magen-Darm-Virus. Da haben wir Antibiotika holen müssen, weil Kohletabletten und die Standardreiseapotheke nicht ausgereicht haben.

Am besten schließt du eine Reisekrankenversicherung ab, die im Notfall auch einen Rücktransport nach Deutschland beinhaltet.

Brauche ich bestimmte Impfungen?
Wenn du aus Deutschland einreist, sind keine bestimmten Impfungen vorgeschrieben. Kommst du jedoch aus einem Gelbfiebergebiet, musst du eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen, das gilt auch für Kinder ab einem Jahr.

Das Auswärtige Amt empfiehlt neben den Standardimpfungen eine Impfung gegen Hepatitis A, Hepatitis B (bei einem Langzeitaufenthalt), Typhus und Tollwut.

Zika-Virus

Außerdem ist es theoretisch möglich, sich mit dem Zika-Virus anzustecken, auch wenn aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert sind.

Deshalb wird Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, davon abgeraten nach El Salvador zu reisen. Eine Infektion birgt das Risiko frühkindlicher Fehlbildungen.

Malaria und Dengue

In El Salvador besteht laut Auswärtigem Amt ein sehr geringes Risiko, mit Malaria infiziert zu werden. Dagegen ist es möglich, tagsüber durch Mückenstiche mit Dengue infiziert zu werden. Symptome sind Fieber, Hautausschlag und starke Gliederschmerzen. Es gibt keine Impfung, keine Prophylaxe und auch keine spezifische Therapie gegen Dengue. Wir hatten zwar eine Malaria-Prophylaxe dabei, allerdings nur weil wir danach weiter nach Belize gereist sind.

Chikungunya

Auch gibt es mittlerweile Fälle von Chikungunya in El Salvador. Die Krankheit geht mit ähnlichen Symptomen wie Dengue-Fieber einher und wird auch von denselben Mücken übertragen.

Schutz vor Mücken

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass tagsüber kaum eine Mücke zugestochen hat, aber sobald die Sonne hinterm Horizont verschwunden war, kamen sie in Schwärmen und haben alle ohne Mückenschutz zerstochen. Deshalb solltest du dich in jedem Fall mit einem guten Anti-Mücken-Spray ausstatten.

Was uns geholfen hat

Wir nutzen auf Reisen eigentlich immer das Antibrumm forte Spray* und solang wird das drauf haben, auch nie Mückenstiche bekommen. Nützlich sind natürlich auch lange Hosen und Oberteile und, wenn es sich anbietet, unter einem Moskitonetz zu schlafen. Aber ganz ehrlich: Wer zieht bei 30 Grad im Schatten lange Sachen an?! 🙂

Brauche ich Sprachkenntnisse?
Du ahnst es schon: Die Salvadorianer sprechen Spanisch. Viele können auch Englisch – besseres Englisch als die Mexikaner.

Aber Spanischkenntnisse sind hier sicher von Vorteil. Nicht zuletzt, weil du so nicht ganz so sehr als Touris abgezockt wirst und mehr von der Kultur mitbekommst. Außerdem hat sich jeder Salvadorianer gefreut, wenn er gemerkt hat, dass wir Spanisch sprechen.

Wie teuer ist El Salvador?
Ganz ehrlich: El Salvador ist teurer als wir gedacht hätten. Man zahlt hier mit US-Dollar. Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland. Unsere Unterkünfte waren zum Beispiel nicht gerade günstig, auch Taxi fahren ist nicht günstig.

Es ist immer ein ATM in der Nähe, an dem du Geld abheben kannst. Achte hier aber auf jeden Fall darauf, dass du Geldautomaten nur in sicheren Bereichen wie Einkaufszentren, Hotels oder Banken nutzt.

Was kosten Flüge nach San Salvador?
Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach San Salvador. Wir haben lange nach günstigen Flügen bei skyscanner recherchiert und mehrere Umsteigemöglichkeiten gefunden, die vertretbar sind.

Umsteigen ist ein Muss

Iberia bietet hin und wieder günstige Flüge mit Umstieg in Madrid und Guatemala an. Wir haben uns aber für Air Canada entschieden und sind von Düsseldorf über Frankfurt und Toronto nach San Salvador geflogen. Der Rückflug ging von San Salvador über Toronto und London zurück nach Düsseldorf.

Preise

Die Preise beginnen bei knapp über 500 Euro, wenn ihr viel Glück habt. Wir haben insgesamt knapp 700 Euro für den Hin- und Rückflug bezahlt.

El Salvador Palmen

Sicherheit

Die Frage nach der Sicherheit in El Salvador ist bestimmt einer der häufigsten Gründe, warum das Land auf Reisen ausgelassen wird. Zudem war es bisher die häufigste Frage, die uns vor unserer Abreise und nach unserer Rückkehr gestellt wurde. Hier haben wir deshalb einen kleinen El Salvador-Sicherheits-Q&A für dich.

Wie sicher ist El Salvador?

Das sagt eine Einheimische:

Touristen sind im Normalfall nicht das Ziel der ausgeübten Gewalt in El Salvador. Eine wirkliche Gefahr besteht nur für die Einheimischen. El Salvador ist ein Land, das vom Tourismus lebt, daher lassen die Banden Reisende in Ruhe. Es gibt aber bestimmte Orte, Viertel und Zonen, die auch Reisende besser meiden sollten, zum Beispiel den Ilopango-See sowie die Zonen Soyapango, Apopa und deren Umgebung in San Salvador. 

So erkennst du gefährliche Gegenden

Solltest du auf deiner Reise mehrere sehr kleine Häuschen aus Blech oder Karton sehen, ist Vorsicht geboten. Am besten ist es dann, umzudrehen und einen anderen Weg zu suchen. Das sind nämlich die Viertel, in denen dir doch etwas passieren kann. Wir sind allerdings nie an solchen Häuschen vorbeigekommen.

Weitere Sicherheitshinweise

Weitere Sicherheitshinweise findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Der Bericht ist da wohl am objektivsten.

Habt ihr euch mal unsicher gefühlt?
Wirklich unsicher haben wir uns zu keinem Zeitpunkt gefühlt. Auch nicht als wir in San Salvador vom Hotel zum Supermarkt und zurück gelaufen sind. Im Gegenteil, eher fühlten wir uns willkommen.

Natürlich ist es dennoch wichtig, nicht blind durch die Gegend zu rennen und bestimmte Viertel und Zonen von vornherein zu meiden sowie nicht unbedingt abends oder nachts Bus zu fahren oder an unsicheren Orten unterwegs zu sein.

Noch ein Tipp, der wohl überall am Pazifik gilt: Geh beim Baden nicht zu weit in den Pazifik rein. Die Strömung ist wirklich stark und deutlich zu spüren.

Juayua Tuktuk

Fortbewegung

Wie kommst du von A nach B in El Salvador? Fragen und Antworten rund um das Thema Fortbewegung bekommst du hier.

Welche Möglichkeiten der Fortbewegung gibt es in El Salvador?
Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, dich per

Bus (von günstig bis teuer)
Taxi oder
Mietwagen

fortzubewegen.

Ist es sicher, mit den öffentlichen Bussen zu fahren?
Da scheiden sich sicher die Geister. Außerdem gibt es mehrere Busarten in El Salvador.

Ladeflächen

Da wären zum Einen einfache Ladeflächen von Pickups und Co. Das Angebot nutzen Männer und Frauen gleichermaßen. Als alleinreisende Frau solltest du aber besser nicht aufsteigen, wenn nur Männer an Board sind.

Chicken Bus

Dann gibt es natürlich die sogenannten Chicken Buses. Es handelt sich hierbei um teilweise extrem extravagant gepimpte alte und vermutlich ausrangierte amerikanische Schulbusse.

Salvadorianerin Bea rät in unserem Interview  davon ab, mit diesen beiden Busarten zu fahren. Micha war allerdings schon 2017 kurz in El Salvador und ist mit den Chicken Buses gefahren. Bisher kann er nichts Negatives berichten und versteht die Aufregung nicht. Solltest du dich dafür entscheiden, mit den Chicken Buses zu fahren, gilt: Auf keinen Fall nachts fahren. Und ein Tipp von Bea: Vermeide die Rush Hour!

Bus Especial oder Super Especial

Zwischen zwei Städten fahren außerdem die Busse Especiales und Super Especiales, für die sich auch Bea ausspricht. Die sind zwar teurer als die Chicken Buses, aber dafür auch komfortabler, sicherer und schneller. Sie fahren teils schon ab 4 Uhr morgens und bis 19 Uhr.

Contra Bus

Das Auswärtige Amt rät ganz klar davon ab, mit den öffentlichen Bussen zu fahren. Ein Grund dafür: Die Busse seien nicht verkehrssicher. Verglichen mit dem deutschen Standard sind sie das ganz sicher nicht.

Ein weiterer Grund: Viele Busunternehmen müssen Schutzgelder an Banden zahlen. Um das Geld einzutreiben, werden teilweise Busfahrer und Fahrgäste ermordet. Tatsächlich gab es diese Vorfälle, erfahren wir vor Ort. Als die Busfahrer nicht mehr zahlen wollten und sich gegen die Banden auflehnten, begannen diese damit, Busfahrer umzubringen. Das ist allerdings schon eine Weile her. Wie akut das aktuell im Land wirklich noch ist, wissen wir nicht.

Welche Taxis kann ich nehmen?
Am sichersten bist du in El Salvador definitiv mit dem Taxi unterwegs. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Am einfachsten ist es, wenn du ein Taxi über dein Hotel buchst. Hast du das nicht vor, ist es wichtig zu wissen, dass zugelassene Taxis ein A als ersten Buchstaben auf dem Nummernschild haben. Die bringen dich vom Flughafen auf jeden Fall an euer Ziel.

Taxis im Vorfeld kontaktieren

Trotzdem macht es Sinn, schon vor der Ankunft ein Taxi zu kontaktieren und sich keins am Ausgang des Flughafens aufschwatzen zu lassen. Im Normalfall kostet die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von San Salvador nämlich 25 bis 30 Dollar. Reisende werden aber gerne abgezockt und wenn du Pech hast, zahlst du am Ende über 100 Dollar.

Taxi-Anbieter in El Salvador

Der Anbieter für die Flughafentaxis heißt ACACYA. Erreichen kannst du die telefonisch unter +503-2521-1000 oder auf deren Website.

Salvadorianerin Bea kennt außerdem den Taxianbieter Acontaxis El Salvador. Erreichen kannst du die telefonisch unter +503 2523 2424 oder per Facebook.

Außerdem gibt es in El Salvador Uber, das geht natürlich auch. 🙂

Wie sieht es mit einem Mietwagen aus?
Kurz vorweg: Der Verkehr in El Salvador ist grauenhaft. Die Straßen sind zwar befestigt, aber alle fahren wie sie wollen und vernünftig ausgeschildert ist auch nichts. Bei Grenzübergängen kontrolliert die Polizei. Und bedenke, dass sowohl Autodiebstähle als auch der Diebstahl von einzelnen Autoteilen gängig sind. Plus: Das Benzin ist super teuer (zwischen 4 und 5 Dollar pro Liter).

Mietwagen-Anbieter in El Salvador

So, für alle, die sich noch nicht abgeschreckt fühlen: Autos mieten kannst du in San Salvador unter anderem bei Alamo, Quick Rent a Car, Avis oder Budget. Da wir während unseres Aufenthaltes keinen Mietwagen gebucht haben, können wir dir zu den Anbietern leider keine Erfahrungen weitergeben.

Halte dich auf jeden Fall von Gegenden fern, die für Gewalt und Kriminalität bekannt sind. Doch auch in anderen Vierteln parkst du am besten nur auf sicheren Parkplätzen.

Was ist mit Trampen?
Trampen ist unsicher. Aber wenn du das fragst, dann weißt du das vermutlich selbst. Gilt aber natürlich auch in El Salvador. Wer trampt, der geht ein Risiko ein, das große Folgen haben kann.

Wir raten euch deshalb dringend davon ab, in El Salvador zu trampen.

Kühe Costa del Sol El Salvador

Sehenswürdigkeiten, Strände & Natur

Was musst du in El Salvador alles sehen? Unsere Erfahrungen und die Tipps von Salvadorianerin Bea haben wir dir hier sortiert nach den Kategorien Städte, Natur, Strände und Kultur zusammengefasst.

Städte
  • Antiguo Cuscatlan
    Eine Stadt südwestlich von San Salvador im Departamento La Libertad gelegen. Hier gibt es unter anderem einen Botanischen garten
  • San Salvador
    Die Hauptstadt von El Salvador. Besonders das Zentrum hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sei aber immer wachsam, in welchem Viertel und welcher Zone du dich bewegst. Meide besonders Soyapango, Apopa und deren Umgebung.
  • Panchimalco
    Eine Kolonialstadt im Departamento San Salvador.
  • Los Planes de Renderos
    Die Hauptstadt der Pupusas (= das salvadorianische Nationalgericht). Hat unter anderem eine schöne Aussichtsplattform und die Puerta del Diablo zu bieten.
  • Ataco
    Ein wunderschönes Bergdorf entlang der Ruta de las Flores
Natur
  • Puerta del Diablo
    Ein sehr hübscher Ort in Panchimalco mit historischer Vergangenheit und atemberaubendem Ausblick.
  • Santa Ana Vulkan
    Vulkan im Departamento Santa Ana. Den Vulkan kannst du hoch wandern.
  • Botanischer Garten La Laguna
    In Antiguo Cuscatlan, in der Nähe von San Salvador gelegen.
Strände
  • Barra de Santiago
  • Playa las Flores>
  • Costa del Sol
  • El Espino
  • El Tunco
Kultur
  • Archäologische Ruinen Joya de Cerén
    Archäologische Ausgrabungsstätte im Departamento La Libertad. Ein präkolumbisches Dorf der Maya.
  • Archäologische Ruinen Tazumal
    In Chalchuapa gelegen. Die bedeutendste Maya-Stätte El Salvadors.
  • Ruta Arqueologica
    Archäologische Route entlang der wichtigsten archäologischen Orte El Salvadors.
  • Ruta del Cafe
    Eine Route, auf der ihr die Kultur des Kaffees in El Salvador kennenlernen könnt.
  • Ruta de las Flores
    Route entlang malerischer Bergdörfer wie Ataco und Juayúa.
  • Museo de Arte
    Kunstmuseum.
  • Museo Internacional de Antropología
    Anthropologisches Museum.
  • Tin Marín
    Museum für Kinder.

Unsere Unterkünfte

Hier haben wir dir unsere Unterkünfte in El Salvador nach Orten aufgelistet.

San Salvador
San Salvador Hotelgarten
Hotel Cinco B&B*
Das kleine, familiäre Hotel befindet sich in San Benito, einem gehobenen Viertel in San Salvador. Es ist ungelogen der Wahnsinn! Dort gibt es einen großen Garten, in dem alles mögliche angebaut wird: Papayas, Kräuter, Gemüse. All das wird im hauseigenen Restaurant verwendet oder im ebenfalls hauseigenen kleinen Laden verkauft.

Mega Essen – auch vegan und glutenfrei

Es gibt viele vegane und glutenfreie Gerichte auf der Karte. Die Smoothies und das Frühstück sind der Hammer. Es gibt zum Beispiel Pancakes oder Morning Tacos: Dünne Teigfladen gefüllt mit Rührei, Tomaten, Koriander und Bohnenpaste.

Ein Gefühl von Zuhause

Außerdem geben die Bedienungen sind alle super freundlich und geben alles, damit es einem gut geht. Wir haben uns zu Hause gefühlt, weil die Bemühungen ehrlich waren und nicht auf Massentourismus ausgelegt. Deshalb empfehlen wir Hotel Cinco uneingeschränkt weiter.

El Salvador Hotel El Rancho

Hotel Rancho Argueta*

Die „Ranch“ liegt nur fünf Autominuten vom Flughafen entfernt. Daher eignet sich das Hotel perfekt für die erste oder letzte Nacht in El Salvador – je nachdem, wann ihr ankommt oder abfliegt. Es hat ein großes Restaurant im unteren Bereich. Ihr könnt sowohl überdacht als auch im offenen Innenhof sitzen.

Hübsch, sauber und für eine Nacht empfehlenswert

Der Innenhof ist total schön dekoriert, mit Lichterkettenhimmel, einem alten Brunnen, vielen Blumen, verschnörkelten Sitzmöglichkeiten und einem Teleskop, durch das ihr jeden Krater des Mondes sehen könnt. Das Essen ist in Ordnung für einen Tag, aber keine kulinarische Meisterleistung. Zudem sind die Zimmer sehr sauber. Wir können das Hotel für einen kurzen Aufenthalt sehr empfehlen. Bedenkt aber, dass es direkt an der Hauptstraße liegt und drum herum nichts ist.

Costa del Sol
Costa del Sol Hotel

Airbnb direkt am Strand

Wir waren mit der Hochzeitsgesellschaft dort, denn eine Hochzeit war der Grund für unsere Reise nach El Salvador. Und wir waren alle restlos begeistert. Viele Zimmer, eine große Küche, eine Terrasse, ein Garten mit Palmen, Hängematten und Pool und hinter dem Garten beginnt direkt der Strand.

Essen in der Nähe

Entweder du kaufst selbst ein und kochst oder grillst oder du bestellst Essen bei der Familie, die das Grundstück pflegt, die wohnen am Eingangstor in einem kleinen Häuschen. Ein paar Autominuten entfernt gibt es außerdem Restaurants direkt am Strand.

La Libertad
Mandala Eco Villas

Mandala Eco Villas*

In diesem Hotel haben wir nicht übernachtet, sondern nur den Tag verbracht. Denn auch das kannst du dort und es ist perfekt zum entspannen. Du zahlst mit dem, was du isst und trinkst und davon gibt es reichlich. Smoothies aus frischen Früchten, Ceviche, Burger, Sandwiches…

Entspannung pur

Nach dem Essen sind wir von der Hängematte auf die Liege in den Pool und zurück in die Hängematte gewandert. Den Pool hatten wir übrigens fast den ganzen Tag für uns allein. Während du im Pool dümpelst hast du übrigens einen Blick aufs Meer im Hintergrund.

Costa del Sol Sonnenuntergang

Packliste

Der Flug ist gebucht und es geht ans Packen? Hier geben wir dir Tipps, was du in El Salvador dabei haben solltest. Das ist keine detaillierte Liste zum Abhaken. Denn wir gehen mal davon aus, dass du weißt, dass du Zahnbürste und Schlüppis dabei haben solltest. 😉 Aber wir haben versucht, das Nützlichste für dich zusammenzufassen.

Gadgets
Flache Bauchtasche, damit du im Zweifel nicht zu leicht auszurauben bist.

Ohrstöpsel – überlebenswichtig für laute Hotelnächte. Du weißt nie, wie laut das Hotel oder Hostel am Ende wirklich ist.

Tagesrucksack 12 Liter fanden wir für eine Person ausreichend, für zwei Personen besser etwas mehr wählen.

Zahlenschloss für den Spind im Hostel.

Kleidung
Kurze Klamotten für tagsüber

Lange, dünne Klamotten (für abends und wenn die Mücken zu aufdringlich werden)

Dünne Jacke

Regenjacke

Pulli

Schlauchschal

Bikini und Badehose

Ggf. Schnorchel und Taucherbrille

Flipflops oder andere offene Schuhe für den Strand

Feste Schuhe für Wanderungen zum Beispiel auf Vulkane

Technik
Extra langes Handyladekabel
Klingt überflüssig, ist aber, gerade wenn die Steckdose im Hostel oder Hotel super weit weg vom eigenen Bett ist, total nützlich.

Multi USB-Ladeadapter für die Steckdose
Du bist der König im 12-Bett-Zimmer, wenn du aus einer Steckdose vier machen kannst. Und ganz eigennützig kannst du dein Handy immer laden, während die anderen in die Röhre gucken. 😉

Reisestecker
Notwendig, einfach und günstig. Wir nutzen diesen seit 2017 und hatten damit bisher noch keine Probleme.

Powerbank
Es kann nie schaden, Notfallstrom für Handy und Co dabei zu haben. Wir haben diese Powerbank von Anker. Sie ist zwar etwas größer, hält aber dafür zwei bis drei Handyladungen lang.

Deine Kamera und Extra SD-Karten zur Sicherung

ggf. dein Laptop oder Tablet

Reiseapotheke
Antimückenspray
uns hat Antibrumm am besten geholfen

Desinfektionsmittel
etwas für die Hände, wie Sterilium, und etwas für die Haut, zum Beispiel Betaisadona Salbe

Durchfalltabletten

Elotrans
Elektrolyt-Glucose-Mischung, bei Durchfall hilfreich.

Kohletabletten
gegen Durchfall

Reisetabletten
gegen Übelkeit, zum Beispiel bei Bootstouren oder beim Schnorcheln sehr hilfreich, wenn du unter Reiseübelkeit leidest oder seekrank wirst

Pflaster
für kleine Wunden

Salbe
gegen juckende Insektenstiche, zum Beispiel Soventol* oder etwas vor Ort kaufen, das hat bei uns sogar noch besser geholfen

Schmerzmittel
etwas gegen Kopf- und andere Schmerzen

Wundsalbe

Unsere Reiseberichte

Wenn du noch mehr über unsere Reise nach El Salvador erfahren willst, dann lies doch auch unsere Reiseberichte und unser Interview mit Salvadorianerin Bea zum Thema Gewalt, Sicherheit und Reisetipps.

Haben wir etwas vergessen? Hast du noch weitere Tipps? Dann lass uns doch einen Kommentar da 🙂

El Salvador Reisebericht: Bunte Bergdörfer und Paradiesstrände – Teil 2

El Salvador Palmen

In unserem zweiten El Salvador Reisebericht findest du unsere Highlights in El Salvador: Welche Ausflüge in bunte Bergdörfer, an paradiesische Strände und Wasserfälle haben wir gemacht? Wo lässt es sich gut aushalten? Teil 1 unseres El Salvador Reiseberichts über die Hauptstadt San Salvador findest du hier.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts, wenn du über diesen Link buchst. Danke für deine Unterstützung!

Freunde von uns haben in El Salvador geheiratet. Und wir waren eingeladen. Deshalb ging es für uns Anfang 2019 drei Wochen nach Mittelamerika. Zehn Tage waren wir in El Salvador und zehn Tage in Belize.

Da wir mit Kleinkind unterwegs waren, haben wir uns dazu entschieden, Tagesausflüge von San Salvador aus zu machen und nur in unserer letzten Station eine weitere Unterkunft zu buchen. Daher haben wir uns für das Hotel Cinco* in San Benito, einem gehobenen Viertel in San Salvador entschieden. Wir können es wärmstens weiterempfehlen. Selten wurden wir in einem Hotel so familiär und ehrlich freundlich behandelt. Außerdem ist das Frühstück der Hammer. Von San Salvador aus starten wir also in unsere Tagesausflüge.

Mandala Eco Villas

La Libertad

Perfekt für den ersten Tag nach der Ankunft und zum Entspannen! Von Hotel Cinco* in San Salvador aus fahren wir knapp 45 Minuten nach La Libertad an die Pazifikküste. Unser genaues Ziel: Mandala Eco Villas*. Das ist ein Hotel direkt am Strand gelegen. Wir wollen dort aber nicht übernachten, sondern den Tag verbringen. Die haben nämlich einen Pool mit Meerblick, viele Hängematten und Liegen, eine Bar, es gibt Frühstück, Mittag- und Abendessen und richtig leckere Smoothies mit viel Eis. Aber von vorne.

Mehr Verkehr als in Deutschland

An unserem ersten Tag in El Salvador geht es gleich nach dem Frühstück mit Bikini, Badehose, Sonnenbrille, Kappe und Handtuch bewaffnet in unserem vorher gebuchten Taxi in Richtung La Libertad. Der Weg führt uns raus aus San Salvador. Gar nicht mal so schnell wie gedacht, der Verkehr ist verrückt! Alles ist voll mit Autos. Hier stehen wir manchmal länger im Stau als im Feierabendverkehr in Deutschland.

La Libertad Paradies

Raus aus der Stadt gibt es gar nicht mal so viel zu sehen. Viele Bäume, immer mal wieder ein Waldbrand, den offensichtlich niemand löschen will. Teils liegt echt viel Müll am Straßenrand. Unser Fahrer erzählt, die Leute werfen oft ihre Zigarettenkippen ins trockene Gras, so entstehen die Feuer. Schade, dass die Leute die Natur so behandeln. Aber das ist ein anderes Thema.

Überall gepimpte Schulbusse

Ständig kommen uns Pickups entgegen, hinten auf der Ladefläche transportieren sie nicht angeschnallte Menschen, teils stehend, teils sitzend, manchmal auch auf Plastikstühlen. Wie in Asien.

Außerdem gibt es viele super krass gepimpte alte amerikanische Schulbusse. Bunte Blinklichter auf dem Dach oder am Unterboden, die ganze Frontscheibe voll mit riesigen Aufklebern („Jesus lives!“), ausgefallene Seitendekorationen und teilweise ganz ohne Fensterscheiben – es scheint ein Wettbewerb zu sein, wer den krassesten Bus fährt. Das sind hier die Chicken Busse. Quasi Holzklasse. Nicht teuer, dafür eben etwas kurios.

Bei uns würden die den TÜV jedenfalls nicht überstehen. Hat aber was. Neben den Bussen gibt’s auch viele typisch amerikanische LKW.

Langärmlig bekleidete Bauarbeiter bei über 30 Grad

Kurz vorm Ziel kommen wir an einer riesigen Baustelle vorbei, da rennen tausende Bauarbeiter rum, kennen wir aus Deutschland gar nicht. 😉 Die Arbeit wollen wir jedenfalls nicht machen: 30 Grad schon morgens, lange Klamotten, teilweise tragen die nicht mal einen Mundschutz, obwohl es staubt wie Hölle. Arbeitsschutz nehmen die hier nicht so ernst. Sicherheit generell nicht. Aber gefühlt sind wir Deutschen auch fast die Einzigen, die lieber auf Nummer sicher gehen.

Nach anderthalb Stunden Fahrt endlich da

Dann biegen wir auf eine von Schlaglöchern gezeichnete Schotterstraße ab, fahren bzw. ruckeln eher durch einen Wald, das Meer ist schon zu sehen. Rechts von uns taucht irgendwann eine klapprige Hütte auf, vor ihr sitzt eine sehr alte Frau auf einem Stuhl und genießt die Sonne. Links von uns ein Tor. Davor steht ein Mann, in der einen Hand eine Waffe, in der anderen eine Liste mit Stift. Er notiert, wer wir sind und was wir wollen und lässt uns rein. Da sind wir.

La Libertad Pool

Schließlich steigen wir aus, laufen vorbei an den kleinen Häuschen, die die Hotelzimmer darstellen und kommen schließlich zu der Bar mit den Liegen, Hängematten und dem Pool. Wir haben alle ein Glänzen in den Augen. Japp, so hatten wir uns das vorgestellt. Ein Dach aus Palmenblättern, dahinter ein Pool nur für uns, strahlend blauer Himmel und darunter glitzert das Meer. Lufttemperatur: 35 Grad. Wassertemperatur: Badewanne. Ausblick: Paradies. So lässt es sich leben.

Faulenzen at its best

Wir bezahlen mit dem, was wir essen und trinken (Mindestverzehr) und lassen es uns so richtig gut gehen. Maracuja-, Mango-, Erdbeer-, Papayasmoothies aus frischen Früchten. Ceviche, Sandwiches, Burger und Pommes. Ab jetzt bewegen wir uns nur noch von der Hängematte zum Essen, zurück in die Hängematte, unter den Sonnenschirm und in den Pool. Vielleicht noch auf den aufblasbaren Hummer, den wir am Straßenrand gekauft haben und wieder ins Wasser, wenn es darauf zu heiß wird.

Der Hummer ist uns übrigens im Geschäft aufgeblasen worden und dann während der Weiterfahrt im Auto geplatzt. Nur weil Bea, die Braut, so gut verhandelt hat, haben wir einen neuen bekommen.

Perfekt zum Ankommen und Entspannen

Mandala Eco Villa* in La Libertad ist für uns auf jeden Fall der perfekte Ort, zum Ankommen und Entspannen. Wir fühlen uns ganz schön wohl. Also verbringen wir hier nicht nur den ersten Tag, sondern auch noch einen weiteren mit unserem aufblasbaren Hummer. Und die meiste Zeit haben wir den Pool für uns allein.

Juayua Schriftzug

Ruta de las Flores

Die Ruta de las Flores ist eine etwa 40 Kilometer lange Route von Sonsonate bis Ahuachapán. Was sie so besonders macht? Sie ist eine Aneinanderreihung vieler kleiner hübscher Bergdörfchen und eines der beliebtesten Reiseziele in El Salvador. Alle Dörfer sind ein bunter Mix aus Kolonialhäuschen und neueren Bauten.

Viele von ihnen sind in den schönsten Farben und mit den fantasievollsten Motiven und Sprüchen bemalt. Entlang der Route blühen die buntesten Wildblumen (daher der Name) und es gibt Kaffeeplantagen. Denn El Salvador ist bekannt für seinen guten Kaffee.

Wir brechen vormittags zu einem Tagesausflug zur Ruta de las Flores auf. Mit dem Privattaxi fahren wir von San Salvador aus ungefähr 1,5 Stunden nach Juayúa, einem Dorf entlang der Route. Hier steigen wir aus und schlendern durch die Gassen. Die Häuschen sind alle maximal zweistöckig, entweder im Kolonialstil errichtet oder typische Wellblechdachbauten.

Viele von ihnen sind bunt angemalt: orange, blau, rot, grün, rosa. Eines der Häuser fällt sofort auf. Es ist gelb und grün, darauf sind mit blauer Farbe Blumen gepinselt worden und in gelb und grün Kolibris, die von ihnen trinken. Auf der anderen Seite ein Tukan vor einer lilafarbenen Bergkulisse.

Juayua Haus

Wir laufen über einen überdachten Markt, auf dem man die verschiedensten Früchte kaufen kann, auch welche, die wir gar nicht kennen. Solche Märkte finden wir immer ziemlich cool, weil sie ein Stück weit die Kultur des Landes widerspiegeln und man eintauchen kann in das Alltagsleben der Einheimischen. Jedes Wochenende gibt es auch einen großen Food Market in Juayúa.

Außerdem gibt es eine schöne weiße Kirche im Dorf. Davor befindet sich ein kleiner Park. Wir setzen uns und weichen der Sonne aus, während wir den Entschluss fassen, mit Tuktuks einen Abstecher zu den zwei Kilometer entfernten sieben Wasserfällen (Los Chorros) zu machen.

Juayua Kirche

Juayua Tuktuk

Es ist dann tatsächlich besser, den Weg mit den Tuktuks zu fahren. Zwar ist es die holprigste Tuktukfahrt ever: Schlaglöcher ohne Ende auf der Schotterstrecke. Da müssen wir echt aufpassen, nicht rauszufallen. Doch zu Fuß hätten wir das bei der Hitze nicht ausgehalten. Auch nicht zu empfehlen ist die Strecke, wenn man körperlich angeschlagen ist, denn es wackelt in einer Tour. 🙂

Erst wandern…

Nach der Fahrt geht es einen relativ steilen Weg hinab. Links die Felswand, rechts geht’s quasi senkrecht bergab in einen Wald. Der Weg an sich besteht aus staubigem Dreck und kleinen Steinen – perfekt zum Abrutschen. Aber wir kriegen das ohne Verletzte hin. Danach folgen wir dem Weg immer weiter bergab, bis auf der linken Seite der erste Wasserfall auftaucht. Er ist größer als gedacht, einige Menschen schwimmen darin. Für uns ist die Luft, die die Wassermassen in Bewegung setzen, eine willkommene Abkühlung.

… dann unterm Wasserfall abkühlen

Wir laufen weiter zum zweiten Wasserfall. Der ist noch größer und eine kleine Badeoase. Micha hat seine Badehose dabei und springt kurzerhand ins Wasser – und das ist echt kalt. Also sitzen wir anderen ein wenig am Wasser, tunken die Füße ein. Schließlich drehen wir um. Auch den steilen Abgang müssen wir wieder hoch kraxeln.

Juayua Wasserfall

Unser Guide zeigt uns noch eine Zikade, die er irgendwo im Busch gefunden hat. Abgefahren riesig sind diese Viecher! Kein Wunder, dass die so laut Zirpen können. Dann geht’s mit dem Tuktuk wieder zurück nach Juayúa. Von dort aus fahren wir dann wieder ins Hotel – einige von uns haben sich etwas eingefangen und so ist mehr nicht drin.

Zikade

Die Wasserfälle sind ganz schön und etwas, das man nicht unbedingt direkt hinter einem kleinen Dörfchen erwartet. Der Oberhammer sind sie allerdings nicht. Das Flair der kleinen Bergdörfer dagegen ist super! Die Leute sind total freundlich und offen und ganz besonders schön soll Ataco sein.

Diesen und weitere Tipps gibt auch Bea in unserem Interview über die Sicherheit und Sehenswürdigkeiten in El Salvador. Wir würden euch deshalb empfehlen, auf jeden Fall noch mehr von der Ruta de las Flores anzuschauen als nur ein Dörfchen.

Costa del Sol

Costa del Sol

Die Costa del Sol ist eines der meistbesuchten Urlaubsziele in El Salvador sowohl der Einheimischen als auch der Touristen. Außerdem ist diese Küste auch unsere letzte Station in El Salvador. Abgesehen von unserer allerletzten Übernachtung im Hotel El Rancho* in der Nähe des Flughafens.

Von Hotel Cinco* in San Salvador fahren wir etwa 1,5 Stunden (bei viel Verkehr dauert es eher zwei Stunden) zum Strandrestaurant La Hola Betos, um dort zu essen. Und ja, genau so macht das Leben Spaß: Die Füße im Sand, den Blick gen Meer und den Krabbencocktail in der Hand. Der Strand ist leer, weil der Sand so heiß ist. Dem Restaurant sind einige weiße Betten vorgelagert, die Schatten spenden.

Costa del Sol Strand

Vermutlich sollte man sich hier nicht ganz so weit ins Meer wagen, denn der Pazifik hat eine stark spürbare Strömung. Insgesamt ist der Strand hier ziemlich paradiesisch. Einige von der Hochzeitsgesellschaft sagen, sie haben noch nie einen so schönen Strand gesehen. Dem können wir nicht ganz zustimmen: Die Strände in Mexiko fanden wir noch ein bisschen schöner. Trotzdem ist die Costa del Sol definitiv richtig hübsch.

Costa del Sol Hotel

Nach dem Essen fahren wir in unsere Unterkunft: Ein riesiges Haus direkt am Strand. Mit Pool im Garten und Palmen, zwischen denen Hängematten baumeln. Und einer großen Terrasse mit Grill. Einfach nur mega. Wir hauen uns direkt in den Pool und danach ins Meer und wieder zurück in den Pool.

Am Strand finden wir teils riesige Löcher, in denen große Krabben hocken, während sie auf den Sonnenuntergang warten. Der hier übrigens äußerst schön ist, wenn es nicht gerade bewölkt ist. Wer außerdem am Strand ist: einige Straßenhunde und – kein Witz – Kühe! Wir gucken nicht schlecht, als da plötzlich vier Kühe vor unserem Haus im Sand „grasen“.  😀

Kühe Costa del Sol El Salvador

Was wir noch am Strand finden, bereitet uns Kopfzerbrechen. Zuerst denken wir, im Sand würden Krabben sitzen. Aber es sind super viele, wir können sie alle sehen und sie hauen nicht ab, wenn man näher kommt. Das finden wir ungewöhnlich für Krabben.

Sanddollars

Irgendwann untersuchen wir eins von den Dingern genauer. Es ist eine kleine runde Scheibe mit strichförmigen Löchern und winzigen Haaren überall außer auf der Vorderseite. Legt man das Ding zurück in den Sand, buddelt es sich von allein wieder ein. Was zur…?!

Sanddollar

Bitte was soll das sein?!

Unsere tiefgründige Recherche offenbart uns später, womit wir es zu tun haben: Sanddollars. Noch nie gehört. Die gehören zur Klasse der Seeigel und ernähren sich von kleinen organischen Partikeln, die an der Oberfläche von Sandkörnern kleben. Abgefahrene Viecher.

Costa del Sol Pazifik

Die Costa del Sol ist super schön. Außerdem scheint es etwas sicherer hier zu sein als in San Salvador. Vor unserer Unterkunft steht kein bewaffneter Mann und zum Strand raus haben wir nicht mal einen wirklichen Zaun. Wir können uns ganz entspannt am Strand bewegen. Abends können wir grillen, sitzen bis spät in die Nacht draußen in Hängematten unter Palmen und quatschen bis tief in die Nacht. Wir lassen es uns so richtig gut gehen. So klingen die letzten Tage unseres Besuchs in El Salvador richtig schön aus, bevor wir weiter nach Belize fliegen.

Costa del Sol Sonnenuntergang

Fazit

El Salvador ist überraschend vielfältig, überraschend hübsch und überraschend fröhlich. Vielleicht darf man hier nicht zu viel erwarten, aber El Salvador ist definitiv eine Reise wert. Ersetz deine Ängste und Vorurteile durch Erfahrungen! Besonders die Costa del Sol ist malerisch schön und ein kleines Paradies. Auch die Ruta de las Flores ist einfach nur hübsch. Wir hatten tolle zehn Tage in El Salvador. Wiederkommen müssen wir allerdings nicht. Es ist eben auch ein kleines Land, da hat man schnell viel gesehen. Wir sagen: Der „Däumling Mittelamerikas“ ist ideal für einen kurzen Abstecher, wenn du eh gerade in der Gegend bist oder eine Reise in die Nähe planst. Eine Reise ausschließlich dorthin würden wir aber nicht unbedingt empfehlen.

Wir hoffen, unser El Salvador Reisebericht hilft dir bei der Reiseplanung. Haben wir deine Fragen nicht beantwortet? Lass uns doch einen Kommentar da. 🙂

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Wie uns das Reisen verändert hat

Caye Caulker Sonnenuntergang

Wie verändert uns das Reisen? Reisen wir so gern, weil das Reisen etwas mit uns macht? Und was ist das konkret? Diese Fragen haben wir uns im Rahmen der Blogparade „Reisen verändert“ von Sabine mit ihrem Blog Ferngeweht gestellt. Und wir haben gemerkt: Die Antworten auf diese Fragen sind gar nicht mal so einfach in Worte zu fassen. Das hier ist unser Versuch, unsere Erfahrungen darüber aufzuschreiben.

Malaga Aussicht

Reisen macht selbstbewusst

Ich (Lisa) habe angefangen Spanisch zu studieren, ohne die Sprache so richtig zu können. Um mein Spanisch zu verbessern, bin ich zwei Mal nach Málaga gegangen. Allein. Das erste Mal hatte ich tatsächlich ziemlich viel Heimweh und bin sogar eine Woche früher zurückgekommen als geplant. Als ich das zweite Mal dort war, wäre ich allerdings am liebsten gar nicht mehr zurückgekommen.

Ich war also in dieser Stadt, bei dieser Familie, mit der ich mich kaum verständigen konnte und musste irgendwie selbst durchkommen. Ohne mich wirklich auf andere zu verlassen. Ich musste mich um mich selbst kümmern, alltägliche Aufgaben wie den Einkauf auf einer anderen Sprache erledigen und viel Zeit mit mir selbst verbringen. Ich lag tatsächlich sehr gern mal allein am Strand oder bin allein spazieren gegangen. Am Ende kam ich definitiv selbstbewusster nach Hause, mit dem Wissen, dass diese Erfahrungen nur mir gehören und mit dem Gefühl, eine zweite Stadt mein zu Hause nennen zu können.

Costa Rica

Reisen macht mutig

Micha hat schon fast 40 Länder bereist. In vielen davon war er ganz allein, von Argentinien bis Mexiko.

Hin und wieder hat er auch die ein oder andere brenzlige Situation erlebt. In Mexiko wurde er zum Beispiel auf der Straße von einem Mexikaner gefragt, was er in dem Viertel zu suchen habe. Er solle sich hier besser nicht allein rumtreiben. Kapuze auf, Blick nach unten und schnell raus aus dem Viertel. Da hatte er wohl Glück, dass ihn nicht der Falsche angesprochen hat.

Mittlerweile gibt es kein Land, in das er nicht reisen würde, egal ob allein oder in Gesellschaft. Ohne die Erfahrungen, die er in der Vergangenheit auf Reisen gesammelt hat, wäre das vermutlich nicht so. Reisen macht also nicht nur selbstbewusst, sondern auch mutig.

Reisen bringt dich näher zu dir selbst

Ich habe es ja eben schon angedeutet: Wer mehr Zeit mit sich selbst verbringt und zwar an einem Fleck Erde, der außerhalb der eigenen Komfortzone liegt, der hat viel Zeit zum Nachdenken. Letztendlich lernst du dich auf Reisen selbst besser kennen. Um über mehrere Monate immer mal wieder 36 Stunden allein im Bus zu sitzen, musst du letztendlich mit dir selbst klar kommen. Da führt kein Weg dran vorbei. Oder es werden 36 unangenehme Stunden. Jede Reise in ein fernes Land, vor allem wenn man allein reist, ist auch eine Reise zu sich selbst. Mag spirituell oder philosophisch klingen, ist aber so. 🙂

El Salvador Sonnenuntergang

Reisen erweitert den Horizont

Viele Menschen tendieren dazu, viele Geschichten über die verschiedensten Länder und Kulturen zu erzählen. In Wirklichkeit waren sie aber nie selbst dort. Sie sprechen nicht aus Erfahrung. Stattdessen spielen sie Stille Post und verbreiten ihre Vorurteile.

Manchmal kennt man ein Land auch nur aus den Medien. So war es bei mir zum Beispiel bei El Salvador. Ich kannte nur die negativen Geschichten. Mord und Totschlag, Jugendkriminalität und die Ohnmacht, nichts dagegen tun zu können. Das alles habe ich nie hinterfragt, weil ich nie etwas mit dem Land zu tun hatte. Bis wir von Freunden zur Hochzeit nach El Salvador eingeladen wurden.

Nur weil eine Gruppe von Menschen in einem Land Böses tut, heißt das nicht, dass das ganze Land so ist. Ganz im Gegenteil: Die Menschen, die wir dort getroffen haben, waren alle mehr als freundlich und fröhlich und zufrieden. Die Reise hat mir gezeigt, dass Vorurteile häufig eben nur das sind – Vorurteile. Und zwar solche, die durch Erfahrung ersetzt werden wollen und sollten. Wie sagte Mark Twain einst: „Reisen ist tödlich für Vorurteile“. Recht hat er.

Mexiko Schildkröten

Reisen macht dir die Umwelt bewusst

Nicht nur lehrt das Reisen, Vorurteile über Bord zu werfen. Wir haben auch gelernt, wie wertvoll die Natur ist, die uns umgibt. Wie viel von ihr schon zerstört ist. Aber auch wie viel noch lebt. Wie sehr sie es wert ist, geschützt zu werden und wie dringend sie es nötig hat.

Und leider auch, an wie wenigen Teilen der Welt dieser Schutz praktiziert wird. In vielen Ländern, sei es Thailand oder El Salvador, liegt so viel Müll am Straßenrand, am Strand oder im Meer. Viele Menschen werfen achtlos ihre Zigaretten in trockene Gräser. Verheerende Brände sind die Folge.

Grausam, dachten wir als erstes, wie können die Menschen nur so unachtsam sein?! Vielleicht fragt sich so manch einer, warum er sich um die Umwelt bemühen soll, wenn in so vielen Teilen der Welt drauf geschissen wird? Durch das Reisen haben wir gelernt, dass viele der Menschen, die so mit der Umwelt umgehen, ganz andere Probleme haben, die wir uns nicht einmal in unseren kühnsten Träumen vorstellen können und mögen.

In Nicaragua hat Micha zum Beispiel abends am Strand einen Mann beobachtet, der Schildkröteneier ausgegraben hat, um sie dann zu verkaufen. Obwohl viele Organisationen alles dafür tun, die Eier zu schützen. Denn unter anderem durch solche Aktionen sind Meeresschildkröten stark bedroht. Micha hat ihn mit einigen anderen darauf angesprochen, warum er das macht und ob ihm bewusst ist, was er damit anrichtet. Der Mann hat erzählt, dass sein Einkommen als Straßenverkäufer nicht ausreicht, um seine beiden Kinder zur Schule zu schicken.

Die Frage ist: Wer hat jetzt recht? Entweder der Mann überfällt Menschen oder er gräbt Schildkröteneier aus. Kann man dem Mann sagen, Schildkröten sind wichtiger als die Bildung seiner Kinder? Ein schwieriges Thema. Umso wichtiger, dass die wenigen, die sich für den Schutz der Welt einsetzen können, dies auch tun.

Kroatien Klippen

Reisen setzt den Fokus auf das Wesentliche

Das geschieht zum Einen durch externe Faktoren, wie die Geschichte des Schildkröten-Mannes. Zum anderen aber auch durch das, was in einem selbst passiert.

Sobald ich im Flugzeug sitze, von oben auf diesen so gebrechlichen blauen Planeten schaue, sind all meine Gedanken plötzlich so viel geordneter als sonst. Denn ich denke nicht nur über mein Leben und meine vermeintlichen Probleme nach. Nein, ich denke jedes Mal: Wie faszinierend dieser Planet doch ist, auf dem wir leben.

Du kannst der Zeit wegfliegen oder ihr hinterher jagen. Du kannst über Unwettern thronen. Und dann, wenn du am Ziel angekommen bist, kannst du die verrücktesten Tiere, die interessantesten Völker, die tiefsten Täler, die beeindruckendsten Wälder, Küsten und Gebirge entdecken.

Und jedes Mal komme ich mir so mickrig klein vor inmitten all dieser Natur. Ein kleines Wesen auf einem Planeten, der eigentlich ein Hauch von Nichts ist in diesem riesigen Universum. Was sind schon deine Luxusprobleme, wenn du merkst, wie riesig die Welt eigentlich ist und dass es da draußen noch so viel mehr gibt als du dir vorstellen kannst. Dann fällt es leicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Thailand Koh Mak

Reisen spendet neue Energie

Wie schnell ist man vom alltäglichen Leben ausgelaugt oder genervt? Viel zu häufig ertappe ich mich, wie ich mich ständig über alles Mögliche beschwere. Wenn die nächste Reise bevorsteht, dann weiß ich genau, ich komme erholt und mit geladenem Akku zurück. Egal wie anstrengend auch An- und Abreise sein mögen. Neues zu sehen, Unbekanntes zu erkunden, das ist so wohltuend, dass ich am Ende einer Reise immer aufgetankt bin.

Selbst dann, wenn nach 17 Stunden Rückflug von El Salvador über Toronto plötzlich in London eine eigentlich gebuchte Person das Ticket nicht ausgestellt bekommt. Wir um den Anschlussflug nach Düsseldorf bangen und letztlich zum Gate rennen müssen. Das Gefühl, das ich habe, wenn ich nach einer Reise zu Hause ankomme, ist unbezahlbar.

Reisen macht glücklich

Das Reisen schenkt unvergessliche Augenblicke und Momente, die wir nicht erlebt hätten, wären wir nicht zu genau diesem Zeitpunkt an genau diesem Ort gewesen. Reisen ist ein Ausgleich zum Alltag. Das Schnorcheln mit Haien, Rochen und Schildkröten, die Verfolgungsjagd in Barcelona oder der Kontakt zur belizischen Polizei – das sind unvergessliche Erfahrungen. Ob positiv oder negativ: Auch wenn die Stimmung in solchen Momenten teilweise gedrückt ist, so spürt man danach doch immer, dass das Leben Spaß macht.

Caye Caulker Sonnenuntergang

Reisen verbindet

Das gemeinsame Reisen verbindet durch eben solche Erfahrungen ungemein. Denn gemeinsame Erinnerungen schweißen letztlich doch immer mehr zusammen als jeder Sofa-Abend. Ob man jetzt von vornherein zusammen reist oder vor Ort neue Kontakte knüpft. Es sind Erlebnisse, die verbinden. Natürlich muss man für geteilte Erlebnisse nicht unbedingt reisen, aber ich finde, geteilte Reiseerlebnisse sind doch immer noch die schönsten.

Reisen zeigt dir, wo du herkommst

Letztlich zeigte uns das Reisen auch immer wieder ein Stück weit, wo unser Zuhause ist. Unter kalten Duschen in Mexiko oder auf aus einem Loch im Boden bestehenden Toiletten in Thailands Dörfern habe ich das zu schätzen gelernt, was wir in Deutschland haben. Sei es Panama, Brasilien oder Thailand, in vielen Teilen der Welt schaust du aus dem Busfenster und siehst Wellblechhütten und Schlimmeres. Und du weißt: Darin leben wirklich Menschen. Du merkst, dass du richtig froh sein kannst, dass du in Deutschland geboren wurdest. Einem Land, das entwicklungstechnisch so weit ist, dass andere Länder nur davon träumen können.

Außerdem merkst du, dass deine Familie und deine Freunde wirklich wichtig sind. Was würdest du ohne sie tun?  Reisen zeigt dir, wo dein Zuhause ist. Egal wie gern du auch reist und andere Länder und Kulturen kennenlernst. Und ist mal keine Zeit oder kein Geld da für eine Reise in ein anderes Land, dann kommen wir dadurch auch immer mal wieder auf die Idee, die schönen Ecken des eigenen Lands zu entdecken.

Mexiko Isla Mujeres

Reisen macht süchtig

Zu guter Letzt macht das Reisen uns wohl auch süchtig. Einmal richtig angefangen, ist es schwer, damit wieder aufzuhören. Leider fehlt oft die Zeit, all das zu entdecken, was es noch zu entdecken gibt auf dieser Welt. Suchtcharakter hat das Reisen bei mir vor allem in der Hinsicht bekommen, dass ich sofort nach der Rückkehr von der einen Reise die nächste Reise planen will. Vielleicht geht dabei hin und wieder das Privileg verloren, die letzte Reise Revue passieren zu lassen und alle Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten. Aber wir können einfach nicht mit dem Reisen aufhören. 🙂

Fazit

Reisen verändert: Reisen macht empathischer. Reisen bedeutet Freiheit und Glück. Und jedes Mal kommen wir mit einem Stückchen mehr von uns selbst zurück. Was sollen wir noch sagen: Leute, reist! 🙂 Es muss ja nicht gleich Bolivien sein, Europa hat ebenso viele schöne Ecken zu bieten.

Und wie siehst du das Ganze? Wie verändert dich das Reisen? Lass uns doch einen Kommentar da.

Mit diesem Artikel nehmen wir an der Blogparade „Reisen verändert“ von Sabine mit ihrem Blog Ferngeweht teil.

 

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El Salvador Reisebericht: Unterwegs in San Salvador – Teil 1

El Salvador Lisa und Micha

Feuchte Hitze, verriegelte Autotüren und Männer mit Gewehren. Das ist das erste, was wir nach 18 Stunden Reise von Düsseldorf über Frankfurt und Toronto am Abend unserer Ankunft in El Salvador wahrnehmen.

Im ersten Teil unseres Reiseberichts über unseren zehntägigen Urlaub in El Salvador erfährst du, wie wir San Salvador, die Hauptstadt des Landes, wahrgenommen haben. Im zweiten Teil geht es um Strände, Dörfer und Wasserfälle, die wir besucht haben. Willst du noch mehr Tipps rund um El Salvador, lies doch auch unser Interview mit einer Einheimischen. Außerdem haben wir dir alle El Salvador Reisetipps auf einen Blick zusammengestellt.

Hinweis: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung (da Empfehlungen) und Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts, wenn du über diesen Link buchst. Danke für deine Unterstützung!

Warum El Salvador?

Man hört viel über das kleine zentralamerikanische Land am Pazifik, das gerade einmal in etwa so groß ist wie Hessen. Vor allem viel Negatives: Das Auswärtige Amt warnt vor einer sehr hohen Kriminalitäts- und Gewaltrate durch Jugendbanden. Die Medien sind voll von Berichten über grausame Entführungen, Vergewaltigungen, Morde. Zudem gibt es Statistiken darüber, dass in El Salvador bereits seit Jahren eine der höchsten Mordraten der Welt pro 100.000 Einwohner vorherrscht.

Was also wollen wir an diesem von vielen als eines der gefährlichsten Länder der Welt eingestuften Fleck Erde?

Ganz einfach: Wir sind der Liebe wegen gekommen. Freunde von uns heiraten hier, denn die Braut kommt von hier, hat Familie und Freunde hier. Und wenn wir schon mal da sind, wollen wir natürlich wissen: Ist El Salvador wirklich so schlimm wie sein Ruf? Vielleicht bildet man sich seine Meinung viel zu häufig durch Vorurteile. Wir haben unsere Vorteile jedenfalls durch Erfahrungen ersetzt.

Kaum einer kommt, um zu bleiben

Als wir aus dem Flugzeug aussteigen, sind wir fast die einzigen, die durch die Passkontrolle gehen. Alle anderen haben Anschlussflüge und sind nur zum Umsteigen in El Salvador gelandet. Auch der Mann an der Passkontrolle guckt uns irritiert an.

Ob wir keinen Anschlussflug haben, fragt er.

Nein, haben wir nicht.

Warum wir uns El Salvador ausgesucht haben, will er wissen und freut sich, dass wenigstens wir gelandet sind, um zu bleiben. Wir finden die Leere im Ankunftsbereich gut. Denn wir waren selten so schnell durch die Passkontrolle durch und haben noch seltener so schnell unser Gepäck vom Band bekommen.

El Salvador Flugzeug

Nachdem wir in San Salvador gelandet sind und aus dem Flughafen mit diesem gigantischen Namen (Aeropuerto Internacional de El Salvador Monseñor Arnulfo Romero) an die frische Luft treten, ist es schon dunkel. Und es regnet. Das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Nichtsdestotrotz sind noch schnuckelige 26 Grad und nach der langen Reise ist uns eigentlich eh alles egal. Wir wollen nur schlafen.

Sicher ist sicher

Unser im Voraus gebuchter privater Taxifahrer verriegelt sofort nach dem Einsteigen die Türen und bringt uns in unser Hotel, Hotel Cinco*, in San Benito, einem gehobenen Viertel in der Hauptstadt des Landes, San Salvador.

Vor unserem Hoteltor steht ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann. Und nicht nur dort, eigentlich stand vor jedem Tor, das wir während der Taxifahrt gesehen haben, ein bewaffneter Mann. Ein bisschen unheimlich ist das schon. Doch diese Männer sind nicht die „Bösen“. Im Gegenteil, sie sollen die Bösen vertreiben.

El Salvador Hotel

Zwischen Papayabäumen und Kolibris

Am nächsten Morgen entblößt sich die Vielfalt El Salvadors: Strahlend blauer Himmel, schon jetzt knapp 30 Grad im Schatten und im Garten blühen die buntesten Blumen, riesige Basilikum- und Rosmarinbüsche, Papayabäume. Und zwischen all dem schwirrt ein kleiner Kolibri auf der Suche nach Nektar umher. So schlimm scheint El Salvador nicht zu sein. Wir fühlen uns wohl. Außerdem schmeckt das Frühstück super: Es gibt frisch gepressten Orangensaft, fluffige Pancakes und morgendliche Tacos – dünne Teigfladen gefüllt mit Bohnenpaste, Rührei, Zwiebeln, Tomate und Koriander.

El Salvador Hotel Garten

Unser Hotel in San Salvador

Hotel Cinco* ist wirklich der Wahnsinn. Wirklich. Wir sind restlos begeistert. Die Rezeptionisten sind super nett und total bemüht, genauso wie die Bedienung beim Frühstück. Es gibt vegane Gerichte und, wenn möglich, kommen die Zutaten fürs Essen und Trinken aus dem eigenen riesigen Garten.

In diesem gibt es zudem einen kleinen Fischteich und morgens kommt ein kleiner Kolibri vorbei, um von den paradiesischen Blumen zu kosten. Was nicht für die Gerichte auf der Karte verwendet wird, wird im hoteleigenen Obstladen verkauft. Das ganze Hotel ist sehr stilvoll eingerichtet, die Zimmer sind immer sauber und haben natürlich eine Klimaanlage. Wir waren restlos begeistert und hätten nie so ein tolles Hotel erwartet. Deshalb empfehlen wir es aus vollster Überzeugung uneingeschränkt weiter.

El Salvador Hotel Cinco

Wir sind eine Attraktion

Irgendwann hat die ganze Hochzeitsgesellschaft, die aus Deutschland mit angereist ist, Lust, das Hotel zu verlassen. Wir wollen Wasser kaufen. In einer kleinen Gruppe von Gringos laufen wir also in Richtung Supermarkt. „Gringo“ ist der Begriff für Weiße, eigentlich Amerikaner, in Mittel- und Südamerika. Dabei sind wir offenbar eine kleine Attraktion für die Einheimischen. Alle starren uns an.

Klar, wir stechen gut aus der Menge raus mit der weißen Haut und dann sind wir auch noch so viele auf einem Haufen. Viele winken uns zu, auch einige der bewaffneten Männer. Wobei… Vermutlich winken sie nicht uns zu, sondern der anderthalbjährigen Tochter von Freunden, die auch dabei sind. Ein blondes Baby – das ist hier wohl eher selten.

San Salvador

Fußmarsch zum Supermarkt überlebt

Der Weg zum Supermarkt ist nicht allzu hübsch. Wir laufen an einer riesigen Baustelle vorbei. Der Staub bleibt in der Nase hängen, weil es so trocken ist. Auf der anderen Straßenseite: Kleine Geschäfte, Cafés, Bars, Restaurants. Erst einmal nicht wirklich anders als andere mittelamerikanische Städte. Die meisten Läden wirken unscheinbar von außen, vor einigen stehen natürlich bewaffnete Männer. Manche Häuser sind etwas runtergekommen, viele haben Wellblechdächer und dreckige Fassaden. Dahinter jedoch ragen meterhohe Hoteltempel aus Glas in die Höhe. Ein Eichhörnchen klettert über die Stromleitung, die übrigens aussieht wie in Mexiko oder Asien, total verwurschtelt.

Als wir am Supermarkt ankommen, können wir nicht behaupten, uns unsicher oder unwohl gefühlt zu haben. Im Gegenteil – die meisten Menschen, denen wir bisher begegnet sind, waren sehr freundlich zu uns.

Im Supermarkt gibt es alles, was das Herz begehrt, teilweise auch in riesigen Portionen. Zum Beispiel 1 Kilo Mayonnaise-Packungen oder 2,5 Liter Sprite Flaschen. Wir haben also unseren Fußmarsch in San Salvador überlebt.

San Salvador Markt

Ausflug in San Salvadors Innenstadt – der Markt

San Salvador hat natürlich auch eine Innenstadt. Wir fahren mit einem Taxi mit getönten Scheiben die Haupteinkaufsstraße entlang. Diese teilen sich Fußgänger, Fahrradfahrer, Motorradfahrer und Autos. Einen Fußgängerweg gibt es nicht. Deshalb geht es wuselig zu, die Straße ist komplett voll.

Richtigen Geschäften sind Marktstände vorgelagert. Sie verkaufen alles: Hosen, Röcke, Kleider, T-Shirts, Obst, Gemüse, Süßigkeiten, Zahnpasta, Medikamente und Pupusas. Bei letzterem handelt es sich um das Nationalgericht El Salvadors, eine Tortilla aus Maismehl mit eingebackener Füllung, entweder Bohnenmus, Käse oder Fleisch.

Die Marktstandinhaber in San Salvador zahlen alle Schutzgebühren an die Banden in der Stadt. Florian, der Freund, wegen dem wir hier sind, erzählt uns: Zahlt ein Marktstandinhaber seine Schutzgebühr nicht, ist es schon vorgekommen, dass er mittags vor der Kirche erschossen wurde. Das nennen wir mal Druck am Arbeitsplatz… Wie krass. Als Tourist merkt man von dieser Atmosphäre jedoch nichts. Wir fühlen uns nach wie vor willkommen.

San Salvador Palast

Der Nationalpalast

Wir passieren den Nationalpalast im historischen Zentrum an der 4a Calle Poniente, bisher das schönste Gebäude, das wir in San Salvador gesehen haben. Der Palast ist im klassizistischen Stil Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut worden. Sobald es dämmert, wird er schön beleuchtet. Da wir nicht anhalten und aus dem Auto aussteigen, gibt es leider nur seitliche Bilder aus dem Auto von uns.

San Salvador Kirche

Die Iglesia El Rosario

Als nächstes schauen wir uns die Kirche Iglesia El Rosario in der 4 Calle Ote an. Von außen sehr unscheinbar und eher nicht so hübsch, kommt die volle Pracht des gewölbten Dachs und der bunten Fenster erst im Innern der Kirche zur Geltung. Denn die durch die farbigen Fenster scheinende Sonne legt einen hübschen Schleier in Regenbogenfarben auf den Altar.

Gleich vor der Kirche liegt die Plaza Libertad. Da wir allerdings eine Reservierung in einem Restaurant haben und es schon dämmert, steigen wir ins Taxi und fahren weiter, ohne den Platz eingehender zu erkunden.

Wir essen Pupusas und Empanadas im Restaurant El Mistral Planes de Renderos. Eigentlich ein Chilene. Das Restaurant bietet aber auch Pupusas an. Zudem hat es eine wunderschöne Aussicht zu bieten. Man blickt über  San Salvador, im Dunkeln ein Lichtermeer. Zur Unterhaltung versorgt  uns die Köchin selbst mit Live-Musik.

San Salvador El Rancho

Übernachten auf der Ranch

Wir bleiben insgesamt rund eine Woche in El Salvador und machen noch einige Ausflüge in die Umgebung, bevor es weiter nach Belize geht. Da wir über El Salvador zurück nach Deutschland fliegen (günstiger!), verbringen wir unsere letzte Nacht in El Salvador im Hotel Rancho Argueta* in San Luis Talpa, in der Nähe des Flughafens. Denn unser Flug geht am nächsten Morgen gegen sieben. Die Zimmer sind Basic, sehr sauber und gemütlich. Außerdem besitzt das Hotel ein Restaurant, überdacht und ohne Dach im Innenhof. Dieser Außenbereich ist mit einer Lichterkette überspannt und niedlich dekoriert. Da gibt es zum Beispiel einen Brunnen, viele Blumen und Laternen. Und: Ein Teleskop, durch das wir den Mond beobachten. Wahnsinn. Bisher haben wir noch nie durch ein Teleskop geschaut, deshalb sind wir total begeistert. Wir konnten jeden Mondkrater sehen! Das Essen ist zwar nicht ganz so gut, aber für einen Tag in Ordnung.

San Salvador Mond

Das Bild durchs Teleskop spiegelt nicht annähernd wieder, wie faszinierend der Mond wirklich dadurch aussieht.

Duty Free muss draußen bleiben

Es geht zurück nach Deutschland. Das frühe Aufstehen hätten wir uns am liebsten gespart. Am Flughafen gibt es zum Glück genügend Frühstücksmöglichkeiten. Was es noch gibt: Viel Duty Free-Kram.

Am Flughafen in San Salvador ist es jedoch so: Es gibt zwei Kontrollen. Eine wie es sie an jedem Flughafen gibt, nachdem man sein Flugticket vorgezeigt hat. Und eine direkt am Gate. Das heißt, da legt man noch mal seinen Rucksack in die Plastikschale, zieht noch mal seine Jacke aus, seine Schuhe, leert die Hosentaschen und so weiter. Und man muss noch mal durch einen Metalldetektor. Ihr kennt das.

Die Beamten sind leider sehr strikt, was die Regeln angeht. Oder sie haben sie nicht richtig gelesen. Oder sie wollten einfach selbst was ab haben vom Duty Free. Jedenfalls durfte eine Frau vor uns ihren teuren Rum, den sie im Duty Free-Bereich des Flughafens gekauft hatte und der in eine Duty Free Bag eingepackt war, nicht mit ins Flugzeug nehmen. Bestimmt 90 $ für die Katz. Jegliche Diskussion war zwecklos. Aber gut, dass es einen Duty Free Bereich gibt… 😉 Hoffentlich hat’s den Beamten dann abends geschmeckt.

Schnell durch die Kontrolle, ab an Board und auf Wiedersehen, El Salvador.

El Salvador Vulkan

Vorurteilen nicht immer Glauben schenken

Letztlich sind es doch immer Vorurteile, die einem ein mulmiges Gefühl geben, bevor man in ein solches Land reist. Natürlich rühren die gerade in El Salvador nicht von ungefähr. Geht man jedoch mit gesundem Menschenverstand an die Sache, ist man vorsichtig und hält sich fern von den entsprechenden Vierteln und zwielichtigen Gestalten, sind El Salvador und seine Hauptstadt, San Salvador, ebenso bereisbar wie andere ähnliche lateinamerikanische Länder.

Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, was auch damit zu tun hatte, dass Touristen in El Salvador weniger gefährdet sind als Einheimische. Willst du Verhaltenstipps für El Salvador und Tipps, was du dir dort anschauen solltest und woran du Gegenden erkennst, die du besser vermeiden solltest? Dann lies doch unser Interview mit einer Salvadorianerin.

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El Salvador Tipps: Eine Einheimische über Gewalt, Sicherheit & Sehenswürdigkeiten

Bea

Hier findest du El Salvador Tipps einer Einheimischen zu Sicherheit und Sehenswürdigkeiten.

Bea ist 29 und in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, geboren. Im Interview verrät sie dir ihre El Salvador Tipps. Denn sie ist nicht nur dort geboren, sondern hat auch 25 Jahre ihres Lebens dort verbracht. Außerdem sprechen wir über die Gewalt und die Sicherheit im Land ebenso wie über die schönen Ecken des Landes.

Welche Strände und Städte musst du sehen? Welche Orte solltest du besser meiden? Außerdem hat sie allgemeine Verhaltenstipps für Backpacker, Weltenbummler und alle anderen Urlauber (im Folgenden der Einfachheit halber unter “Touristen” zusammengefasst, auch wenn sich vielleicht niemand gern als Tourist outet 😉 ).

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Hier liegt El Salvador

Du sagst von dir selbst, dass du Salvadorianerin mit Leib und Seele bist. Was gefällt dir am besten an El Salvador und gibt es auch etwas, das du nicht magst?

Am meisten gefällt mir, dass El Salvador der “Däumeling Amerikas” ist – also das kleinste Land in Zentralamerika. Du kannst zu Füßen des Vulkans frühstücken, mittags am See picknicken und pünktlich zum Sonnenuntergang am Strand sitzen. Und das alles an nur einem Tag, das ist total schön.

Bewundernswert finde ich auch die herzensguten Menschen in diesem Land. Dieses Lächeln, das vor allem die Älteren immer auf den Lippen haben, stolz auf ihr Land, ihre Strände und ihre Kultur. Und die Kinder, denen du das schönste Lächeln entlocken kannst, wenn du ihnen Geschichten erzählst und sie dazu inspirierst, über den Tellerrand zu schauen.

Was mir nicht gefällt, ist die Ungleichheit im Land, die wirklich sehr ausgeprägt ist. Es bricht mir das Herz, dass so viele Kinder kaum genug zu Essen haben. Diese Armut, mit der viele Tag für Tag konfrontiert werden, ohne die Möglichkeit, eines Tages aus diesem Leben ausbrechen zu können, das finde ich schlimm.

Wo du gerade von der Ungerechtigkeit sprichst: Würdest du sagen, El Salvador ist ein gefährliches Land für Touristen?

Absolut nicht. Eine wirkliche Gefahr besteht nur für die Einheimischen. Mit den Touristen legt sich niemand an, wir sind schließlich ein Land, das vom Tourismus lebt. Wenn du Urlaub in El Salvador machst, wirst du immer jemanden mit einem Lächeln auf den Lippen treffen, der bereit ist, dir zu helfen. Wir sind eins der glücklichsten Länder der Welt. 😉

El Salvador: 2014 eines der glücklichsten Länder der Welt
Auch wenn man es kaum glauben mag, 2014 war El Salvador in der Rangliste der glücklichsten Länder der Welt im Rahmen des World Happiness Report auf Platz 7: 2014 fühlten sich fast 40 % der Salvadorianer glücklich.
Quelle: https://www.elsalvador.com/entretenimiento/135565/el-salvador-entre-los-10-paises-mas-felices-del-mundo/

Vulkan Izalco El SalvadorVulkan Izalco

„Ich kenne keinen Salvadorianer, der noch nicht mit Gewalt in Berührung gekommen ist.“

Wenn sich die Gewalt auf Einheimische beschränkt, hast du selbst schon mal Gewalt erlebt?

Ja, leider kenne ich keinen Salvadorianer, der noch nicht mit Gewalt in Berührung gekommen ist. Mein Vater wurde bei einem Überfall getötet, meine Mutter kam eines Tages  mit einem blauen Auge nach Hause. Eine Frau hat ihr ein ganzes Monatsgehalt gestohlen.

Einmal habe ich in San Salvador im Auto an der Ampel auf “grün” gewartet. Da hielt mir einer eine Pistole an den Kopf und wollte mein Handy. Als ich nicht reagiert habe, hat er seine Hand ins Auto gesteckt und die Waffe auf meinen kleinen Bruder gerichtet. Der war damals erst sechs. Da hab ich ihm das Handy natürlich sofort gegeben. Der Typ ist dann weggerannt. Und das sind nur ein paar der Geschichten, die mir passiert sind.

Ist die Gewalt, die die Medien suggerieren, also Wirklichkeit?

Bis zu einem gewissen Punkt. Es gibt diesen täglichen Krieg zwischen den Banden und der Regierung. Da ziehen sie die Bevölkerung mit rein. Ganz besonders die Menschen, die sich am meisten darum bemühen, sich eine bessere Zukunft aufzubauen, fern von der alltäglichen Gewalt. Aber El Salvador ist definitiv mehr als nur Maras und Kriminalität.

Coatepeque SeeCoatepeque See

Welche Orte sollte ich besser meiden, um negativen Erfahrungen vorzubeugen? Wie sieht es mit Stadtzentren aus?

Ein Ort, der etwas unsicher ist, ist zum Beispiel der Ilopango-See. Ich bin der Meinung, wenn du unbedingt einen See sehen willst, dann fahr besser zum Coatepeque-See.
Außerdem solltest du in San Salvador einen großen Bogen um die Zonen Soyapango, Apopa und auch um deren Umgebung machen. Das Zentrum von San Salvador kannst du aber ohne Probleme besuchen, wenn du vorsichtig bist. Die größte Gefahr herrscht mitten in den Vierteln. Auf den Hauptstraßen wird dir eher nichts passieren.

Okay, woran erkenne ich denn, dass ich mich schon zu tief im Viertel befinde und was kann da passieren?

Wenn du mehrere sehr kleine Häuschen aus Blech oder Karton siehst, ist es das beste umzudrehen und einen anderen Weg zu suchen. Denn mitten in den Vierteln, kann es passieren, dass Leute auf dich zukommen und dich fragen, was du da zu suchen hast.

Wie reagiere ich dann am besten?

Du sagst dann einfach, dass du dich verlaufen hast. Wenn sie deine Wertsachen haben wollen,  gibst du sie ihnen ohne jeglichen Widerstand. Und dann verlässt du den Ort natürlich so schnell wie möglich, sobald sie dich in Ruhe lassen.

Wasserfall Los Tercios

Wasserfall Los Tercios

Kommen wir zu den schönen Dingen: Wenn ich in El Salvador gelandet bin, wie komme ich denn am besten vom Flughafen weg?

Ich weiß, dass der Abenteuergeist viele dazu animiert, mit dem Bus zu fahren. Am sichersten ist und bleibt aber das Taxi. Das kostet vom Flughafen nach San Salvador zwischen 25 und 30 Dollar. Am besten kontaktierst du schon vorher einen Fahrer, weil die Abzocker-Preise für Touristen oft über 100 Dollar liegen. Frag dazu in deinem Hotel nach oder schau mal im Internet.

Wir haben dir hier alle El Salvador Tipps auf einen Blick zusammengestellt.

Apropos Hotel: Wie finde ich eine gute Unterkunft in El Salvador?

Es gibt unzählige Hotels in El Salvador. Ich empfehle immer von Herzen Airbnb Unterkünfte oder kleine Hotels, also keine internationalen Ketten. Dann ist alles viel authentischer und die Aufmerksamkeit, die du da erlebst, bleibt unvergesslich.

Unsere Hotel Empfehlung für San Salvador
Das können wir so nur bestätigen und für einen Aufenthalt in San Salvador Hotel Cinco* wärmstens empfehlen. So familiär umsorgt wurden wir noch nie in einem Hotel.

Affen Bahia de JiquiliscoAffen an der Küste von Jiquilisco

Welche Orte kann ich als Tourist bedenkenlos besuchen?

Es gibt mehrere Orte, die sich als touristische Gegenden etabliert haben. Am besten ist es, dorthin zu reisen. Dazu gehören zum Beispiel mehrere “Routen”: Die Ruta de las Flores (Blumenroute), die Ruta Arqueológica (Archäologische Route), die Ruta del Café (Kaffeeroute) und so weiter. Die sind zu empfehlen.

Aber auch Orte wie Cuscatlán, Santa Elena, Merliot und die Zona Rosa sind sicher. Sie sind sehr zentral gelegen und dort gibt es viele Restaurants, Museen und Bars, wo du zu Fuß hingehen kannst.

Besonders aufpassen solltest du aber überall während der Rush Hour.

Blick in Santa Ana VulkanBlick auf das Innere des Santa Ana Vulkans

Was muss ich noch gesehen haben in El Salvador?

Ich glaube, El Salvador ist ein Land, in dem du sehr viel in sehr kurzer Zeit sehen kannst und diesen Vorteil musst du ausnutzen. Ich würde empfehlen, maximal zwei bis drei Tage in einer Stadt zu bleiben.

Neben den Routen, die ich ja schon erwähnt habe, kannst du dir auch in San Salvador viel angucken. Wer sich eher für die Natur interessiert, dem empfehle ich den Vulkan von San Salvador, die Puerta del Diablo und den Botanischen Garten La Laguna.

Wer eher ein bisschen die Städte erkunden will, der kann nach Antiguo Cuscatlán, ins Zentrum von San Salvador und nach Panchimalco, letzteres eher am Wochenende. Für einen Tagesflug eignet sich perfekt das Dorf Suchitoto, in der Nähe von El Salvador. Auch schön sind Los Planes de Renderos, die Hauptstadt der Pupusas, und Ataco, ein wunderschönes Bergdorf entlang der Ruta de las Flores.

Einen schönen Strand bietet die Costa del Sol, die kannst du auch mit dem Boot entlang fahren. So kannst du die Mangroven und einige Inseln mit unberührten Stränden erkunden.

Außerdem sind auch die Museen interessant – das Kunstmuseum (Museo de Arte), das Anthropologische Museum (Museo Nacional de Antropología) und das Tin Marín (Museum für Kinder).

Was Pupusas sind?
Pupusas sind das salvadorianische Nationalgericht: Gebackene Teigtaschen, die mit Bohnenmus, Käse oder Fleisch gefüllt sind.

Aussicht von der Puerta del DiabloAussicht von der Puerta del Diablo

Wie komme ich vom Hotel am besten an diese Orte? Muss ich auf irgendwas achten?

Je nach Stadt und Viertel kann es gefährlich sein, auf der Straße herumzulaufen. Deshalb fährst du am besten mit dem Taxi, vor allem wenn es ein vertrauenswürdiges Taxi vom Hotel oder Hauseigentümer ist. Du kannst aber auch mit Uber oder dem Bus fahren. Im Bus ist allerdings Vorsicht geboten: Am besten die Rush Hour vermeiden (5-8 Uhr morgens und 16-17 Uhr nachmittags) und vor allem auf gar keinen Fall nachts Bus fahren.

Gerade zwischen den Städten empfehle ich die Busse “Especiales”. Die sind wie Reisebusse, bequem und sie fahren direkt ohne Zwischenhaltestellen zum Ziel. Das macht sie sicherer. Am allerbesten sind aber kleine Shuttle, die du selbst buchen kannst. Darüber kannst du dich im Internet oder im Hotel informieren.

Suchitlan See, SuchitotoSuchitlan See, Suchitoto

Was sind denn deine persönlichen Lieblingsstrände und -städte in El Salvador?

Meine Lieblingsstrände sind die Barra de Santiago, die Playa las Flores, und die Costa del Sol, von der ich schon gesprochen habe. Der Strand El Espino soll auch schön sein, da war ich aber noch nie. Natürlich auch ein schöner Strand: El Tunco. Der ist zwar sehr felsig, aber die Party-Atmosphäre dort ist sehr gut.

Ich weiß nicht, ob es was mit meiner Kindheit zu tun hat, weil wir oft dorthin gefahren sind, aber der Westen El Salvadors hat es mir angetan. Zum Beispiel Santa Ana: Es ist wunderschön dort und das Klima nicht ganz so heiß. Außerdem kannst du da nachts durch die Straßen laufen und findest an jeder Ecke ältere Leute, die vor ihren offenen Haustüren sitzen und sich unterhalten oder Karten spielen. Auch wunderschön und in der Nähe sind der Coatepeque-See und der Vulkan von Santa Ana – die sind sogar als zweites achtes Weltwunder kategorisiert worden.

Außerdem nicht weit von da ist die Ruta de las Flores (Blumenroute), die ich schon kurz erwähnt habe. Sie führt durch mehrere charmante Bergdörfer mit jeweils einer natürlichen Lagune oder einem Wasserfall oder zumindest echt beeindruckend leckerem Essen. Auf dieser Route befindet sich auch mein Lieblingsdorf: Ataco. Auch in der Nähe: die am meisten besuchten archäologischen Ruinen Joya de Cerén und Tazumal.

Los CobanosLos Cobanos

Das klingt alles total schön! Was, wenn ich jetzt abends nach dem ganzen Programm noch nicht müde genug bin und Lust habe, durch Kneipen und Bars zu ziehen, ist das sicher? 

Ja, das ist sicher. Es gibt mehrere Bars und Clubs für alle Geschmäcker. Am besten fragst du im Hotel, Hostel, Airbnb oder wo auch immer du übernachtest, ob es in der direkten Umgebung eine gute Bar oder einen guten Club gibt. Und ob es möglich ist, mit dem gleichen Taxi hin und zurück zu fahren.

El TuncoEl Tunco

„El Salvador ist nicht Europa.“

Wir nähern uns dem Ende, zwei Fragen brennen uns noch unter den Nägeln: Hast du generelle Verhaltenstipps für Touristen?

Zu Fuß unterwegs
Ich würde es nicht empfehlen,  allein die Gegend zu erkunden oder außerhalb der für Touristen ausgewiesenen Zonen rumzulaufen.

Vorsicht! El Salvador ist nicht Europa! Unternimm deshalb besser keine Tour von mehreren Kilometern. Wenn du zu Fuß gehen möchtest, dann nimm kurze Wege in touristischen Bereichen. Auch hier gilt: Wenn du mehrere sehr kleine Häuschen aus Blech oder Karton siehst, ist es das beste umzudrehen und einen anderen Weg zu suchen. Diese Viertel solltest du auf keinen Fall durchqueren!

Geld
Am besten nimmst du nur das an Geld mit, was du wirklich an dem Tag ausgeben willst. Und das verteilst du dann auf all deine Hosentaschen und die deiner Mitreisenden und am besten auch auf die Rucksäcke. Solltest du trotz aller Vorsicht überfallen werden, hast du so noch ein bisschen Bargeld dabei. Netter Nebeneffekt davon ist, dass beim Bezahlen niemand sieht, wie viel Geld du wirklich dabei hast.

Wertsachen
Mit Wertsachen, also Handy, Kamera, Portemoinnaie und so weiter, musst du vorsichtig umgehen. Sei immer aufmerksam und lass sie nirgendwo ohne Aufsicht.

Kleidung
Für die Frauen und Mädels: Zieh am besten vor allem in belebten Bereichen wie dem Zentrum von San Salvador oder Märkten keine sehr kurzen Hosen, kurz geschnittenen Kleider oder andere “freizügige” Kleidung an.

Preise
Wie in allen Ländern, solltest du auch hier mit den Preisen aufpassen. Oft wird Touristen das doppelte oder dreifache für Produkte oder Dienstleistungen abgenommen. Am besten informierst du dich vorher zum Beispiel im Hotel darüber, was die Dinge normalerweise in etwa kosten, vor allem wenn du auf der Straße oder auf kleinen Märkten etwas kaufen willst.

Kühe an der Costa del SolKühe an der Costa del Sol

Und abschließend, auch wenn wir die Antwort schon kennen: Würdest du Urlaub in El Salvador empfehlen?

Ja, auf jeden Fall! El Salvador ist ein wunderschönes Land. In kurzer Zeit kann man hier so viel sehen und das ganz ohne lange Fahrten, um von einem zum nächsten Ort zu kommen. Hier liegt alles Schöne einfach so nahe beieinander, es schreit danach, entdeckt zu werden.

Hinweis
In jeder (geößeren) Stadt in El Salvador gibt es Touristeninformationen vom Ministerium für Tourismus. Da könnt ihr euch im Zweifel über die empfohlenen Unternehmungen und sicheren Orte oder Viertel informieren.

Wir hoffen, Beas El Salvador Tipps helfen dir bei deiner Reisevorbereitung. Suchst du noch mehr El Salvador Tipps, dann schau doch mal hier vorbei. Dort haben wir dir alles Wissenswerte rund um El Salvador, die Sicherheit im Land und weitere Reisetipps zusammengestellt.

Interessierst du dich auch für die Sicherheit in anderen Ländern in Mittel- und Südamerika? Dann schau doch auch bei Janine und Stefan von „Gepackt & Los“ vorbei.

Die Fotos in diesem Beitrag stammen von Bea.

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Mallorca Roadtrip: Route, Kosten, Tipps & Highlights

Cap Formentor

Ein Tag Mallorca lohnt nicht? Falsch! Wir haben an nur einem Tag einen Mallorca Roadtrip entlang der West-Küste gemacht und waren mehr als begeistert. Hier findest du unsere Route mit Parkplatzempfehlungen, was dich in welchem Dorf erwartet, unsere Kosten, Unterkünfte, Highlights und Bilder.

Spanien geht einfach immer. Mallorca auch. Zwar hatten wir zwei Nächte, aber nur einen vollen Tag Zeit. Nach ein paar Stunden Recherche stand der Plan: Wir machen einen Roadtrip entlang Mallorcas West-Küste. Feststeht: Mallorca hat so viel mehr zu bieten als nur den Ballermann!

Hinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts, wenn du über diesen Link buchst. Danke für deine Unterstützung!

Route

Unsere Route führt uns entlang Mallorcas malerischer West-Steilküste. Durch die Serra de Tramuntana, also das Tramuntanagebirge, und einige der schönsten Städte und Dörfer, die sich mittendrin befinden. Das Gebirge zieht sich über knapp 90 Kilometer und fällt dann steil nach Westen zur Küste hin ab. Zwischen zahlreichen zerklüfteten Gipfeln finden sich malerische wilde Schluchten. Das raue Gebirgsmassiv ist seit 2011 Weltkulturerbe. Wer in dieser Landschaft einmal unterwegs war, weiß warum und vergisst sie so schnell nicht wieder.

Mietwagen

Ihr könnt euren Mietwagen direkt am Flughafen abholen. Entweder ihr bucht vor Ort oder vor eurer Anreise online. Es gibt unzählige Anbieter. Die Preise starten teils bei 15 Euro, Ende offen. Wir haben vorher online über die ADAC-Seite bei Hertz gebucht, weil ADAC-Mitglieder Rabatt bekommen und es hat alles einwandfrei geklappt. Wie viel wir gezahlt haben, lest ihr weiter unten. Die Mietwagenschalter (auch von Sixt, Goldcar und allen anderen Anbietern) befinden sich im Ankunftsbereich des Flughafens, hinter den Gepäckbändern oder außen im Ankunftsbereich.

BanyalbufarValldemossaDeiàCala de DeiàSóllerPort de SóllerCap Formentor (Wachturm Talaia d’Albercutx)Alcúdia 

Kosten

Flug (DUS-PMI) hin und zurück: 10 Euro pro Person, nur Handgepäck
Mietwagen: 47 Euro
1 Übernachtung in Banyalbufar im Hotel Can Busquets*: 98 Euro (DZ mit Frühstück)
1 Übernachtung in Alcúdia im Fonda Llabrés Boutique Hotel*: 82 Euro (DZ mit Frühstück)
Benzin: 27 Euro
Gesamtkosten für zwei Personen: 274 Euro
Gesamtkosten pro Person: 137 Euro
Weitere Kosten: Essen und Getränke

Banyalbufar

Banyalbufar

Wir beginnen unseren kurzen Roadtrip in Banyalbufar. Das Dorf gibt es seit dem 10. Jahrhundert. Damals wurde es von den Mauren besiedelt, daher ist der Name Banyalbufar ein Mix aus Katalanisch und Arabisch und bedeutet übersetzt „vom Meer geschaffen“.

Anfahrt

Von Palma nach Banyalbufar sind es ungefähr 40 Minuten mit dem Auto. Je nachdem, welchen Weg du wählst, verwandelt sich die gerade Straße ab Esporles in Serpentinen. Leider ist es schon dunkel, als wir losfahren, daher können wir die Berglandschaft, durch die wir uns schlängeln, nur erahnen.

Banyalbufar Hotel

Die Unterkunft

Wir wohnen im Can Busquets*. Jetzt in der Nebensaison sind genügend Parkplätze an der Straße frei. Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock und hat altmallorquinischen Charme. Ich (Lisa) mag es hier, auch wenn Micha wegen der Dachschräge nicht überall gerade stehen kann. Wir haben einen wundervollen Ausblick aus unserem Zimmer direkt auf das Meer. Das Frühstück am nächsten Morgen ist teilweise selbstgemacht, die Atmosphäre sehr familiär. Wir würden wiederkommen.

Die Umgebung

Banyalbufar im Winter und am Abend ist wie ausgestorben. Dafür ist das Essen der Wahnsinn.

Gute Restaurants in Banyalbufar
Ca’n Paco: Eine Empfehlung von Michas Eltern, die früher häufig hier waren. Hervorragende Tapas!

Es Trast: Eine große Weinauswahl und auch hier super leckere Tapas. Wir haben lange keine so guten Gambas gegessen.

Banyalbufar Meer

Am nächsten Tag entblößt sich mit dem Sonnenaufgang die pure Schönheit des verschlafenen Bergdorfes. Die Bauweise der Häuschen ist mediterran, in Richtung Meer blickst du auf malerische Terrassen voller Orangen- und Zitronenbäume sowie Weinreben. Es duftet nach Kiefern und Pinien.

Banyalbufar ist umgeben von der Serra de Tramuntana und hat um die 500 Einwohner. Genau das macht es authentisch mallorquinisch. Hier gibt es noch typische Dorfhäuschen und rustikale Villen. Ich muss sagen, ich habe mich ein bisschen in Banyalbufar verliebt.

Was kannst du noch in Banyalbufar machen?

  • An den Strand gehen: Zum Beispiel an der Cala Banyalbufar oder nach Son Bunyola.
  • Wandern: Es gibt hervorragende Wanderrouten, beispielsweise zum nahegelegenen Fischerhafen Es Port de Canoge.
  • Radfahren: Wir haben viele Radfahrer gesehen, die eine Tour durch die Serra Tramuntana unternommen haben. Die Wege sind sicher eher etwas für geübte Radfahrer, aber die Aussicht vom Fahrrad aus muss einfach nur toll sein.
  • Sonnenuntergang anschauen: Vom Torre del Verger aus soll er besonders schön sein. Der Turm wurde früher als Wachturm gebaut, um auf Piratenangriffe vorbereitet zu sein.

Valldemossa

Anfahrt und Parken

Von Banyalbufar bis nach Valldemossa fährst du ungefähr 25 Minuten. Die Fahrt geht durch Pinien- und Kiefernwälder enge Kurven hinauf, zwischen schroffen Gebirgsfelsen hindurch. Der Ausblick über die Berge der Tramuntana, die maritimen Wälder und das tiefblaue Meer bis zum Horizont, wo sich die Sonne gleißend spiegelt, ist fantastisch.

In Valldemossa kannst du zum Beispiel auf dem kostenpflichtigen Parkplatz direkt hinter dem Touristenbüro parken. Er befindet sich an der Ma-1110, direkt hinter der Ecke Carrer de la Venerable Sor Aina.

Kosten: mindestens 1,30 Euro für 60 Minuten (Stand: Januar 2019). Im Winter ist der Parkplatz schön leer. Direkt am Besucherzentrum gibt es auch öffentliche Toiletten, für die man nichts zahlen muss.

Valldemossa

Die Umgebung

Als erstes trifft uns ein Duftcocktail aus Kamin (weil viele im Winter so heizen), Kiefern, Pinien und Blumen. Irgendwie erinnert mich dieser Duft in Kombination mit den kleinen Häuschen und den kopfsteingepflasterten Wegen an einen Mittelalterweihnachtsmarkt. Das Dorf ist sehr heimelig. In einem der zahlreichen Cafés lässt es sich sicher gut frühstücken und Kaffee trinken.

Im örtlichen Kloster (Cartoixa de Valldemossa) können typisch mallorquinische Alltagsgegenstände und Hinterlassenschaften des polnischen Komponisten Frédéric Chopin, der den Winter 1838/39  zusammen mit der französischen Autorin George Sand („Ein Winter auf Mallorca“) in Valldemossa verbrachte, besichtigt werden.

Dennoch scheint uns das Image von Valldemossa etwas überbewertet zu sein. Nice to see, sehr knuffiges Dorf, schöne Gassen und Cafés, aber mehr nicht, finden wir.

Tipp für eine schöne Aussicht
Mirador Ses Puntes: Der Aussichtspunkt liegt zwischen Valldemossa und Deià. Du blickst über Berge, die Küste und das Meer. Wir haben leider zu spät bemerkt, dass wir schon daran vorbeigefahren waren.

Deià

Anfahrt und Parken

Von Valldemossa sind es etwa 15 Minuten bis nach Deià. Es gibt einen kleinen öffentlichen Parkplatz an der Carretera de Deià. Allerdings ist er kostenpflichtig: mindestens 50 Cent für 30 Minuten (Stand: Januar 2019).

Deia

Die Umgebung

Deià ist ein kleines Künstlerdorf, ebenfalls mitten im Tramuntanagebirge gelegen. Auf knapp 400 Metern über dem Meeresspiegel türmen sich alte Steinhäuschen an den Berghängen. Zwischen Zitronen- und Olivenbäumen findest du einige interessante Cafés und Kunstläden. Der Ort an sich besteht aus drei Teilen: Der obere Teil liegt auf dem Hügel, der Mittlere verläuft parallel zur Straße Ma-10 und der Untere, Es Clot, ist das Zentrum Deiàs. Hier gibt es viele kleine individuelle Lädchen zu entdecken.

Wenn du magst, kansnt du zur Iglesia de San Juan Bautista spazieren. Von dort aus hast du einen schönen Ausblick.

Cala Deia

Anfahrt und Parken

Zur Cala Deia gelangst du, indem du die Ma-10 weiter in Richtung Sóller fährst. Eine kleine Abzweigung auf der linken Seite führt steil und serpentinenartig in Richtung Cala Deià. Achtung, die Abzweigung ist sehr leicht zu übersehen! Diese Straße fährst du einfach immer weiter, bis du Parkplätze siehst. Die blau umrandeten kannst du nehmen. Schon wenn du aus dem Auto steigst, hörst du das Meeresrauschen. Es duftet nach Kiefern, Pinien – nach Urlaub in der mediterranen Natur.

Cala Deia

Die Umgebung

Nun folgst du einfach dem Weg und schon stehst du inmitten der Bucht. Es gibt einen Steinstrand und zwei Restaurants. Die haben allerdings im Winter geschlossen. Wir können uns aber gut vorstellen, wie schön es sein muss, im Sommer mit Snack und Getränk direkt über dem Meer zu sitzen. Im Winter dagegen brechen hier hohe Wellen an den Klippen.

Cala Deia Panorama

Wenn du keine Lust auf Rumsitzen hast, kannst du einen Teil des Fernwanderwegs GR221 laufen. Er beginnt etwa 60 Meter vor der Bucht auf der rechten Seite und führt bis nach Sóller. Von dort aus ist es möglich, zurück zur Cala Deia zu fahren – oder du kehrst um und läufst zurück zu deinem Auto.

Cala Deia ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Soller

Anfahrt und Parken

Weiter geht es über die Ma-10 entlang der Küste und später über die Ma-11 nach Soller. Das dauert in etwa 30 Minuten. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz an der Carrer de sa Romaguera. Das kostet mindestens 50 Cent für 30 Minuten. Aber wir haben Glück und kommen zu einer Zeit, die kostenlos ist.

Die Umgebung

Soller ist nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Zitronen- und Orangenbäume so hübsch. Im 18. Jahrhundert ist die Stadt durch deren Anbau reich geworden. Es gibt viele Restaurants, Cafés und Tapasbars, vor allem an der Placa de Constitucio. Von hier aus gehen einige Einkaufsstraßen ab. Und hier befindet sich die Església de Sant Bartomeu, an der sich Einheimische und Touristen treffen.

Auch die historische Holzeisenbahn (Ferrocarril de Sóller) fährt mitten durch das kleine Stadtzentrum. Mit ihr kannst du im Sommer von Palma bis nach Port de Sóller fahren und zurück. Sie ist seit 1913 in Betrieb. Das lohnt sich übrigens auch sehr.

Soller Kathedrale

Das Essen

Leckeres und sehr knoblauchhaltiges Aioli mit Brot und andere Tapas essen wir in der Bar Nadal gegenüber der Kirche von Sant Bartomeu.

Kommst du im Sommer, musst du auf jeden Fall Eis essen. Entweder direkt an der Placa de Constitucio oder du schlenderst durch die kleinen Gassen und besorgst dir ein selbstgemachtes Eis am Stiel – in Soller gibt es die verschiedensten Geschmäcker. Die meisten sind lecker 😉

Port de Soller

Anfahrt und Parken

In etwa 10 Minuten gelangst du mit dem Auto von Soller zum Port de Soller. Das Parken ist unter Umständen etwas schwierig, es gibt aber ein Parkhaus (Parking Públic Lepanto) an der Carrer de Lepanto. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz (Parking Port de Sóller) an der Carrer Poeta Mossèn Costa i Llobera. Dort existiert ein Parkautomat, der im Januar aber abgeschlossen war.

Port de Soller Panorama

Die Umgebung

In wenigen Minuten bist du von dem letztgenannten Parkplatz am Hafen. Hier gibt es einen kleinen Sandstrand und viele, viele, viele Boote. Von kleinen Holzbooten bis zur noblen Luxusyacht ist alles dabei. Sie alle dümpeln dicht an dicht im Wasser, das türkis in der Sonne schimmert. Wir laufen einen langen Steg entlang, der im Wasser schwimmt. Drehst du dich am Ende des Stegs um, hast du einen tollen Rundumblick auf die Bucht. Hier lässt es sich eine Weile aushalten. Im Sommer kann man mit einem Getränk schön die Beine im Wasser baumeln lassen.

Wir schlendern die Promenade entlang und genießen die Sonne. Zahlreiche kleine Restaurants werben mit Tapas, allen voran mit Gamabs de Sóller. Da kannst du nicht viel falsch machen. Wir haben leider keine Zeit mehr, da wir noch vor dem Sonnenuntergang weiter wollen.

Gambas de Soller

Cap Formentor

Die Anreise

Es gibt unzählige Aussichtspunkte am Cap Formentor. Die wohl bekanntesten sind der Mirador Es Colomer und der Leuchtturm Cap Formentor. Wir fahren zum Wachturm Talaia d’Albercutx, der vor 300 Jahren quasi als Piratenfrüherkennungssystem genutzt wurde.

Von Port de Soller gibt es zwei Wege dorthin. Der Eine leitet dich weiter durch das Tramuntanagebirge über das Dorf Lluc und dauert knapp 1,5 Stunden. Der Andere führt dich zunächst über die Schnellstraße Ma-11 in Richtung Palma und dann über die Autobahn Ma-13 in Richtung Pollenca. Für letzteren brauchst du etwa eine Stunde. Beide münden letztlich in die Ma-2210 hinauf auf karge, zerklüftete Felsen. Am Mirador Es Colomer und am Wachturm Talaia d’Albercutx selbst gibt es kostenlose Parkplätze. Davon allerdings nicht gerade viele.

Achtung! Das Navi will dich eventuell die Straße am Mirador Es Colomer weiter geradeaus leiten, zum Wachturm geht aber direkt gegenüber vom Parkplatz für Es Colomer eine Straße rechts ab.

Hinweis
2018 war die Zufahrt zum Cap Formentor (von Playa Formentor bis zum Leuchtturm) wegen des großen Besucheransturms von Juli bis August zwischen 10 und 19 Uhr für private Autos und Motorräder gesperrt. Informier dich am besten vorher, wie die Lage zu deiner Reisezeit ist.

Cap Formentor Bucht

Die Umgebung

Vom Parkplatz aus musst du noch einen kleinen Fußmarsch von wenigen Minuten zurücklegen, dann bist du am Wachturm angekommen. Ein unvergesslich phänomenales Mittelmeerpanorama erwartet dich. Steile, blassgraue Bergspitzen ragen hunderte Meter aus dem Meer hinauf und reihen sich hintereinander auf, eine rustikaler und eindrucksvoller als die andere. Das Meer ist tiefblau auf der einen, beinahe türkis auf der anderen Seite, in der Bucht von Pollenca. Der starke Wind treibt weißen Schaum auf sich brechenden Wellen in Richtung Strand. Zwischen Bergspitzen und Meer stehen, dicht gedrängt, Kiefern, Pinien und allerlei andere Pflanzen, die es sich erlauben können, an solchen Stellen zu gedeihen. Hinter dem Horizont reckt sich, kaum sichtbar, flaches Land in die Höhe. Es ist Mallorcas Nachbarinsel Menorca.

Talaia d'Albercutx Wachturm

Wenn du jetzt noch ein bisschen mehr willst, kannst du auf den alten Wachturm klettern. Außerhalb des Turms befinden sich Eisenstangen und im Inneren eine kleine Leiter. Der Ausblick ist phänomenal.

Cap Formentor Sonnenuntergang

Cap Formentor

Egal, ob nun auf dem Wachturm oder zu seinem Fuße, der Sonnenuntergang hier oben ist wunderschön. Denn die Sonne versinkt langsam und tieforange hinter den Spitzen des Steilgebirges. Dabei tunkt sie die Landschaft in ein magisches Licht-Schatten-Spiel. Gelb-orange-rot schimmernde Felsen, ein mattblaues, friedliches Meer und ein Horizont, der von altrosa über gelborange bis hellblau die gesamte Farbpallette abdeckt, kämpfen darum, nicht gänzlich im nächtlichen Schatten unterzugehen. Einfach nur schön.

Cap Formentor Panorama

Alcudia

Der Name Alcúdia kommt übrigens vom Arabischen „al-kudia“ und bedeutet Hügel.

Die Anfahrt

Vom Wachturm bis in die Altstadt von Aludia brauchst du etwa 35 Minuten. Dort gibt es einen öffentlichen Parkplatz, der zumindest im Januar kostenlos ist. Dieser befindet sich an der Avenida Ca na Ferrera. Von dort aus sind es nur wenige Minuten Fußweg bis in die Altstadt.

Weg nach Alcudia

Die Unterkunft

Leider ist es schon dunkel, als wir in unserem Hotel Fonda Llabrés Boutique Hotel* ankommen. Es ist abends durch ein Restaurant zugänglich, wenn die Rezeption nicht mehr besetzt ist. Die Zimmer sind sehr modern eingerichtet. Ein Himmelbett, eine große Regenwalddusche und schöne große Fliesen.

Wir ziehen direkt weiter und befinden uns dank der guten Lage des Hotels mitten in der Altstadt.

Alcudia Burg

Die Umgebung

Schade, dass es schon dunkel ist. Alcudia sieht mit blauem Himmel und Sonnenstrahlen sicherlich noch schöner aus. Aber auch im Dunkeln ist die Stadt einen Besuch wert. Noch schöner wäre natürlich eine laue Sommernacht gewesen. Doch wir können ja nicht alles haben.

Die Altstadt befindet sich hinter der mittelalterlichen, sehr gut erhaltenen Stadtmauer, die du erklimmen kannst. Von oben blickst du auf die Dächer der Stadt hinab und kannst dann auf der Mauer an den alten Stadtgrenzen entlangspazieren. Nicht nur die Stadtmauer selbst, sondern auch zwei Stadttore sind gut erhalten: Porta de Sant Sebastià und Porta de Xara.

Im Innern der Mauern kannst du wunderbar durch die engen Gassen schlendern, vorbei an den Häuschen, die im mediterranen Stil gebaut sind. An den Hauseingängen stehen Blumenkübel, die den Gassen einen bunten Tupfer verleihen. Alles wirkt sehr mittelalterlich, wie aus einer anderen Zeit. Im Januar riecht es auch hier nach Kamin.

An der Placa de Toros gibt es eine Stierkampfarena, die wir uns allerdings nicht näher ansehen – die Arena in Malaga sieht definitiv schon von Weitem imposanter aus.

Dienstags und donnerstags ist Markt in Alcudia, da soll es sich besonders lohnen, der Kleinstadt einen Besuch abzustatten.

Port d’Alcúdia haben wir persönlich aufgrund Zeitmangels nicht besucht. Allerdings soll es dort sehr touristisch sein. An kilometerlangen Sandstränden soll sich Hotel an Hotel reihen.

Das Essen
Im Sommer öffnen sicher noch zahlreiche weitere Restaurants ihre Pforten für hungrige Touristen. Jetzt im Winter hat zwar mehr geöffnet als in Banyalbufar, so ganz freie Auswahl haben wir aber trotzdem nicht. Letztlich lassen wir uns in einem Restaurant namens Sa Mossegada nieder. Die Tapas sind sehr lecker und es gibt eine interessante Bierauswahl. Nach dem Essen bleiben wir also noch auf ein, zwei Bierchen sitzen.

Fazit

Tschüss Mallorca, schön war’s!

Am nächsten Morgen geht’s für uns um 6 Uhr zurück zum Flughafen. Die Fahrt dauert bei freier Straße in etwa 45 Minuten. Direkt vor dem Flughafen gibt es noch eine Tankstelle, an der du deinen Mietwagen tanken kannst. Die Tankstelle (Gasolinera Repsol) findest du in der Straße Son Sant Joan. Von dort aus sind es dann nur noch ein paar Minuten bis zum Parkhaus für Mietwagen am Flughafen.

Wir kommen wieder

Sei es das verschlafene Bergdörfchen Banyalbufar, die durch Zitrusfrüchte zu Reichtum gekommene Kleinstadt Sóller oder Natur pur im unberührten, zerklüfteten Tramuntanagebirge am Cap Formentor. Mallorcas West-Küste hat fernab von Massentourismus und Ballermann einiges zu bieten. Willst du das ursprüngliche mallorquinische Flair erleben, wirst du hier nicht enttäuscht. Bist du auf den Spuren von Schriftstellern und Künstlern unterwegs, bist du hier richtig. Und auch wenn du einfach nur durch diese vielfältige, teilweise unberührte mediterrane Landschaft spazieren, wandern oder Radfahren willst, ist der Westen etwas für dich. An einem Tag ist auf Mallorca viel drin.

Modifizierte Route

Würden wir die Tour noch mal machen, würden wir wohl wieder in Banyalbufar starten, aber Valldemossa und Deià nur durchfahren. Stattdessen würden wir die Cala Deià besuchen und zusätzlich den Mirador Ses Puntes anschauen, um hintenraus mehr Zeit für Alcúdia und/oder Pollenca zu haben. Natürlich ist allein Cap Formentor eine Reise wert. Wenn du also zwei Tage hast: Wie wäre es mit diesem Roadtrip und einem weiteren Tag nur am Cap Formentor? Beim nächsten Mal Mallorca setzen wir unsere Fahrt auf jeden Fall hinter Alcúdia fort. Wir werden berichten.

Modifizierte Route: Banyalbufar – Cala Deià – Mirador Ses Puntes – Sóller – Port de Sóller – Pollenca/Port de Pollenca – Cap Formentor – Alcúdia

Noch Fragen? Oder haben wir etwas vergessen? Welche Dörfer und Städte auf Mallorca kannst du empfehlen? Hinterlass doch einen Kommentar mit deinen Mallorca Tipps. 🙂

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Malaga – diese Stadt hat mich (Lisa) einfach. Ich habe schon so einige Sommer hier verbracht und meine ersten Spanischkurse hier belegt. Allerdings war ich noch nie im Winter zu Besuch. Das sollte sich ändern: Ende November 2018 gab es günstige Flüge. Daher mussten wir zuschlagen und nach Malaga fliegen. Leider lagen die Flugzeiten ungünstig. Deshalb hatten wir nur einen Tag dort.

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Hinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (mit * gekennzeichnet). Wenn du über diese Links etwas buchst oder kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich aber nichts. Danke für deine Unterstützung!

Anreise

Du landest am Flughafen Malaga (AGP). Von dort aus könnt ihr entweder mit dem Taxi oder mit dem Bus ins Zentrum fahren.

Bus

Im Ankunftsbereich folgst du den Schildern mit dem Bus drauf. Sie leiten dich bei Terminal 3 nach draußen, wo sich eine Bushaltestelle befindet. Der Bus A bringt dich alle 20 bis 25 Minuten direkt nach Málaga. Er hält beispielsweise an der Calle Larios, am Bus- und Zugbahnhof Málaga María Zambrano, am Paseo del Parque und an der Plaza de Toros. Du fährst 20 bis 30 Minuten, je nach dem wohin, und zahlst 3 Euro pro Person (Stand: Februar 2019). Die Fahrkarte kaufst du direkt beim Busfahrer.

Taxi

Im Ankunftbereich folgst du einfach den Schildern mit dem Taxi drauf. Du solltest dann an Terminal 3 nach draußen gelangen. Dort stehen Taxis bereit. Die Fahrt ins Zentrum dauert ungefähr 20 Minuten. Stell sicher, dass der Fahrer das Taxameter anschaltet oder verhandele gleich einen Festpreis. Vor einigen Jahren habe ich für diese Fahrt 20 Euro bezahlt.

Malagueta Strand

Wo du am besten übernachtest

Malaga hat mehr als 550.000 Einwohner, ist fast 400 km² groß und in 11 größere Stadtteile sowie viele kleinere Barrios, also Viertel, eingeteilt. Wo sollst du da am besten übernachten? Hier findest du eine kleine Auswahl an Möglichkeiten.

Grundsätzlich bist du im Stadtteil Centro natürlich nicht verkehrt. Hier befindet sich, wie der Name erahnen lässt, das Zentrum der Stadt. Im Centro könnt ihr zwischen zahlreichen Vierteln wählen.

Altstadt
In der Altstadt seid ihr gut aufgehoben, wenn ihr zum Sightseeing kommt. Unterkünfte in diesem Viertel liegen zentral zu allen Sehenswürdigkeiten, es ist nicht weit zum Hafen und nicht viel weiter zum Strand. Die Altstadt umfasst die Viertel La Goleta und La Merced und außerdem alles rund um den Paseo del Parque (die Hauptstraße, auf der auch die Busse fahren). Wo wir übernachtet haben, lest ihr weiter unten.
La Malagueta
Willst du nur an den Strand, suchst du dir am besten etwas in der Nähe des Strandes La Malagueta.
Soho
Für Kunstliebhaber ist das Viertel Soho eine Option. Straßenkunst und einige Museen kannst du von hier aus einfach erreichen.

Von den anderen Vierteln sind die Fußwege zu den Sehenswürdigkeiten länger, daher sind sie eher nicht zu empfehlen.

Warst du schon mal in Malaga und willst mehr vom ursprünglichen Flair der Stadt erleben, ist vielleicht das Viertel El Palo im Stadtteil Este östlich des Centro etwas für dich: familiär, ursprünglich und es gibt schöne Strände.

Malaga Gibralfaro

Unterkünfte

Wir kommen Freitagabend in unserer Unterkunft Centro Histórico con Balcón* an. Es ist ein ganzes Apartment in einem Mehrfamilienhaus mit zwei Schlafzimmern, Küche und Wohnzimmer. Sehr zu empfehlen und für die Lage ist der Preis in Ordnung.

Günstiger seid ihr mit Hostels wie dem The Light’s Hostel* oder dem Málaga Top Hostel* unterwegs. Letzteres liegt etwas weiter weg vom Zentrum.

Wer keine Kosten scheut, dem sei das Hotel Parador de Málaga Gibralfaro* empfohlen. Hier kostet die Nacht je nach Datum läppische 234 Euro. Die Aussicht ist der Wahnsinn, aber der Weg in die Stadt weit, denn hier haust du auf einem Hügel.

Was du sehen musst

Kathedrale von Malaga

Wir beginnen mit der Kathedrale von Malaga (Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación), die sich in der Calle Molina Lario 9 befindet. Überall um sie herum läufst du durch enge Gässchen, voll mit Cafés, Bars, Restaurants, Taperías und Shoppingläden.

Die Kathedrale wurde zwischen 1528 und 1782 erbaut. Trotz der langen Bauzeit ist ihr Südturm nie fertiggestellt worden, daher ihr Spitzname La Manquita (die Einarmige). Du kannst die Kathedrale auch von innen besichtigen. Einige Gärten rund um die Kathedrale kannst du aber auch ohne Eintritt anschauen.

Preise und Öffnungszeiten
Montag – Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertags: geschlossen

Erwachsene: 5 Euro
Ermäßigte: 2 Euro
Kinder: 60 Cent

Während der Gottesdienste: kostenlos, aber nicht alle Bereiche zugänglich und fotografieren verboten

Stand: Februar 2019

Malaga Kathedrale

Wenn du Lust auf eine schöne Aussicht über die Stadt hast, kannst du auch das Dach der Kathedrale erklimmen. Dafür musst du allerdings auch 200 Stufen hochlaufen. Wo du eine noch bessere Aussicht über Malaga bekommst als vom Dach der Kathedrale aus, erfährst du weiter unten.

Preise und Öffnungszeiten
Täglich alle 30 Minuten

10:30 Uhr bis 14:30 Uhr

Tickets: 6 Euro

Du bekommst die Tickets am Eingangsschalter des Bischofspalastes (gegenüber der Kathedrale) oder unter bovedas.catedral@diocesismalaga.es

Zeiten für Sonderführungen am Abend müssen vor Ort erfragt werden.

Stand: Februar 2019

Malaga Kathedrale

Das Zentrum

Danach erkunden wir ein wenig das Zentrum Malagas. Beim Schlendern durch die ganzen kleinen Gassen, entdeckst du schnell, was Malaga zu bieten hat: typisch mediterranes Flair gepaart mit moderner Großstadt. Bekannte Shoppingläden neben urigen Unikaten.

Nord-Östlich der Kathedrale kommst du zur Plaza de la Merced. Der Platz ist Pablo Picasso gewidmet, dessen Geburtshaus du an der Nord-West-Seite des Platzes findest.

Läufst du an der Kathedrale in Richtung Westen, gelangst du zur Plaza de la Constitución. Hier gibt es moderne und bekannte Shoppingläden. Außerdem entspringt hier die Calle Larios, die Haupteinkaufsstraße Malagas.

Im Winter ist die Calle Larios weihnachtlich geschmückt, im Sommer ein kühler Rückzug aus der gleißenden Sonne.

Calle Larios Winter
Calle Larios Sommer

Die Alcazaba und das Teatro Romano

Wir gehen  von der Kathedrale aus allerdings in Richtung Osten und gelangen so zur Alcazaba an der Calle Alcazabilla.

Malaga Alcazaba

Die Alcazaba war früher eine Residenz der arabischen Herrscher. Heute ist sie ein Wahrzeichen Malagas und als Museum begehbar. Solltest du einen Besuch einplanen, dann nimm dir festes Schuhwerk mit. Über einen Durchgang ist die Alcazaba mit dem Castillo de Gibralfaro verbunden.

Vor der Alcazaba kannst du dir kostenlos das Teatro Romano  anschauen.

Preise und Öffnungszeiten der Alcazaba

Sommer (1. April bis 31. Oktober):
Montag: 9.00 Uhr-20.00 Uhr
Dienstag-Sonntag: 9.00-20.15 Uhr

Winter (1. November bis 31. März):
Montag: 9.00-18.00 Uhr
Dienstag-Sonntag: 8.30 Uhr-19.30 Uhr

Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag sowie Silvester und Neujahr geschlossen

Kombiticket Alcazaba und Gibralfaro: 5,50 EUR
Normaler Eintritt: 3,50 EUR
Ermäßigter Eintritt: 0,60 EUR (ab 65 Jahre, Rentner, Studenten und Einheimische)
Kostenloser Eintritt: Sonntags ab 14.00 Uhr

Stand: Februar 2019

Der Besuch lohnt sich, allerdings nur, wenn du länger als einen Tag dort bist oder unbedingt das Gebäude anschauen willst. Für den besten Ausblick Malagas läufst du besser noch ein Stückchen weiter. 😉

Parador de Gibralfaro

Unser nächste Ziel ist der Parador de Gibralfaro. Ein Aussichtspunkt, von dem aus du über die gesamte Stadt blicken kannst.

Dazu biegst du hinter der Alcazaba an der Ecke Travesia Pintor Nogales/Calle Guillen Sotelo links auf den Paseo Don Juan Temboury ab. Dann läufst du vorbei an der Mauer der Alcazaba.

Malaga Alcazaba Mauern

An der nächsten Gabelung gehst du gerade auf eine Treppe zu. Die ist ausgeschildert mit „Castillo de Gibralfaro“ und die musst du hoch.

Castillo de Gibralfaro Weg

Dann folgst du einem Zickzackweg bergauf und kommst direkt zum Mirador de Gibralfaro. Von hier aus ist der Ausblick schon ziemlich schön. Aber da geht noch mehr.

Du läufst den Weg einfach weiter, vorbei am Mirador Monte Gibralfaro. Irgendwann kommst du an den Parkplatz vom Castillo de Gibralfaro, das du auch besichtigen kannst. Von hier aus läufst du den Camino de Gibralfaro weiter hinab, bis du an einem weiteren Mirador de Gibralfaro ankommst. Hier ist die Aussicht schon besser.

Unser Lieblingsaussichtspunkt ist allerdings der Parador de Gibralfaro. Kurz vor dem zweiten Mirador kannst du rechts abbiegen, dafür musst du durch ein Tor gehen. Am Ende dieser Straße erwartet dich ein atemberaubender Ausblick auf die Stierkampfarena, die Altstadt, den Hafen, das Meer.

Stierkampfarena Malaga

Parador de Gibralfaro Malaga

Malaga Aussicht

Die Plaza de Toros

Der Rückweg führt uns zur Plaza de Toros. Wir sind total gegen Stierkämpfe. Ich (Lisa) habe mal mit Kommilitonen einen hier in Malaga gesehen, konnte ihn mir aber nicht zu Ende anschauen – wir sind damals kurz nach Beginn mit Tränen in den Augen gegangen. Trotzdem sieht die Arena von außen sehr schön aus. Sie befindet sich am Paseo Reding.

Das Centre Pompidou: El Cubo

Von der Plaza de Toros aus geht es weiter zum Centre Pompidou am Pasaje Doctor Carrillo Casaux. Dort siehst du einen großen bunten Würfel, El Cubo genannt. Das Kulturzentrum beheimatet auf 6.300 Quadratmetern 90 Kunstwerke aus dem Bestand des Pariser Centre Pompidou. Wir schauen uns den Cubo jedoch nur von außen an.

El Cubo Malaga

Der Hafen

Läufst du den Paseo del Muelle Uno weiter in Richtung Westen, gelangst du direkt an den Teil des Hafens, an dem die Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Malaga Hafen

Gehst du jedoch weiter in Richtung Süden, landest du mitten auf der Hafenpromenade. Die lädt zum Schlendern und Entdecken ein. Vielleicht auch auf einen Kaffee oder ein Eis. Im Winter gibt’s hier sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Malaga Weihnachtsmarkt

Der Stadtstrand: La Malagueta

Am Leuchtturm Farola de Málaga biegst du links ab auf den Paseo de Matias Prats. So landest du am Anfang des Malagueta-Strandes. Diesen Weg kannst du bis zum anderen Ende des Strandes entlanglaufen.

Malagueta Strand

Die zahlreichen kleinen grünen Oasen mit Wiese und Palmen mitten im Sand bieten etwas Schatten. Oder du setzt dich wie wir in eine der zahlreichen Chiringuitos, das sind die kleinen Strandbars. Neben gegrillten Sardinen, der Spezialität hier, gibt es auch viele andere Meeresfrüchte und typische Spanische Tapas zu essen.

Malaga Chiringuito

Malaga Meeresfrüchte

Wir laufen den Strand entlang bis zum bekannten Schriftzug „Malagueta“. Natürlich ist der immer voll mit Menschen, die ein besonders originelles Foto machen wollen. 😉

Malagueta Schriftzug

Dann gehen wir zurück in Richtung Straße und laufen am Burger King links und dann gleich wieder links die Calle Vélez Málaga entlang. Du kommst wieder am Centre Pompidou raus und kannst jetzt die Calle del Muelle Uno in die andere Richtung unter dem gewellten Sonnenschutz entlang des bereits erwähnten anderen Hafenteils laufen.

Oder du nimmst den Paseo España und läufst durch das schöne Stadtwäldchen Málagas am Paseo del Parque zurück in die Stadt.

Das Essen

Nach unserer Tagestour sind wir ganz schön hungrig. Malaga hat viele richtig gute Bars und Restaurants zu bieten.Typisch spanisch wird viel frittiert.

Wir haben in der Freiduría Pepa y Pepe gegessen. Freiduría heißt wörtlich Frittiererei. Dort sitzt du draußen gut, im Winter mit Wärmelampen. Die Tische sind umfunktionierte Fässer. Wie der Name schon sagt, wird dort (fast) alles frittiert. Achtung, es gibt den Laden zwei mal. Die Bewertungen im Internet sind nur mittelmäßig, aber die Tapas sind sehr lecker. Außerdem kannst du nach dem Essen definitiv auf ein paar Bier sitzen bleiben.

Wer lieber „normale“ Tapas essen möchte, für den ist vielleicht El Piyayo etwas. Wir haben hier am ersten Abend Gambas und Pimientos de Padron gegessen und waren auch hier trotz mittelmäßiger Onlinebewertungen sehr zufrieden.

Sehr bekannt in Malaga ist auch das Restaurant El Pimpi. Es befindet sich gegenüber der Alcazaba und ist sehr gut besucht, deshalb musst du entweder reservieren, eine Weile anstehen oder du hast Glück.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Wenn du mehr als nur einen Tag Zeit hast oder dir eine unserer Stationen nicht zusagt, findest du hier noch weitere Sehenswürdigkeiten, die Malaga zu bieten hat. Klick einfach auf das entsprechende Feld für mehr Informationen.

Atarazanas Markt
Er ist der größte und älteste Markt Malagas. Er liegt in der Calle Atarazanas und wurde nach dem Beispiel der berühmten Pariser Markthalle „Les Halles“ erbaut.
Botanischer Garten
Den Botanischen Garten findet ihr in der Carretera de las Pedrizas. Er soll sich zu jeder Jahreszeit lohnen, wir waren allerdings noch nie dort.
Noria Mirador Princess
Am Mirador Princess findet ihr das Riesenrad von Malaga, direkt am Hafen. Es ist 70 Meter hoch und aus den klimatisierten Kabinen habt ihr einen Panoramablick über den Hafen und die Stadt. Ihr dreht euch dreimal komplett in 15 Minuten. Erwachsene zahlen 10 Euro, Jugendliche 8 Euro, Ermäßigte 7 Euro (Stand: Februar 2019). Kinder bis 80 Zentimeter Körpergröße dürfen gratis mitfahren.
Rathaus von Malaga
Das Rathaus von Malaga befindet sich am Paseo del Parque. Diese Straße fahren auch all die Busse entlang. Erbaut wurde es im 20. Jahrhundert.
Teatro Cervantes
Das Teatro Cervantes findet ihr in der Nähe der Plaza de la Merced. Hier finden verschiedene Filmfestivals statt. Mittwochs könnt ihr das Theater von 11:00 bis 14:00 besichtigen (Stand: Februar 2019).
Zentrum für zeitgenössische Kunst
Früher war es eine Markthalle für Großhändler, heute ist es das Zentrum für zeitgenössische Kunst. Ihr findet es in der Calle Alemania.

Malaga Rathaus

Museen

Malaga ist die Stadt der Museen. Wirklich. Es gibt sehr viele sehr gute und bekannte Museen in der Andalusischen Hauptstadt. Hier findet ihr eine Liste der Wichtigsten.

Picasso Museum

Carmen Thyssen Museum

Interaktives Musikmuseum

Glasmuseum

Museum von Málaga

Automobilmuseum

Russisches Museum

Museum Revello de Toro

Archäologisches Museum

Umgebung

Wenn du so richtig viel Zeit hast, mach unbedingt einen Abstecher nach Córdoba, Sevilla und Granada.

Auch super schön: Nerja mit dem Balkon von Europa.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, nach Cádiz, Gibraltar oder Marbella zu fahren.

Fazit

Malaga ist immer eine Reise wert. Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Ein Tag, eine Woche, ein Monat oder mehr. Selbst wenn du die Sehenswürdigkeiten durch hast – von Malaga aus kannst du viele andere andalusische Städte besuchen. Sei es Granada, Nerja oder Sevilla. Wir waren wie immer nicht zum letzten Mal dort. 🙂

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Barcelona Trickdiebstahl: Verfolgungsjagd und Tipps

Hier liest du wie wir in Barcelona Opfer von Trickdiebstahl wurden, wie unsere Verfolgungsjagd mit dem Dieb ablief und wie du dich mit einfachen Tipps besser vor Trickdiebstahl schützen kannst. Außerdem: Die top Barcelona Sehenswürdigkeiten.

Wir haben eineinhalb Tage in Barcelona. Das ist nicht gerade viel, aber ausreichend für die Standard-Sehenswürdigkeiten und ein bisschen einheimisches Flair an Orten, die vielleicht nicht jeder kennt. Und genug Zeit, um bestohlen zu werden…

Hinweis: Wir haben diese Reise selbst bezahlt, alle Empfehlungen beruhen auf unserer eigenen Meinung.

Die Verfolgungsjagd

Unser Barcelona Trickdiebstahl passiert auf dem Vorplatz der Sagrada Familia. Wir schlendern ein wenig durch den der Kirche vorgelagerten Park an der Plaça de la Sagrada Familia, machen einige Fotos und setzen uns dann auf eine Bank.

Fataler Fehler: Ohne darüber nachzudenken, stellen wir unseren Rucksack neben uns, Michas Arm liegt schützend darüber. Im Rucksack: Meine neue Kamera.

Sagrada Familia

Der Schlüsseltrick

Wir ruhen uns ein bisschen aus, quatschen. Dann läuft ein Mann an uns vorbei. Er lässt seinen Schlüssel fallen. Aus Reflex schauen wir auf den Schlüssel, der am Boden liegt. Micha ruft „Hey! You lost your key!“ Dann schauen wir dem Mann hinterher. Doch der reagiert nicht. In dem Moment schalte ich. Etwas stimmt nicht. Ich reiße den Kopf zum Rucksack herum, aber der ist nicht mehr da. „Wo ist der Rucksack?“, frage ich panisch. Micha denkt, ich verarsche ihn. Von wegen. Wir wurden bestohlen – in nur wenigen Sekunden.

Wir entdecken den Komplizen

Erschrocken springen wir auf, schauen uns um und versuchen, den Mann mit unserem Rucksack in der Menge auszumachen. Nichts. Allerdings kann Micha in der Menschenmenge den Mann wiedererkennen, der den Schlüssel hat fallen lassen. Er rennt ihm hinterher. Ich will ihm folgen, aber er bedeutet mir zu warten.

Wir nehmen die Verfolgung auf

Michas SichtLisas Sicht

Undercover hinterher

Ich verfolge den Typ, der den Schlüssel fallen lassen hat. Ganz unauffällig auf der anderen Straßenseite. Mit Kapuze und Sonnenbrille. Wie im Film. Bis er sich ein Taxi heranwinkt. Das muss ich verhindern und gebe mich deshalb zu erkennen.

Wir beschimpfen uns auf Spanisch

Ich brülle ihn auf Spanisch an, er soll mir meinen Rucksack zurückgeben, er brüllt zurück und rennt los. Ich hinterher. Durch Straßen, über Kreuzungen, durch Gassen und schließlich Hinterhöfe. Währenddessen brüllen wir uns weiter an. Ich rufe, dass ich ihn so lange verfolge, bis er den Rucksack herausrückt. Manchmal behauptet er, er wisse nichts von einem Rucksack. Dann aber zückt er ständig sein Handy und telefoniert mit seinem Komplizen, der angeblich den Rucksack hat. Er ist wohl nicht sonderlich helle, ihm fehlen auch einige Zähne und er spricht ziemlich abgefucktes Gossen-Spanisch.

Ich habe sein Handy

Nach einem weiteren Telefonat mit seinem Komplizen sagt er mir, dass der andere den Rucksack an der Sagrada Familia bei einem Kiosk abgibt. Aber ich lasse mich nicht verarschen. Ich will selbst mit dem Komplizen reden. Und der Vollidiot gibt mir tatsächlich sein Handy. Ich sehe, dass der Komplize unter dem Namen „Junior“ eingespeichert ist – sein Sohn also. Ein Familiengeschäft. Junior sagt allerdings nichts zu mir und legt einfach auf. In dem Moment realisiere ich, dass der Trottel mir gerade sein Handy gegeben hat und ich sage: „Pass auf. Das sieht jetzt aus wie folgt: Ich habe dein Handy und ich will meinen Rucksack. Du kriegst das Handy, wenn ich den Rucksack habe.“

Die Guardia Civil ist machtlos

Plötzlich wendet sich die Stimmung. Der Typ wird aggressiv, greift nach dem Handy, schreit herum. Ich gehe einen Schritt zurück und merke, dass wir vor einer Polizeiwache der Guardia Civil stehen, vor der ein Beamter herumläuft. Ich winke ihn heran und erkläre ihm alles. Der Dieb behauptet allen Ernstes, ich hätte sein Handy gestohlen.

Obwohl der Polizist weiß, dass ich Recht habe, dass der Typ, der in der Anrufliste ganz oben in diesem Handy steht, meinen Rucksack hat, muss ich das Handy zurückgeben und der Dieb kommt ungestraft davon. „In diesem Moment liegt keine Straftat vor“, sagt der Polizist bedauernd. Immerhin gehen wir beide mit auf die Wache und er nimmt unsere Daten auf. Der Dieb kann sich nicht mal richtig ausweisen. Das spricht wohl für sich.

Damit die Straftat verfolgt werden würde, müssten wir aber noch bei der normalen Polizei Anzeige erstatten. Erstmal renne ich zurück zu Lisa, die ja immer noch vor der Sagrada Familia wartet. Vielleicht haben wir ja Glück und der Rucksack wurde wirklich abgegeben.

Das ewige Warten

Und dann stehe ich da. Auf der Placa de la Sagrada Familia. Und warte. Doch Micha kommt nicht wieder. Ewig nicht. Ich laufe mehrmals um den Platz herum, schaue in einige Mülleimer, in der Hoffnung, der Dieb hat unseren Rucksack vielleicht in einen von ihnen entsorgt und Wertloses darin gelassen. Fehlanzeige.

Spanier sprechen mich an und sagen, sie haben den Typ gesehen, der uns beklaut hat. Sie beschreiben ihn mir zur Sicherheit. Man weiß ja nie. Dann gehen sie weiter.

Ich warte immer noch. Und mache mir langsam ziemliche Sorgen. Was, wenn ihm was passiert ist? Was, wenn die Typen irgendwo in einem Hinterhof auf den Komplizen gewartet haben und Micha ihnen in die Arme gelaufen ist?! Ich habe kein Handy dabei, um ihn zu erreichen. Auch mein Ausweis und alles andere Wichtige (bis auf die Kamera) ist auf dem Hotelzimmer… von dem Micha den Schlüssel hat… Ich weiß nicht, wie lange ich letztendlich warte. Es kommt mir vor wie Stunden. Dann kommt er endlich um die Ecke gerannt und erzählt mir, was passiert ist.

Wir ziehen weiter

Wir entscheiden uns letztlich gegen eine Anzeige, um wenigstens den Rest des letzten Tages in Barcelona noch genießen zu können.

Bevor wir die Sagrada Familia hinter uns lassen, fragen wir aber an jedem Kiosk nach, ob zufällig ein Rucksack abgegeben wurde. Natürlich nicht. Tja, wir dachten eigentlich, wir wären klüger als das. Denn natürlich wussten wir, dass in Barcelona viel geklaut wird. In Zukunft gehen mein erster Blick und mein erster Griff sofort zu meiner Tasche, wenn mich jemand anspricht oder anrempelt oder was auch immer mir verdächtig vorkommt. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.

Versicherung zahlt nicht

Zurück in Deutschland deckt unsere Versicherung leider keinen Trickdiebstahl ab. Zumal uns vermutlich sowieso die Anzeige bei der Polizei gefehlt hätte…

Hinweis
Da meine Kamera ja nun leider gestohlen wurde, sind die Bilder in diesem Beitrag ausnahmsweise von pixabay.

Barcelona Strand

Trickdiebstahl verhindern

Wir sind eigentlich klüger. Trotzdem sind wir in Barcelona Trickdiebstahl zum Opfer gefallen. Dabei ist es eigentlich so einfach, besser aufzupassen.

Denn die meisten Dinge, die du tun kannst, um Trickdiebstahl zu verhindern, sind banal. Außerdem glaubst du, dass du diese Dinge sowieso schon machst. So ging es uns jedenfalls auch. Trotzdem gab es diesen einen Moment, in dem wir abgelenkt waren und uns auf eine echt dreckige und Freundlichkeit ausnutzende Weise bestehlen lassen haben.

Hier sind ein paar Tipps, wie du dich besser vor Trickdiebstahl schützen kannst. Klick auf die jeweilige Kategorie, um mehr zu erfahren:

Mach Kopien
Kopier vor der Reise deine wichtigsten Dokumente: Ausweis, Impfausweis etc. Nimm dann die Kopien mit und lass die Originale im Hotelsafe. Oder schick dir eine E-Mail mit den eingescannten Dateien zu. Solltest du bestohlen werden, kannst du dich so immer noch ausweisen.
Nimm nur das Nötigste mit
Am besten du trägst nur so viel Geld bei dir, wie du an diesem Tag brauchst, keine Ausweise, Hausschlüssel oder Sonstiges, was du nicht benötigst. Das kannst du besser im Hotelzimmer im Safe lassen. Und den Schlüssel vom Hotelzimmer trägst du möglichst nahe bei dir.
Nutze keine Hosentaschen
Wertsachen (Handy, Portemoinnaie) solltest du nicht in der Gesäßtasche aufbewahren. Da kommen die Diebe viel zu schnell dran und ehe du dich versiehst, ist alles weg. Besser: Bewahre alles, was geht, in Innentaschen möglichst nah am Körper auf. Das gilt auch für Kameras – steck die besser nicht wie wir in den Rucksack, damit sie keiner sieht. Denn ehe du es mitbekommst, ist der Rucksack weg…
Leg dein Handy nicht auf den Tisch
Du solltest deine Wertsachen in Cafés, Restaurants etc. niemals auf den Tisch legen. Klingt logisch, aber wie oft holst du am Tisch doch mal das Handy raus und legst es kurz zur Seite, um etwas zu trinken?
Tasche zu!
Handtaschen und Rucksäcke immer schließen und am besten vor dem Körper tragen.
Kette deine Tasche an
Du solltest deine Handtasche oder deinen Rucksack besser nicht auf den Boden oder einen freien Stuhl stellen, auch nicht an den Stuhl hängen, sondern immer direkt neben dich stellen. Das hat in unserem Fall allerdings noch nicht ausgereicht. Besser: Die Tasche irgendwo einhaken oder anders befestigen. Zum Beispiel an Stuhl- oder Tischbeinen.
Sei kein Tourist
Fall nicht als Tourist auf. Wenn du auf eine Karte gucken willst, dann mach das unauffällig, während du in einem Restaurant oder Café sitzt, nicht auf offener Straße.
Vorsicht vor gängigen Tricks!
• Achtung bei Hutspielern, Handlesern etc.! Diese Leute scheren geschickt eine große Menschenmenge um sich herum, indem ein Komplize den interessierten Touristen gibt. Die Aufmerksamkeit ist dann so sehr auf die vermeintliche Attraktion gerichtet, dass du gar nicht mitbekommst, wie schnell du ausgeraubt wirst.

• Vorsicht ist auch in der Metro geboten. Hier wird des öfteren eine Art Schubserei provoziert. Ein Dieb bleibt vor dir stehen, sein Komplize drängt von hinten nach. Ein weiterer Komplize wird mit dir „eingeklemmt“ und greift zu. Einem Freund von uns wurde so sein Sonnenbrillenetui gestohlen. Im Gedränge also besser gleich die Hände an die Wertsachen.

Sei im Zweifel nicht zu freundlich
Nicht zuletzt gibt es etliche Tricks, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ausnutzen, wie der oben genannte Schlüsseltrick, der auch bei uns funktioniert hat.

Ebenfalls eine beliebte Masche: Taschendiebe geben sich als Touristen aus, breiten einen Stadtplan vor deiner Nase aus und bitten um Hilfe. Gleichzeitig wandert die andere Hand in Richtung deiner Wertsachen.

Sobald du angesprochen wirst, dir eine Situation komisch vorkommt oder sich sonst Menschen nähern, ist es immer ratsam, die Wertsachen im Auge zu behalten.

All diese Dinge weiß man eigentlich. Dennoch: Wenn du gerade mit anderen Dingen beschäftigt bist oder abgelenkt wirst, ist der Griff oder Blick zur Tasche nicht unbedingt Gewohnheit. Wie auch wir es leider spüren mussten.

Was, wenn es doch passiert?

Solltest du trotz allem bestohlen werden, lauf dem Dieb nicht hinterher so wie es Micha gemacht hat. Das ist viel zu gefährlich.

Suche stattdessen die nächste Polizeiwache und erstatte Anzeige. Sperre sofort deine Kredit- und Girokarten. Sollten dir wichtige Papiere fehlen, wende dich an die Deutsche Botschaft.

Und denk daran, deine Airline zu fragen, welche Papiere du benötigst, falls dein Pass fehlt und du vorher keine Kopie gemacht hast. Ohne gültigen Ausweis nehmen die nämlich niemanden mit.

Wenn du also das nächste Mal in Barcelona bist, lass dich besser gar nicht erst beklauen. 😉

Sehenswürdigkeiten

Barcelona ist voll von Sehenswürdigkeiten. Neben dem Stadtstrand, der natürlich ein Highlight ist, hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf:

Las Ramblas

Wir beginnen unsere Barcelona-Tour auf Las Ramblas. Sie verläuft über einen Kilometer von der Plaça de Catalunya bis zum Hafen und ist eine der bekanntesten Straßen sowie ein Wahrzeichen Barcelonas. Die Ramblas sind ein guter Ausgang für deine Sightseeingtour. Es gibt jegliche Shopping-Läden, die du dir nur vorstellen kannst. In der Mitte der Ramblas befindet sich eine Fußgängerzone mit kleineren Büdchen, die beispielsweise Blumen und Souvenirs verkaufen.

Las Ramblas

Casa Batllò

Das Casa Batllò befindet sich am Passeig de Gracia, knapp einen halben Kilometer oberhalb der Plaça de Catalunya. Antonio Gaudí hat das Haus, das ursprünglich an dieser Stelle stand, im Auftrag D. Joesp Batllós umgebaut. Daher der Name. Besonders die farbenfrohe Fassade ist bezeichnend. Sie steht für die Legende des Heiligen Georg (Sant Jordi). So soll beispielsweise das Dach die Schuppen des Drachen darstellen, gegen den der Heilige Georg gekämpft hat, das Kreuz auf dem Dach Georgs Lanze. Die Balkone sind sehr verschnörkelt, alles ist wellenartig gehalten.

Trotz allem sind uns 21,50 Euro (Stand: März 2018) ein zu stolzer Eintrittspreis, um das Haus von innen zu erkunden.

Casa Milà

Die Casa Milà befindet sich ebenfalls am Passeig de Gracia und ist ebenfalls ein Bauwerk von Gaudí. Er hat das Haus nach vierjähriger Arbeit im Jahr 1910 im Auftrag der Familie Milà fertiggestellt. Du bemerkst, wie die Namensgebung zustande kommt.

Interessant: Das Haus verfügt über eine natürliche Belüftung, sodass keine Klimaanlagen nötig sind. Außerdem kann man in jeder der Wohnungen die Wände verschieben. Denn im gesamten Haus gibt es dank der Stahl-Beton-Konstruktion keine tragenden Wände. Bevor Gaudí sich an den Bau der Sagrada Familia machte, war die Casa Milà sein letztes Meisterwerk.

Casa Mila

Sagrada Familia

Die Sagrada Familia liegt im Stadtteil Eixample. Gaudí hat diese Basilika im Stil des Modernisme erbaut. Naja, vielmehr hat er damit 1882 angefangen. Doch bis heute ist der Bau nicht vollendet. Daher die Baukräne. Momentan ist geplant, die Kirche 2026 zu Gaudís 100. Todestag fertigzustellen.

Der Eintritt ist uns mit knapp 20 Euro pro Person zu teuer.

Sagrada Familia

Park Güell

Wie sollte es anders sein – natürlich ist auch der Park Güell von Gaudí erschaffen worden. Er liegt im Stadtbezirk Gràcia und ist etwa 17 Hektar groß. Als wir im März 2018 ankommen, ist der Park leider eine große Baustelle, deshalb sehen wir nicht allzu viel. Einige Bereiche sind sogar komplett gesperrt. Was wir gesehen haben, war trotzdem beeindruckend.

Die Architektur ist dem hügeligen Geländer angepasst, Unebenheiten werden zum Beispiel durch Terrassen ausgeglichen. Natürlich ist der Stil typisch verschnörkelt und farbig. Überall findest du bunte Mosaik-Tiere und farbenfrohe Mauern. Zwischendrin stehen kleine Bänke. Der Park ist ideal, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Park Güell

Bunkers del Carmel

Längst kein Geheimtipp mehr (leider). Bunkers del Carmel ist eine ehemalige Militärbasis mit Abwehrgeschützen gegen Flugzeuge aus dem Jahr 1937. Von hier aus hast du definitiv einen wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt – vielleicht sogar den besten. Am schönsten ist der Ausblick bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Ihr blickt über alle Häuser, Bauwerke und Parks bis zum Meer.Durch die zunehmende Popularität ist es allerdings mitunter sehr voll und du teilst dir den Platz mit etlichen anderen Neugierigen.

Zu erreichen ist der Aussichtspunkt mit einem 15-minütigen Fußmarsch vom Park Güell aus. Einfach der Carrer de Mühlberg folgen. Oder du fährst mit der Metrolinie L5 bis El Carmel und lässt dich von dort aus zur Carrer de Mühlberg navigieren.

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Ein Tag auf Krk: Tipps, Route, Parken & Highlights

Omisalj Meer

In diesem Artikel verraten wir dir unsere Krk Tipps, wie du an nur einem Tag die ganze Insel erkunden kannst. Mit Route und Tipps zum Parken in jeder Stadt. Willst du länger auf Krk bleiben, stellen wir dir in diesem Artikel die schönsten Dörfer in Kurzform vor.

Vor unserer Kroatien-Reise haben wir noch nie von dieser Insel ohne Vokale im Namen gehört. Dabei liegt Krk, auch bekannt als die goldene Insel, inmitten der Kvarner Bucht in der Adria und ist eine der größten Inseln Kroatiens.Wenn du also mal einen Tag in Kroatien übrig hast, ist Krk definitiv eine Reise wert. Über eine Brücke ist sie mit dem nur etwa 100 Meter entfernten Festland verbunden und daher leicht mit dem Auto zu erreichen (Achtung: 2 Euro Mautgebühren). Knapp 18.000 Menschen leben hier in 68 Ortschaften.

Hinweis: Wir haben diese Reise selbst bezahlt, alle Empfehlungen beruhen auf unserer eigenen Meinung.

Anreise

Von Pula aus fahren wir ungefähr zwei Stunden mit dem Mietwagen, den wir einen Tag zuvor am dortigen Flughafen abgeholt haben. Die Autobahn kostet Mautgebühren und ist – vielleicht deshalb? – ziemlich modern gebaut und ziemlich leer.

Nachdem wir die Autobahn hinter uns gelassen haben, führen kurvige Straßen uns vorbei an saftigen grünen Wäldern, tiefen Tälern, aus denen sich die orangefarbenen Dächer der Dörfer in die Höhe ragen, schließlich steinige Berge hinauf. Auf der anderen Seite erwarten uns ein weiter Blick über glitzerndes Meer bis zum Horizont und bald auch die bekannte Stadt Rijeka, bevor wir zur Krk-Brücke kommen.

Hinweis
Du kannst auch direkt mit dem Flugzeug nach Rijeka fliegen. Von dort aus brauchst du mit dem Auto etwa 30 Minuten bis zur Insel Krk.

Weitere Möglichkeiten, Krk zu erreichen: Per Direktflug auf den kleinen Flughafen nahe der Stadt Omisalj, per Bus oder Schiff.

Die Route

OmisaljNjiviceGlavotokKrkBaskaVrbnik

Für die Route von Omisalj bis nach Vrbnik und wieder zurück zur Krk-Brücke musst du etwa 2:15 h reine Fahrtzeit einplanen. Der Ausflug dauert mit Stopps einen ganzen Tag.

Parken auf Krk im Überblick

Hier findest du die Parkplätze auf Krk aufgelistet, die wir genutzt haben. Klick einfach auf die Stadt, in der du parken möchtest. Bedenke, dass die Parkplätze in der Hochsaison vermutlich sehr voll sein werden. Als wir in der Nebensaison dort waren, haben wir dort überall einen Parkplatz gefunden.

Parken in Omisalj
Willst du an den Strand, parkst du am besten an der Plaza Pesja. Fährst du die Straße bis zum Ende, findest du einige Parkplätze fast direkt am Strand. Auch auf dem Weg dorthin sind schon Parkplätze markiert. Im Sommer sind sie kostenpflichtig, außerhalb der Saison zahlst du nichts.
Parken in Njivice
Ein öffentlicher Parkplatz, für den du allerdings bezahlen musst, liegt an der Primorska Cesta 2-8
Parken in Glavotok
Direkt am Kloster befinden sich einige Parkpätze. Die Straße ist laut Google Maps nicht benannt.
Parken in Krk
Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich an der Ulica Stjepana Radica. Das Parken kostet etwas. Wenn du wie wir Glück hast, ist der Parkautomat außer Betrieb.
Parken in Baska
Wir haben auf einem kostenpflichtigen Parkplatz an der Ecke Ulica Stjepana Radica und Ulica kralja Tomislava geparkt.
Parken in Vrbnik
Hier kannst du auf einem kleinen Parkplatz am Busbahnhof parken, die Straße heißt Retec. Auch hier kostet das Parken etwas.

Omisalj

Omisalj ist die erste Stadt auf der Insel, wenn du von der Krk-Brücke aus kommst. Ihre Geschichte reicht bis ins 3. Jahrhundert nach Christus zurück. Wir kommen zur Nebensaison, daher ist nicht wirklich viel los. Ziel ist der Strand Pesja, etwas außerhalb der Stadt. Deshalb parken wir auf einem der wenigen Parkplätze an dem Teil des Hafens, der sich direkt neben dem Strand Pesja befindet.

Hafen Omisalj

Der Strand ist ein Kiesstrand in einer kleinen Bucht, das Wasser glasklar und ruhig. Allerdings ist es im Oktober schon etwas zu kalt, um baden zu gehen. Wer kommt, um die Natur zu bewundern, kriegt hier definitiv einen schönen Ausblick geboten. Morgens liegt der Strand im Schatten. Zur Hochsaison öffnen ein kleiner Imbiss und Toiletten nur wenige Meter vom Strand entfernt.

Omisalj Bucht

Das Wasser ist glasklar und sehr ruhig. Wir vermuten, dass es hier im Sommer relativ voll sein wird.

Omisalj Strand

Hinter dem Strandabschnitt gibt es kleine Waldwege, die zu einem Spaziergang einladen.

Omisalj Strand Pesja

Njivice

Unser zweiter Stopp ist die Stadt Njivice. Ein öffentlicher Parkplatz, für den du allerdings bezahlen musst, liegt an der Primorska Cesta 2-8. Von dort ist es nicht weit zu dem kleinen niedlichen Hafen an der Promenade. Njivice ist allerdings sehr touristisch. Viele Läden, Restaurants und Eisdielen reihen sich am Hafen aneinander. Das Wasser ist kristallklar und schimmert türkis in der Sonne.

Njivice Hafen

In der Eisdiele Terasa Fontana gibt es sehr leckeres Spaghettieis. In der Nebensaison allerdings nur mit Kirschen statt Erdbeeren, da hatten wir wohl Pech. Außerdem bietet die Eisdiele auf der Sonnenterrasse eine tolle Aussicht auf die vielen Motor- und Segelboote sowie Jetskis, die durch den leichten Wind im Wasser auf- und abschaukeln. Das ist einfach nur herrlich, besonders gegen Mittag. Denn da steht die Sonne im richtigen Winkel. Am liebsten wollen wir gar nicht mehr zurück nach Deutschland. Auch die kleinen Gässchen in der Nähe des Hafens laden zu erholsamen Spaziergängen ein. Hier findest du zudem viele hübsche Apartments, falls du spontan doch eine Nacht auf der Insel verbringen willst.

Njivice Strand

Glavotok

Weiter geht’s nach Glavotok. Das Dörfchen ist sehr abgelegen und wir sind uns teilweise nicht sicher, ob wir wirklich noch auf dem richtigen Weg sind. Doch hin und wieder weist uns ein einsames, unscheinbares Straßenschild den Weg. Wir steuern ein kleines Kloster direkt am Wasser an. Es handelt sich um ein Franziskaner-Kloster des Dritten Ordens, wie wir später erfahren.

Glavotok Kloster

Gleich daneben befindet sich eine Kirche aus dem Jahr 1507, an einem kleinen Hafensteg. Dort kannst du dichan zwei kleinen Kieselstränden niederlassen, an denen einige Männer angeln, als wir ankommen. Es gibt einen kleinen Parkplatz. Aber Achtung, wer falsch parkt, bekommt wohl auch mal ein Knöllchen. Zumindest sehen wir einige an Frontscheiben im Wind flattern. Im Sommer wird es vermutlich schwierig, dort einen Parkplatz zu bekommen. Übrigens kannst du auch im Kloster Glavotok übernachten. Oder du zeltest mitten in der Natur und in Meernähe auf dem Campingplatz in Glavotok. Das stellen wir uns ziemlich cool vor! Ansonsten gibt es allerdings in Glavotok nicht viel zu sehen.

Glavotok Strand

Krk

Die Stadt Krk ist unser nächster Stopp und eine Muss. Wir parken auf einem öffentlichen Parkplatz an der Ulica Stjepana Radica. Hier steht ein Parkautomat, der jedoch bei unserer Ankunft außer Betrieb ist. Im Sommer kostet das Parken bestimmt etwas.

Krk ist einfach nur schön. An der Küste treffen sich cyanblaues Wasser und orangefarbene Dächer. Über alldem thront  die zwiebelförmige Kathedrale von Krk aus dem 5. Jahrhundert. Olivenbäume recken sich direkt vor dem Glockenturm in die Höhe.

Krk Kirche

Gleich neben der Kirche wurde eine Franziskanerfestung auf den Ruinen römischer Thermen errichtet. Über die tausende Jahre alten Mauern rankt sich Efeu, als wollte er dem entkommen, was sich hinter den Mauern verbirgt.  Während des Fußmarschs durch die mittelalterlichen schmalen Gassen, über das Kopfsteinpflaster, bergab in Richtung Meer fühlen wir uns wie in eine ganz andere kleine Welt versetzt.

Krk Stadt

Kaum haben wir den Kirchturm passiert und sind am Ufer angekommen, wird es jedoch sehr touristisch. Fast alle sprechen Deutsch, Souvenirläden streiten sich mit Restaurants und Bars um den besten Platz. Wir sind eigentlich gegen solche Touri-Läden, aber wir haben Hunger, also lassen wir uns in der Pizzeria Camplin in der Ulica Alojzije Stepinca mit großartigem Ausblick aufs Wasser nieder. Die haben einen ganz ausgefallenen Pizzateig, den wir probieren müssen.

Tipp
Vom kleinen Hafen in Krk aus könnt ihr verschiedene Ausflüge machen, zum Beispiel Bootstouren zu anderen Inseln, Stränden und auch Tauchausflüge.

Kroatien Krk Strand

Baska

Weiter geht’s nach Baska. Wir waren nicht allzu lang dort, weil wir für die Nacht wieder zurück in Pula sein wollten und es schon recht spät war. Aber was wir von Baska gesehen haben, war der Wahnsinn.

Allein der Weg dorthin führte wieder durch saftiges Grün und kleine niedliche Dörfchen. Achtung, kurz vor Ankunft in Baska steht ein Blitzer! Wir haben auf einem kostenpflichtigen Parkplatz an der Ecke Ulica Stjepana Radica und Ulica kralja Tomislava geparkt und sind dann runter zum Strand Vela plaža Baška gelaufen.

Baska Anfahrt

Was sollen wir sagen – einfach nur atemberaubend. Eine in seichten Nebel gehüllte Berglandschaft der vorgelagerten Insel Prvic küsst hier kühlblaues Meer, das schließlich am Kieselstrand auf die Küste trifft. Das Meer wirkt hier mehr wie ein großer Salzwassersee. Am liebsten hätten wir in Baska übernachtet, um diesen Ausblick noch ein bisschen länger genießen zu können.

An der Promenade findet ihr viele kleine Geschäfte und Restaurants. Die Häuser recken sich um den Strand herum in die Höhe, viele Apartments zur Miete finden dort Platz – klar, dass sie für diesen Ausblick Geld verlangen.

Baska Strand

An der Promenade findet ihr einige kleine Geschäfte und Restaurants. Alles lädt dazu ein, hier eine Nacht zu verweilen, doch wir müssen leider weiter.

Baska Urlaub

Vrbnik

Wir kommen recht spät in Vrbnik an, es dämmert beinahe. Allein die Anfahrt ist schon wieder wunderschön. Wir fahren eine kurvige Straße entlang, können in ein tiefes Tal blicken und sehen auf einem Vorsprung die Dorfkirche stehen. Parken könnt ihr auf einem kleinen Parkplatz am Busbahnhof, die Straße heißt Retec.

Vrbnik

Von dort aus erkundest du die Gässchen von Vrbnik. Es gibt keine richtigen Straßen, viele der schmalen Gassen, die die kleinen, sich über mehrere Etagen erstreckenden Steinhäuschen voneinander trennen,  sind maximal zwei Meter breit. Die Atmosphäre wirkt beinahe mittelalterlich, aber gemütlich. Zwischen den einzelnen Häusern kannst du immer wieder eine wunderschöne Aussicht aufs Meer genießen und andere Inselteile sowie das Festland in der Ferne entdecken.

Vrbnik Meer

Ein Mann hat seinen Ofen auf dem Balkon stehen. Wir beobachten, wie er den Herd anstellt, er entdeckt uns und grüßt uns freundlich. Die Menschen, denen wir in Kroatien bisher begegnet sind, sind alle super nett und hilfsbereit. Hier scheinen Reisende noch willkommen zu sein.

Schließlich finden wir eine der schmalsten Gassen der Welt: die Gasse Klancic. Auf Deutsch heißt das „Engpass“. Die Gasse ist mit ihren 40 cm Breite echt extrem schmal! Wir können nicht einmal die Arme komplett ausbreiten. Die Bewohner Vrbniks behaupten, dass Frauen, die nicht durch die Gasse passen, keinen Mann abbekommen.

Vrbnik Klancic

Fazit

Von Vrbnik aus fahren wir zurück nach Pula. Wir hatten keine großen Vorstellungen von Kroatien. Aber Krk hat uns total überzeugt! Die Insel ist vielseitig: Eine wunderschöne Landschaft, kristallklares Meer, freundliche Menschen und einiges Aktivitäten, solltest du länger bleiben wollen. Wie voll es in der Hauptsaison ist, können wir nicht sagen. Trotzdem: Wir empfehlen dir definitiv, einen Krk-Roadtrip zu machen. Wenn du mehr als einen Tag Zeit hast, übernachte unbedingt auch auf Krk, am schönsten fanden wir es mit Abstand in Baska, aber auch Krk und Njivice waren sehr hübsch. Allerdings sind die drei Dörfchen schon recht touristisch. In Krk gibt es auf jeden Fall noch einiges zu erkunden. Magst du es ganz ruhig und naturverbunden, dann lohnt sich Glavotok vermutlich am meisten.

Wir hoffen, unsere Krk Tipps helfen dir bei deiner Reiseplanung. Haben wir was vergessen? Dann lass uns doch einen Kommentar da. 🙂

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Julianadorp: Frikandeln, Chocomel und Entschleunigung pur

Julianadorp Strand

Hier findest du unsere Reisetipps für Julianadorp, auch mit Hund. Als Ruhrgebietskinder waren wir natürlich schon einige Male in den Niederlanden – der mehr oder minder kurzen Fahrt sei Dank. Auch in Julianadorp. Allerdings ist das Dorf an der Küste so schön, dass sich mehrere Besuche lohnen, besonders wenn du mal so richtig entspannen willst. Ob zelten, mit dem Camper oder eine Ferienwohnung. All das findest du dort direkt hinter den Dünen. Besonders mit Hund macht es dort Spaß, denn die dürfen dort das ganze Jahr über mit an den Strand.

Hinweis: Die Reise haben wir selbst bezahlt. Jegliche Empfehlungen basieren auf unserer eigenen Meinung.

Wo liegt Julianadorp überhaupt?

Vom Ruhrgebiet aus sind wir in etwa drei Stunden gefahren. Denn Julianadorp liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Amsterdam in der niederländischen Provinz Nordholland (Noord-Holland), genauer gesagt in der Gemeinde Den Helder. Der Ort besteht aus den beiden Ortsteilen Julianadorp und Julianadorp aan Zee, wobei sich letzterer direkt an der Nordseeküste befindet.

Die Landschaft von Julianadorp aan Zee ist geprägt von einigen Parks mit Ferienhäusern, vielen Apartments und Campingplätzen. Das alles befindet sich direkt hinter den hohen Dünen, die an sich schon für eine atemberaubende Landschaft sorgen. Man kann nur erahnen, dass es sich dabei wirklich um Dünen handelt, geschweige denn ist das Meer dahinter zu sehen. Eher erheben sich die Dünen wie eine sandige Berglandschaft aus dem sonst so flachen niederländischen Land.

Unterkunft

Im Winter

Wir haben uns ein Ferienhaus für bis zu sechs Personen im Ferienpark Strandslag direkt hinter den Dünen beim Strandpavillon Paal 6 gemietet. Dort gibt drei Haustypen, alle Häuser sind unterschiedlich eingerichtet, weil dort Privatleute die angebotenen Häuschen über die Rezeption vermieten. Der Preis war für 6 Personen, Kleinkind und Hund in Ordnung. Für drei Nächte haben wir insgesamt rund 390 Euro bezahlt, das heißt pro Person pro Nacht etwa 21 Euro. Unser Haus hatte drei Schlafzimmer mit Doppelbetten, ein Wohnzimmer mit Kamin, eine Küche und einen kleinen Garten. Alles sah exakt so aus wie auf den Bildern. Wir können die Unterkunft also sehr empfehlen.

Julianadorp Dünen

Im Sommer

Besitzt du ein Wohnmobil, hast Glück mit dem Wetter oder bist, was Regen angeht, schmerzfrei, kannst du dich (wohl besser im Sommer) auf einem der vielen Campingplätze niederlassen. Lisa war 2015 auf dem Campingplatz Camping ‘t Noorder Sandt. Dort gibt es sogar eine kleine Küche zum Kochen und Spülen. Die Sanitäranlagen waren damals sehr sauber. Vielleicht, weil der Campingplatz relativ teuer ist. Dafür bietet er aber auch ein bisschen mehr Komfort als so manch anderer.

Julianadorp Strand

Außerdem werden im Sommer kleine Ferienhäuschen direkt am Strand mit Panoramablick aufs Meer vermietet. Das muss Wahnsinn sein, aufzuwachen und direkt am Strand zu liegen. Leider sind die Häuschen sehr teuer.

Julianadorp Strand

Unternehmungen

Julianadorp ist Entspannung pur. Willst du dem stressigen Alltag entfliehen und dein Leben für ein paar Tage etwas entschleunigen, bist du hier richtig. In Julianadorp ist noch Zeit für lange, ausgiebige Spaziergänge am 4 Kilometer langen Sandstrand, der geprägt ist von Ebbe und Flut. Der Strand zählt zu den saubersten der Niederlande und ist mit der blaue Flagge („Blauwe Vlag“) ausgezeichnet. Die blaue Flagge ist ein internationaler Umweltpreis und zeugt von sehr guter Qualität.

Besonders mit Hund und Kind bieten sich demnach lange Strandspaziergänge an, um draußen zu sein, die Natur zu erkunden und zu toben – sowohl im Sommer als auch im Winter. In beide Richtungen finden sich kleine Restaurants, in denen es nicht nur die typischen Frikandeln und Pannekoeken (Pfannkuchen) gibt.

Julianadorp Hund Strand

Wir haben uns nach unserem Spaziergang in Richtung Süden in der Cafetaria Duinzicht niedergelassen. Die Pommes dort sind super. Gleich am nächsten Tag sind wir in Richtung Norden gelaufen und haben Frikandeln und Pfannkuchen im Strandpaviljoen Zee van Tijd geschlemmt. Dort kannst du draußen, bei Flut direkt über dem Wasser, sitzen – auch im Winter, da gibt es Decken auf jedem Stuhl.

Funfact
Wusstest du, dass das niederländische Wort Frikandel nicht Frikandel, sondern Frikandel ausgesprochen wird?

Bei gutem Wetter lohnt es sich in jedem Fall, mit dem Fahrrad – ob mit dem eigenen oder einem gemieteten – eine Dünentour zu machen. Stellt euch die Dünen nicht wie kleine Erhebungen vor, sondern wie Hügel, durch die schmale Wege führen. Zwar sind es Sandberge, allerdings üppig mit moosgrünen Pflanzen bewachsen. Es gibt eigens Fahrradwege, die sich kilometerweit durch die Dünenlandschaft ziehen und zu einem Ausflug geradezu einladen.

Südlich des Pavillons am Strand gibt es eine Surfschule (surfschoolfoamball), die natürlich Surfkurse anbietet.

Ganz in der Nähe findest du den Golfplatz Ooghduyne sowie eine Bowlingbahn auf dem Zanddijk.

In Den Helder – die Stadt liegt wenige Kilometer nördlich vom Paal 6 – gibt es außerdem einige Museen und einen Klettergarten. In Anna Paulowna befindet sich ein Tierpark.

Julianadorp mit Hund

Silvester in Julianadorp

Ich kann nur für Silvester 2018/19 sprechen. Wir waren vier Tage dort und die Knallerei hielt sich in Grenzen. In den Ferienparks ist Feuerwerk eigentlich sowieso verboten, trotzdem haben hier und da einige Familien für ihre Kinder geknallt. Luna (unser Hund) bekommt draußen Panik, sobald es knallt. In der Wohnung interessieren sie die Geräusche eher nicht. Insgesamt war der Aufenthalt dort für sie sicher um ein Vielfaches angenehmer als zu Hause im Ruhrgebiet. Zwar ist sie einige Male bei der abendlichen Pipirunde zusammengezuckt und wollte schnell wieder rein – empfehlen würde ich es dennoch jedem Hundehalter, der sich etwas mehr Ruhe für seinen Vierbeiner wünscht. Um Mitternacht gibt es ein öffentliches Feuerwerk, das wir jedoch wegen Kleinkind und Hund nur aus dem Fenster angeschaut haben. Die gesamte Knallerei wurde recht fix, gegen halb eins, wieder eingestellt.

Julianadorp Sonnenuntergang

Fazit

Wenn du auf Entspannung und am Strand rumliegen aus bist, dann nichts wie hin! Julianadorp ist perfekt dafür. Auch für den Urlaub mit Hund und Kind können wir es nur empfehlen. Hunde sind dort überall willkommen, es stehen Trinknäpfe bereit und auch an den Stränden sind die meisten Hunde sehr verträglich. Im Winter laufen die Hunde dort frei am Strand herum. Luna hatte den Spaß ihres Lebens dabei, durch den Sand zu rasen.

Sowohl Camping als auch die klassische Ferienwohnung sind gute Übernachtungsmöglichkeiten. Reist du mit mehr als vier Personen an, solltest du dich allerdings um eine zeitnahe Buchung kümmern.

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